Über Krieg und Frieden, Putzmittel, Harry Potter und meine unschlagbare Strategie für Elektrogeräte. 

  1. Schon im zarten Alter von 15 oder 16 Jahren hatte ich den Traum im Nahen Osten zu leben und zu arbeiten.
    Damals bin ich das erste Mal bewusst – über einen Roman, der das Thema gestreift hat – auf die Palästina-Israel-Thematik aufmerksam geworden. Ich habe damals angefangen sehr viel über die Region und die andauernden Konflikte zu lesen und mich zu informieren. Von diesem Thema ausgehend hat sich mein Interesse an Politik und vor allem an Krieg und Frieden entwickelt.
    Ich habe diesen für mich sehr wichtigen Roman bei einem meiner Umzüge verloren und konnte das Buch nicht mehr finden. Jetzt habe ich es mir nochmal gekauft und gelesen. Oder vielmehr verschlungen, wie beim ersten Mal.
  2. Putzen gibt mir eine seltsame Befriedigung.
    Ich putze nicht wirklich gerne, aber ich liebe die Tatsache, dass man das Ergebnis einer großen Putzaktion direkt vor Augen hat. Vor ein paar Wochen habe ich den Keller ausgemistet – ich liebe das Ergebnis. Es muss aber gar kein großes Projekt sein: Auch ein ordentlich sortierter Gewürzschrank oder eine frisch gesaugte Wohnung machen mich auf eine seltsame Art glücklich.
  3. Ich kaufe meist das zweigünstigste Elektrogerät.
    Nichts ödet mich mehr als als ewig lange zu recherchieren, Testberichte zu vergleichen und abzuwägen. Ich interessiere mich nur auf einem sehr oberflächlichen Level für Technik: Ich überlege mir, welche Funktionen ich bei einem Gerät will und brauche. Wenn ich nicht (zB aus Design-Gründen) ein ganz bestimmtes Gerät oder eine bestimmte Marke will – dann nehme ich das zweitgünstigste. Ein Tick, den ich mir von einer meiner Mitbewohnerinnnen aus Studentenzeiten abgeguckt habe.
  4. Ich liebe Harry Potter.
    Wirklich. Als ich zum Studium ausgezogen bin, hatte ich keinen Fernseher. Und nur eine DVD: Harry Potter und die Kammer des Schreckens. Ich habe den Film so oft gesehen, dass die DVD kaputt gegangen ist. Unendlich oft. Genau wie alle anderen Filme der Reihe. Ich habe die Bücher in drei, teilweise vier Sprachen gelesen. Im letzten Sommer habe ich mir sogar ein Tattoo stechen lassen, dass meine Liebe zu dem besten Zauberschüler und einer großartigen Geschichte über Gut und Böse, Liebe und Hass dauerhaft manifestiert.
  5. Tattoos…
    …sind ein gutes Stichwort. Es ist wie eine Sucht: Wenn man einmal angefangen hat und weiß wie es geht – dann ist es ganz leicht. Inzwischen habe ich vier (recht kleine) Tattoos – das neuste habe ich mir in Amman stechen lassen. Weil Jordanien ein muslimisches Land ist und Tattoos im Islam als haram gelten, war es nicht ganz einfach ein Studio zu finden, aber ich wollte unbedingt dieses spezielle Andenken.
  6. Ich plane immer schon die nächste Reise.
    Konstant bin ich auf der Suche nach Inspirationen,spuken Routen in meinem Kopf herum und ich möchte am liebsten die ganze Welt sehen. Nein, nicht die ganze Welt. Es gibt einige Länder, die nicht ganz so weit oben auf meiner Liste stehen – aber für einen Großteil interessiere ich mich. Dabei reise ich nicht gerne als reiner Tourist: Ich habe nichts gegen ein paar Tage in einem schönen Hotel – aber es ist mir immer auch ein Bedürfnis die Menschen und die Kultur eines Landes kennen zu lernen. In diesem Jahr wird der Schwerpunkt wohl auf dem Nahen Osten liegen: Die erste Reise geht in wenigen Wochen über Ägypten zurück nach Jordanien. Was dann als nächstes kommt? Psssst – ist noch ein Geheimnis.
  7. Ich brauche optische Ruhe um klar denken zu können.
    Das ist einer der Gründe warum unsere Wohnung in München fast ausschließlich in unterschiedlichen Schattierungen von Weiß, Beige und hellem Holz eingrichtet ist. Meine Augen brauchen die (optische) Ruhe. Ein ganz netter Nebeneffekt ist natürlich, dass man eine farblich neutral eingerichtete Wohnung ganz fix mit ein paar einfachen Accessoires wie Kissen und ein bisschen Deko komplett umgestalten kann.
  8. Wenn ich könnte wie ich wollte…
    Dann würde ich jede Nacht mindestens zehn Stunden schlafen. Um wirklich fit zu sein, brauche ich extrem viel Ruhe und Schlaf. Damit ich nicht erst am Mittag wach werde, versuche ich deswegen spätestens um elf im Bett zu liegen. Klappt mal besser, mal schlechter – zur Not komme ich aber auch ein paar Wochen mit sehr wenig Schlaf aus. Been there, done that.
  9. Ich langweile mich schnell.
    Dreißig Jahre lang den gleichen Job machen? Absolut nichts für mich. Ich arbeite sehr gerne projektbasiert und brauche die ständige Abwechslung und Herausforderung. Eine Mischung aus Teamwork und Eigenbrödlerei, aus Office-Tagen und Reisen, aus Meetings und Tagen alleine vor dem Rechner – das ist genau mein Ding.
  10. One last weird pleasure.
    Wer meine Stories auf Instagram schaut, der weiß es schon. Ich liebe Waschanlagen. Ich habe eine unfassbare Freude daran durch Waschanlagen zu fahren, ich liebe es, wenn mein Auto innen und außen sauber ist. Weird ist das vorallem deswegen, weil ich nicht besonders pfleglich oder vorsichtig mit dem Auto umgehe: Ich verwende es als Transportmittel und wenn es schmutzig wird, macht das gar nichts. Aber es dann wieder durch die Waschanlage zu fahren: Gönne ich mir regelmäßig, 15 Euro die mich extrem zufrieden machen und mir das Gefühl geben, dass ich mein Erwachsenen-Leben im Griff habe.