Im Oktober ist es tatsächlich schon ein ganzes Jahr, in dem ich von zu Hause aus arbeite. Wenn ich ganz ehrlich sein soll, kommt es mir noch gar nicht so lange vor, dass ich diese Entscheidung getroffen habe. Das Jahr ist tatsächlich an mir vorbei geflogen und ich konnte gar nicht so schnell schauen, wie sich alles verändert hat. Was mir aber eigentlich vom ersten Tag an klar war, war dass ich ein Arbeitszimmer oder zumindest einen Arbeitsbereich brauche, in dem ich mich wohl fühle und der es mir ermöglicht konzentriert zu arbeiten. 

Mein Arbeitszimmer macht mich zu einem Harry Potter der Lifestyleblogger: Ich habe meinen Arbeitsplatz in der ehemaligen Abstellkammer. Nicht unbedingt, weil ich es so wahnsinnig toll finde dort, sondern weil die Abstellkammer der einzig mögliche Ort für mein Arbeitszimmer war. Mir war es wichtig eine kleine räumliche Trennung zwischen meinem Arbeitsplatz und unserer Wohnung zu schaffen – bei zwei Zimmern blieb dann nur die Abstellkammer. Ich habe einen neuen Boden verlegt, gestrichen und die Tür zur Abstellkammer in den Keller verfrachtet. Jetzt fühle ich mich wohl und gehe richtig gerne zum Arbeiten in meine Kammer. 
Für mich waren ein paar Punkte bei der Einrichtung von meinem kleinen Office-Space ganz besonders wichtig: 

1. Ich will es hell. 

Leider war es nicht möglich meinen Schreibtisch und Arbeitsplatz direkt am Fenster einzurichten. Das wäre natürlich das Optimum gewesen – aber man kann eben nicht alles haben. Um es trotzdem möglichst hell zu haben, bin ich bei der Einrichtung auf „weiß“gegangen. Weiße Wände, ein heller Boden, ein heller Tisch und ein weißer Schreibtischstuhl. 

2. Ich habe ein einheitliches Farbschema. 

Der Grundton ist weiß. Habe ich ja eh schon gesagt. Aber ich habe es auch ansonsten nicht so wahnsinnig bunt: Rosa und ein bisschen Kupfer sind im Wesentlichen die beiden Farben, die im Office Space dominieren. Auf so kleinem Raum wie ich ihn zu Verfügung habe, muss man aufpassen, dass es nicht zu überladen und voll wirkt. 

3. Ich räume jeden Abend auf. 

So wahnsinnig viel Platz habe ich nicht – damit es nicht nach noch weniger aussieht und ich morgens nicht vom Chaos erwartet werde, mache ich jeden Abend ein bisschen Ordnung. Ich habe nicht so wahnsinnig viel Zeugs im Office und jedes Stück hat einen ganz festen Platz. Damit das Aufräumen ein bisschen mehr Spaß macht, habe ich mir ein paar hübsche Accessoires in Kupfer besorgt. Mich selbst austricksen funktioniert ganz gut. 

4. Ich mache es mir nett. 

Frische Blumen müssen natürlich nicht sein. Deko muss nicht sein. Aber was muss schon sein? Ich verbringe wahnsinnig viel Zeit an meinem Arbeitsplatz, dann möchte ich es auch schön haben und mich freuen, wenn ich morgens in meinen Office Space komme. Deswegen gönne ich mir frische Blumen, ein bisschen Deko-Schnick Schnack und ein kleines Regal, das keinerlei Funktion hat, als mich zum Lächeln zu bringen. 

5. Ich weiß, was ich zu tun habe. Und ich mache es mir einfach. 

Über lange Zeit habe ich nur mit meinem MacBook gearbeitet, immer nur auf dem kleinen Bildschirm. Das geht natürlich ganz ohne Frage – es ist aber anstrengend für die Augen. Wenn ich auf Reisen bin, arbeite ich noch immer mit dem kleinen Mac – im Office bin ich aber inzwischen sehr happy darüber einen größeren Bildschirm zu haben. Ich habe einfach meinen externen Bildschirm aus Zeiten des Studiums wieder ausgegraben, der ist nicht mehr ganz auf dem neusten Stand der Technik, aber im Moment eine gute Zwischenlösung. So kann ich an Bildern und Texten parallel arbeiten, habe alles im Blick und bin sehr viel weniger gestresst. 
Zum Stressabbau dient auch meine DIY-Korkpinnwand. Ich habe mir für die einzelnen Wochentage kleine Pinnwände gebastelt und bin mit dem Ergebnis wirklich happy. Die große Pinnwand über meinem Schreibtisch ist eigentlich mehr ein Offline-Moodboard und eine Erinnerung an ein paar schöne Erlebnisse und Events als ein tatsächlicher Platz für todos und Informationen. Die kleinen Pinnwände sind die perfekte Ergänzung.