Fünf Wochen sind es noch. 
Aber in diesem Jahr trifft es mich nicht überraschend – ich bin vorbereitet. Schon am ersten Wochenende hatte ich Freunde zum Weihnachtsdinner zu Besuch. In drei Gängen angelehnt an das traditionelle Weihnachtsmenü meiner Kindheit.

But first things first – der Tisch. 

Auch wenn wir das alte (und sehr kostbare) Porzellan meiner Großeltern mit dem Goldrand eigentlich für ebensolche Gelegenheiten im Schrank stehen haben, wollte ich zum Weihnachtsdinner unser „ganz normales“ Geschirr verwenden und stattdessen mit ein bisschen Deko auf dem Tisch eine festliche und weihnachtliche Stimmung schaffen. Vielleicht auch, weil das Geschirr meiner Großeltern von Hand gespült werden muss. Vielleicht. 

Drei „Inseln“ haben dem Tisch eine Grundstruktur gegeben. Jeweils hab ich einige Kerzen in weiß, gold und grün gruppiert. Dazu glitzernde Deko-Hirsche, Teelichter und Tannenzweige. Auf dem Tischtuch und den Läufern gab es neben goldenem Glitzer Sterne in verschiedenen Größen. Weihnachtlich und tatsächlich auch eine Tischdeko, die es so in meiner Kindheit zu Hause hätte geben können. 

Drinks, Drinks, Drinks

Gutes kann so einfach sein: Gin, Orangenblütenwasser und eine Zimtstange. Dazu ein Schuss Soda und ein paar Eiswürfel – fertig. Und wenn Deine Gäste nach einem zweiten Drink fragen, dann ist das ein gutes Zeichen. Ein sehr gutes. 

Die Vorspeise: Parmesansuppe

Zutaten: 
500 ml Milch
350 g Sahne
1 Knoböauchzehe
Schale von 2 Bio-Zitronen
2 Lorbeer Blätter
1 EL Pinienkerne
150 g Zucchini
3 EL Olivenöl
2 Stile Thymian
180 g Parmesan
Cayennepfeffer
Salz

Zubereitung: 
1. Koch Milch, Sahne, Knoblauch, Zitronenschale und Lorbeer in einem Topf auf und lass die Mischung bei milder Hitze zugedeckt 10 Min. köcheln.

2. Ganz ohne Fett röstest du in der Zwischenzeit Pinienkerne in einer Pfanne  und hackst sie dann grob. Viertel die Zucchini längs, schneid das weiche Kerngehäuse ab und verarbeite die Zucchini klein würfeln.

3. Brat die Zucchini in 1 El Olivenöl an und salz sie leicht. Zupf die Thymianblättchen von den Stielen ab und misch sie zusammen mit den Pinienkernen unter die angebratenene Zucchini. 

4. Nimm Zitronenschale und Lorbeer aus der Milchmischung und zieh den Topf vom Herd. Gib den (geriebenen) Parmesan hinzu und pürier alles ganz fein. Würz die Suppe mit einer Prise Cayennepfeffer und etwas Salz. Richte die Suppe mit der Zucchini-Mischung an und träufel etwas Olivenöl darauf. 

Der Hauptgang: Königinnenpasteten mit Kalbsragout

Eigentlich wollte ich die Pasteten in einer Konditorei bestellen und fertig kaufen – nur das Kalbsragout selbst machen. Eine kleine Weihnachtstradition 😉 Weil ich dann aber nicht dazu gekommen bin die Pasteten zu bestellen, habe ich sie einfach selbst gemacht. Und es war so unglaublich einfach, dass ich nie wieder welche kaufen werde.

Zutaten: 
4 Packungen Blätterteig
1 Eigelb

1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
700 g Kalbfleisch, in Würfel geschnitten
etwas Butter
300 g frische Champignons
50 g Mehl
60 ml trockener Weißwein
500 ml Kalbsfond
150 g Crème Fraiche
1 EL Zitronensaft
Muskatnuss, Meersalz, schwarzer Pfeffer

Zubereitung: 
1. Roll den Blätterteig aus und stich folgendes aus: Einen großen  (kompletten) Kreis – das wird der Boden, vier weitere Kreise, in denen du jeweils einen kleineren Kreis ausstichst – das werden die Seitenwände. 

2. Schichte die Blätterteigkreise übereinenander – dazwischen kommt jeweils eine dünne Schicht verquirltes Eigelb. Auf den obersten Ring kommt nochmal ein bisschen Eigelb. 

3. Schwitze den Knoblauch und die gehackten Zwiebeln mit etwas Olivenöl in einer Pfanne an. Gib nach einigen Minuten das Kalbfleisch hinzu und brate es leicht an, bis es schön bräunlich wird. Nimm das Fleisch aus der Pfanne und stell es zur Seite.

4. Gib Butter und Pilze in die Pfanne und brate sie für fünf Minuten an. Dann gibst du löffelweise das Mehl dazu. Verrühr jeden Löffel sehr gründlich mit den Pilzen – sonst gibt es Klumpen. 

5. Nacheinander kommen nun Weißwein, Kalbsfond und Crème Fraiche hinzu. Rühr alles, bis eine glatte Soße entsteht. Lass die Soße einmal aufkochen, dann schmeckst du sie mit Zitronensaft, einer Prise Zucker und den Gewürzen ab. Ganz zum Schluss kommt das Kalbfleisch in die Soße. 

6. Heiz den Backofen auf 175 Grad vor und back die Pasteten für etwa 10 Minuten, bis sie goldbraun sind. 

7. Schneid den Deckel der Pastete aus der Mitte heraus, dann füllst du sie mit Kalbsragout, setzt den Deckel darauf – fertig. 

Und zum Abschluss – ein Spekulatiuseis

Das Rezept stammt nicht von mir, ich hatte mal ein ähnliches Rezept bei Denise gesehen und wandele es seitdem immer wieder ein bisschen ab. Es gab schon so viele Varianten zu so vielen unterschiedlichen Anlässen – aber unglaublich lecker und schnell zubereitet ist es immer. 

Zutaten: 
350 g Sahne 
3 Eier
50 g Zucker
1 Vanilleschote
3 EL Rum
2 EL Spekulatiusgewürz

Zubereitung: 
1. Zunächst schlägst du das Eigelb mit dem Zucker dick cremig auf.

2. Schlag die Sahne steif und trenn die Eier. Schlag auch das Eiweiß steif auf. 

3. Kratz das Mark aus der Vanilleschote und zieh sie unter das aufgeschlagene Eigelb.  Halbier die Vanilleschote längs halbieren, das Mark heraus kratzen und unter das aufgeschlagene Eigelb mischen. Anschließend hebst du die steif geschlagene Sahne unter die Eigelbmasse ziehen.

4. Rühr den Rum und das Spekulatiusgewürz unter die Eigelb-Masse. Ganz zum Schluss hebst du ganz vorsichtig das fest geschlagene Eiweiß unter. 

5. Füll die Masse in kleine Eisförmchen und lass sie mindestens für vier Stunden durchfrieren. Wenn du das Eis einige Minuten vor dem Servieren aus dem Gefrierfach nimmst, wird es besonders cremig und lecker,