Montagmorgen. 
Knackig kalt war es heute früh bei der ersten Runde draußen. Knisternde Blätter im Park, fast konnte man den eigenen Atem in der Luft sehen. Die letzten Tage im August haben einen Einsturz in den Temperaturen mit sich gebracht. Ich mache es mir mit Wollpullover und Tee am Schreibtisch gemütlich, tippe meine Wochengedanken. Über einfaches Leben, Schnee am Kap und einen Geburtstag. 

Dieser Beitrag enthält Markennennungen und ist deswegen als Werbung zu kennzeichnen. 

Was ich in der letzten Woche gemacht habe. 

Nachgedacht. Darüber, wie Eletronik und die elektrischen Geräte in unserer Wohnung mein Leben vereinfachen oder besser machen. Inspiriert dazu hatte mich eine Veranstaltung in Hamburg von Philips. Unter #makeyourlifebetter hatte die Marke in ein wunderbares Loft nach Hamburg eingeladen und einige ihrer Produktneuheiten vorgestellt.
Auf dem Weg nach Hause habe ich darüber nachgedacht, wie viele elektronische Produkte wir in unserem täglichen Leben integriert haben – häufig ohne wirklich darüber nachzudenken – und wie  viel Erleichterung dadurch eigentlich kommt. 
Nicht nur die offensichtlichen Dinge wie Laptop, Smartphone und Waschmaschine, sondern auch Kleinigkeiten wie ein intelligentes Aufwachlicht, ein Luftreiniger, ein kabelloser Staubsauger oder der Kaffeevollautomat. 
Und damit ist es ja noch lange nicht vorbei. Im Moment interessiere ich mich gerade sehr für das Thema „Smarthome“: automatisierte Thermometer mit Verbindung zu den Heizkörpern, Leuchtmittel, die über Zeitschaltmechanismen gesteuert werden…die Liste ist tatsächlich endlos und ich habe richtig Lust unser Zuhause und unseren Alltag noch ein bisschen zu optimieren. Ob das wohl der kommenden Herbst ist, der mich wieder ein bisschen häuslicher werden lässt?

Ganz und gar unhäuslich ist allerdings das zweite Thema, das mich in der letzten Woche umgetrieben hat: Recht spontan und schon Mitte der kommenden Woche fliege ich nach Südafrika. 
Auch wenn der Schnee am Kap dieses Wochenende meine Vorfreude ein kleines bisschen getrübt hat (Ganz ehrlich – Schnee in Afrika??? Das passt nicht wirklich in mein Bild, auch wenn mir klar ist, dass der Winter sich in der südlichen Hemisphäre gerade in den letzten Ausläufern befindet, genau wie bei uns der Sommer.), freue ich mich ganz unheimlich. Es ist für mich das erste Mal im subsaharischen Afrika und auch wenn ich nur eine Woche habe und sicherlich nicht alles sehen kann (das versuche ich aber auch gar nicht), ist es eine wunderbare Möglichkeit. Can´t wait. 
Entsprechend habe ich in den letzten Tagen mehrere Reiseführer gelesen um meine freie Zeit so gut wie möglich nutzen zu können. Wie bei jeder Reise freue ich mich ganz unheimlich über jeden Tipp, den ich von Dir bekomme. Ich werde wahrscheinlich in und um Kapstadt bleiben.

Ausgemistet. 
Selbst, wenn mein Auslandsaufenthalt für nichts anderes gut gewesen wäre (und ich finde, dass er für ganz viele Dinge mehr als gut und großartig war), dann hätte er zumindest dazu gedient mich darauf aufmerksam zu machen, dass ich viel zu viel besitze. Kleidung, Beautykram, Dekoration, Vasen…eigentlich hatten wir von allem zu viel. 
Im letzten Monat haben wir habe ich unendlich viel aussortiert, verkauft, verschenkt uns und unsere Wohnung erleichtert. Natürlich bin ich bei Weitem noch nicht fertig (mir wird ganz anders, wenn ich an die Küche und die unzähligen Backformen denke), aber langsam sind wir auf einem guten Weg. Noch bin ich nicht an der Stelle angelangt, dass ich nur noch Dinge besitze, die mich glücklich machen – aber ich arbeite daran. 
Beispielsweise besitze ich nicht nur perfekte Kleidungsstücke, die zu 100% all meinen Kriterien an Passform, Materialien und Nachhaltigkeit entsprechen. Mich jetzt von ALLEM zu trennen, was nicht allen drei Punkten zu 100% entspricht und mich deswegen nicht so glücklich macht, wie es vielleicht könnte – das ist kein Ansatz, den ich verfolgen möchte oder der in meinen Augen Sinn macht. 
Wenn ich ein bisschen weiter fortgeschritten bin im Prozess (Küche, Keller und Lagerraum fehlen mir noch – Schlafzimmer/Kleiderschrank, Wohnzimmer, Abstellraum, Badezimmer und Flur sind schon durch), veröffentliche ich auch gerne mal einen Beitrag zum Thema Ausmisten. Was meinst du?

Was ich in dieser Woche mache.

Tatsächlich nichts. Außer dem Abarbeiten eines riesigen Stapels, der sich wie von Zauberhand gebildet hat, steht fast nichts auf dem Programm. 

Ende der Woche feiert M. Geburtstag. Bereits der siebte, den wir gemeinsam feiern und ich freue mich ehrlich gesagt schon sehr darauf. Nicht nur, weil seine Parties in der Regel sehr viel besser, ausdauernder und länger sind als meine – sondern auch, weil es mich glücklich macht zu sehen und zu erleben, wie wir zusammen erwachsen werden und geworden sind. 
Zur Feier des Tages werde ich wohl auch – nach einer gefühlten Ewigkeit – mal wieder einen Kuchen backen oder vielleicht auch zwei. Der wahre Star des Kuchensektors in unserem Haushalt ist allerdings der M.: Nur ein Mal im Jahr, aber dann mit Hingabe. Zu seinem Geburtstag bäckt er für seine Kollegen mit unglaublicher Ausdauer aufwändige und komplizierte Rezepte, die meist unendliche Mengen an Butter und Zucker enthalten – so wahnsinnig lecker. 

Ausmisten. 
Immer weiter ausmisten. Auch wenn ich vermutlich am Wochenende eine kleine Flohmarktpause machen werde (im letzten Monat waren wir tatsächlich jeden Samstag bei einem Flohmarkt in München zum Verkaufen) will ich noch ein bisschen was loswerden und ins Sozialkaufhaus bringen. 


Was mich in dieser Woche bewegt hat. 

Familiytime. 
Eigentlich wollten wir am Sonntag in die Natur, in die Berge, ein bisschen durchatmen. Aus meinem „nur fix das Wohnzimmer ein bisschen aufräumen“ ist ganz spontan eine 12 Stunden-Ausmist-Session geworden und wir haben den Sonntag zu Hause verbracht. Auch wenn „den ganzen Sonntag ausmisten und aufräumen“ nicht so wahnsinnig sexy klingt, sind es doch solche Tage, die mich unheimlich viel geben. 
Wir haben den Tag zu Dritt verbracht, immer wieder zwischendurch mit dem Hundekind geschmust, gespielt, spaziert – Familiytime vom Feinsten. 

Heute früh bin ich das erste Mal seit langem zu einer Temperatur im einstelligen Bereich aufgestanden. Mit Jeans und Wollpullover habe ich meinen Kaffee auf dem Balkon getrunken und die Sonnenstrahlen genossen. Jetzt bricht langsam der Herbst an und so sehr ich mich darauf freue gemütlich eingekuschelt zu Hause zu sitzen und dem Regen zuzuhören – so sehr und bewusst genieße ich jetzt auch noch die Sonne. 

Alte Freunde. 
Anfang der letzten Woche habe ich eine Freundin getroffen, eine ehemalige Kollegin. Wir hatten uns fast 1,5 Jahre nicht mehr gesehen – nicht, weil wir nicht wollten. Vielmehr, weil das Leben manchmal so schnell ist, ich viel unterwegs war und wir einfach keine Zeit gefunden haben. Umso schöner war es jetzt. 
Immer wieder bin ich davon berührt, dass es Menschen in meinem Leben gibt, die ich lange nicht sehe – und die dennoch so vertraut und nah sind, wenn ich sie sehe. Solche Momente, Mittagspausen, Weinschorlen am Abend…das gibt mir unheimlich viel.