Als ich vor zwei Wochen in Lissabon war, haben mich immer wieder Nachrichten von Leserinnen und Lesern erreicht, die mich nach meinen Tips für ein perfektes Wochenende in Lissabon gefragt haben…heute gibt es einen etwas ausführlicheren Guide für ein perfektes Wochenende in Lissabon. 

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Frühstücken in Lissabon

Die schlechte Nachricht zuerst: Die Portugiesen haben keine richtig ausgeprägte Frühstückskultur. Man trinkt einen Espresso und isst einen Keks. Oder ein Pastel de Nata. Die gute Nachricht: Pasteis de Nata sind wahnsinnig lecker und ein paar kleine Tips habe ich dann doch noch 😉

Wenn du wirklich Pasteis de Nata probieren willst – und ich kann Dir nur empfehlen das irgendwann auf Deiner Reise nach Lissabon zu tun – dann gibt es die Besten in Belem. Dort wurden sie erfunden und es sind tatsächlich die Besten: Ganz frisch und noch warm werden sie in der Bäckerei mit Puderzucker und Zimt serviert. Mein Tipp: Setz Dich drinnen an einen Tisch und entscheide Dich gegen das Take away. Erstens weil es drinnen nett ist und zweitens weil es sehr viel schneller geht. 

Etwas gesünder sind die Smoothies und Säfte von der YAO Pressed Juicery. Ich hab schon verschiedene probiert und mag “Blueberry Muffin” am Liebsten. 

Wenn du mit einer größeren Gruppe in Lissabon bist, dann ist vielleicht auch die Markthalle Mercado da Ribeira ein schöner Anlaufspunkt – bei über 35 Food-Ständen ist wirklich für jeden etwas dabei. 

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nach dem Frühstück….

Wenn ihr in Belem seid, macht ihr einen kleinen Abstecher zum alten Kloster, zum Seefahrerdenkmal…die typischen Touristenspots. Kann man sich schon mal anschauen – aber auf keinen Fall verpassen solltest du das Centro Cultural de Belem. Dort gibt es immer wieder kostenlose Ausstellungen, die wirklich sehenswert sind. Nicht nur für schlechtes Wetter ist das eine wirklich schöne Anlaufstelle.

Wenn du mit der Straßenbahn zurück ins Zentrum fährst, empfehle ich Dir nicht bis zur Praca do Commercio zu fahren, sondern schon am Cais do Sodre auszusteigen. Dort kannst du entweder einen schnellen Snack im Mercado da Ribeira nehmen oder an der Uferprommenade entlangspazieren. Hinter der Praca do Commercio nimmst du dann irgendwann eine der Straßen oder Treppen, die links den Berg hochführen und machst einen Bummel durch die Alfama

Die Alfama ist der älteste Stadtteil Lissabons, der durch das große Erdbeben nicht zerstört wurde. Die kleinen gewundenen Gässchen, die niedlichen Häuser – so sah es früher in ganz Lissabon aus. Das Viertel ist leider ein kleines bisschen touristisch geworden, aber immer noch wirklich schön. Als ich im letzten Jahr im Mai in Lissabon war, hatten wir unser Appartment dort. Ich gebe Dir keinen expliziten Weg durch die Alfama mit an die Hand – erstens, weil das bei den vielen kleinen Strässchen sowieso keinen Sinn machen würde. Und zweitens, weil es wunderschön ist sich einfach treiben zu lassen und zu entdecken. 

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Zeit zum Lunchen: 

Vor zwei Wochen war ich das erste Mal im Café do Garagem und war ganz spontan vom wunderschönen Ausblick auf die Stadt verzaubert. Es gibt Sandwiches, Salate und verschiedene Kleinigkeiten. 

Alternativ bietet sich auch ein Besuch im Chapito an – man sitzt auf einer überwachsenen Terrasse und hat es wirklich nett. Das Essen ist preislich nicht wirklich günstig, aber dafür richtig lecker. 

Wer lieber in seiner Muttersprache kommunizieren will, dem empfehle ich den Lunch im Pois Café. Das kleine Restaurant gehört einer Österreicherin, die in der offenen Küche auch gerne selbst Hand anlegt. 

Nach dem Lunch gibt es einen Café an einem der unzähligen Kioske, die man tatsächlich an jeder Ecke und jedem Aussichtspunkt findet. Die Kioske sind alle ein kleines bisschen unterschiedlich, aber Bica (der lissabonner Ausdruck für einen Espresso) gibt es eigentlich überall. 

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Am Nachmittag: 

Wer ein bisschen shoppen will, der kommt in der Baixa und im Chiado voll auf seine Kosten. In der Rua Augusta gibt es Ableger vieler großer spanischer Modeketten – alles ist ein bisschen günstiger als hier bei uns in Deutschland. Wenn man die Rua do Camo hochspaziert finden sich viele weiter Geschäfte – der Rest ist dann in der Rua Garett. In den kleinen Seitenstraßen rechts und links gibt es im Chiado viele kleine unabhängige Geschäfte mit portugiesischen Produkten (keinen Souvenir-Kitsch, schöne Produkte) – lass Dich einfach ein bisschen treiben und entdeck, was die Stadt so zu bieten hat. 

Eine Museums-Alternative? Schwierig – es gibt so wahnsinnig viele schöne Museen. Etwas spezieller ist das Kutschen-Museum, wunderschöne moderne Kunst gibt es in der Gulbenkian-Sammlung. Umsonst ist das Mode-Museum in der Rua Augusta und wirklich empfehlenswert ist auch das Museum für antike Kunst

Am Abend: 

Die Portugiesen essen eher etwas später zu Abend – in der Regeln nicht von Neun. Ich finde das wahnsinnig entspannend: Man kann sich nach einem Tag in der Stadt gemütlich duschen, fertigmachen…einen Gin Tonic an einem der vielen Aussichtspunkte in der letzten Abendsonne genießen und dann eben zum Dinner gehen. 

In den Straßen rund um den Cais do Sodre haben in den letzten Jahren wahnsinnig viele neue Restaurants eröffnet. Manche besser, andere weniger gut. Seit einer gefühlten Ewigkeit gibt es in der Rua Sao Paulo aber schon die Perola de Sao Paulo. Ein portugiesisches Restaurant genau so, wie es sein muss und wie es authentisch ist. Wir waren gleich zwei Mal innerhalb von vier Tagen dort – weil es einfach so wahnsinnig lecker war. Weil die Perola de Sao Paulo offenbar in keinem Reiseführer steht und mit Neonröhren an der Decke beleuchtet wird, verirren sich fast keine Touristen dort hin. Der Oktopussalat ist großartig und beide Fische die ich probiert habe, waren auf den Punkt. Eine echte Empfehlung. 

Alternativ ist es auch in der Tasceria Rua das Flores super nett: Man bestellt ein paar Kleinigkeiten (die sich auf portugiesisch Petiscos nennen) und dazu ein Glas Wein. Nicht ganz so traditionell aber unheimlich lecker. 

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…und danach…

Ist der Bairro Alto noch immer der perfekte Anlaufpunkt. Das ganze Viertel verwandelt sich am Abend in eine riesengroße Outdoor-Bar. In fast jedem Haus gibt es eine kleine Bar, die Menschen stehen im Sommer (und eigentlich auch im Winter) auf der Straße und trinken. Es gibt Musik und die Stimmung ist einfach unvergleichlich. Die meisten Bars haben bis in die frühen Morgenstunden geöffnet, einmal den Sonnenaufgang vom Miradouro Sao Pedro de Alcantara oder Santa Catarina sehen ist ein wunderschönes Erlebnis. Einen wunderschönen Sonnenaufgang über dem Tejo gibt es übrigens auch von der Terrasse des LUX – einem Club direkt am Fluss. 

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Am Sonntag: 

Wer den Abend im Bairro hat ausklingen lassen, für den startet der nächste Tag wahrscheinlich ein bisschen langsamer und entspannter. 
Im Jardim de Estrella kann man ganz wunderbar einen Sonntag lang lesen und auf den Bänken im Schatten oder auf der Wiese liegen. Alternativ kann man mit dem Boot und dem Bus an die Costa da Caparica fahren und den Tag am Strand verbringen (am schönsten ist der Abschnitt “Fonte da Telha”) oder den Zug in Richtung Cascais nehmen und in Carcavelos aussteigen – auch dort gibt es einen wunderschönen Strand. 

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Und wo kann man übernachten?

Lissabon ist voll mit Airbnb-Unterkünften – ich selbst habe schon in mindestens vier verschiedenen geschlafen.
Ich habe aber auch schon in Hotels und Hostels der verschiedensten Preisklassen geschlafen und kann diese hier empfehlen: 

Goodmorning Hostel
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ir haben dort geschlafen, als das Hostel gerade ganz frisch eröffnet hatte und waren sehr zufrieden. Direkt am Restauradores gelegen ist es richtig zentral in der Innenstadt und super praktisch. Zum Frühstück gab es frische Pancakes und alles war richtig schön sauber. 

Hotel GAT Rossio
Nur ein Mal um die Ecke vom Hostel ist das GAT Rossio – die Mitarbeiter waren freundlich, das Frühstück sehr gut und das Zimmer sogar etwas größer. Auch hier ist die Lage unglaublich zentral.

Lisbon Dreams Guesthouse
Vielleicht ist das meine liebste Unterkunft in der Stadt. Zwischen Marques de Pombal und Rato gelegen ist das Guesthouse nicht ganz so zentral, aber so liebevoll gemacht und geführt. Ich erinnere mich an ein wunderbares Bett und ein gutes Frühstück. Zu Fuß braucht man etwa 20 Minuten bis in die Baixa, mit der Bahn sind es zwei Stationen. 

Hotel Sofitel
Ein Hotel der gehobenen Klasse mit gehobenen Preisen und einem exzellenten Service. Wer Sofitel kennt, der weiß was er zu erwarten hat und genau das gibt es dann auch. Super zentral gelegen an der Prachtstraße Lissabons, der Avenida da Liberdade.

Corinthia Hotel Lisboa
Ein kleines bisschen außerhalb liegt das Corinthia, das mit einem großartigen Wellnessbereich und exzellenten Behandlungen überzeugt. Die Zimmer sind richtig groß, der Roomservice ist fantastisch und mit der Bahn (blaue Linie, Sete Rios) ist man fix in der Innenstadt.

Intercontinental Hotel Lisbon
Im Interconti gibt es einen Außenpool – nicht schlecht in einer Stadt wie Lissabon. Service und Qualität sind auf internationalem Interconti-Niveau und auch Obama hat sich schon mal dort niedergelassen. Ich habe eine große Schwäche für das Frühstück im Intericonti und liebe die riesige Auswahl an frischem Obst. Leider ist auch das Interconti ein bisschen außerhalb und nicht perfekt angebunden. Bis zur Metro-Station Sete Rios läuft man etwa 10 Minuten. 

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