Tagesausflüge aus Amman: Ein Nachmittag am Toten Meer.

Wer nach Jordanien (oder auch nach Israel) fährt, der muss ans Tote Meer. Die Erfahrung ist absolut einzigartig. Wie schwerelos liegt man im Wasser, treibt ganz langsam und kann komplett loslassen. Auch wenn man vielleicht schon mal in einem Spa im Solebecken geschwebt ist – die Natur ist nochmal beeindruckender.
Der Zugang zum Toten Meer ist ausschließlich über Hotels, Spas und Resorts möglich. Die meisten bieten einen (kostenpflichtigen) Zugang für Nicht-Hotelgäste an. Ich habe inzwischen schon verschiedene Ressorts ausprobiert und mag das Preis-Leistungs-Verhältnis im O Beach. Für 20 JD pro Person bekommt man Handtücher, kann den Strand (inklusive Schlamm-Einreibung) nutzen und den ganzen Tag an den diversen Pools verbringen. Selbstverständlich ist die Nutzung der Duschen, Umkleidekabinen und Sanitäranlagen inklusive. Für 5 JD mehr gibt es auch noch einen Lunch dazu.
Ich empfehle einen Ausflug am Mittag/Nachmittag; der Sonnenuntergang ist wirklich schön anzuschauen und es lohnt sich ein bisschen länger zu bleiben. Eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist nicht wirklich möglich – am Besten ist es, man einigt sich in Amman mit einem Taxifahrer auf eine Tagespauschale. Dann wartet der Fahrer vor dem Hotel und bringt einen am Abend zurück in die Hauptstadt.

Tagesausflüge aus Amman: Madaba und Mount Nebo

Mount Nebo – der Ort von dem aus Moses der Geschichte nach das erste Mal einen Blick auf das Gelobte Land geworfen hat. Wer bis ganz nach vorne an die Felsklippe geht und die schier endlose Weite betrachtet, dem stellt sich eventuell die Frage, wie begeistert Moses wohl gewesen sein wird, als er die Ödnis der Wüste gesehen hat. Es gibt drei Erklärungsmöglichkeiten: Entweder er war nicht wirklich begeistert, er mochte die Wüste oder – und das wird die wahrscheinlichste Erklärung sein – er hat nicht genau an diesem Punkt gestanden und hat auch nicht die Wüste gesehen, sondern das fruchtbare Jordantal. Der Ausblick ist nichts desto trotz gigantisch und es herrscht eine schöne Stimmung. ‚
Nach Madaba sind es nur wenige Autominuten und die Stadt ist ein kleines Künstlerparadies. Schon seit je her ist Madaba für Mosaike und Mosaikkunst bekannt: In einer Kirche kann man eines der ältesten Mosaike der Welt bestaunen, auf dem die erste Karte der Großregion inkl. Palästina und Ägypten zu sehen ist.
Mit dem JordanPass ist der Eintritt inklusive. Eine Anreise nach Madaba ist mit öffentlichen Bussen möglich, von Madaba aus kann man für wenige JD ein Taxi zum Mount Nebo nehmen.

Jerash und Ajloun

Die größten noch erhaltenen römischen Ruinen der Welt außerhalt Italiens? Stehen in Jerash. Es ist eine komplette Stadt erhalten, deren Ausmaße wirklich beeindruckend sind. Man geht durch alte Alleen und Säulenhallen, sieht die Überreste von Tempeln. Badehäusern, einer Rennbahn und Theatern. Man braucht mindestens vier Stunden um sich einen groben Überblick zu verschaffen.
In Ajloun steht eine gut erhaltene Festung der christlichen Kreuzfahrer. Sie war Teil einer Verständigungskette von Kairo bis Damaskus: Wenn das Feuer auf dem höchsten Turm erleuchtet wurde, konnte das von der nächsten Burg der Kette aus gesehen werden – eine uralte Form Nachrichten zu überbringen. Von Kairo nach Damaskus konnte ein Signal so innerhalb weniger Stunden übermittelt werden.
Mit dem JordanPass ist der Eintritt an beiden Stellen inklusive. Eine Anreise mit öffentlichen Bussen ist zu beiden Städten möglich.

Al Salt

Erst vor wenigen Wochen habe ich das kleine Städtchen entdeckt – und es war Liebe auf den ersten Blick. Kleine verwinkelte Gassen, ein authentischer Markt im Tal, wunderschöne Ausblicke und ausgesprochen freundliche Menschen. Al Salt wirkt fast schon ein bisschen mediterran, wie es sich an zwei gegenüberliegende Hügel schmiegt.
Eine Anreise aus Amman ist mit öffentlichen Bussen möglich.