Es glitzert und jeder meiner Schritte wird geschluckt. Fast dumpf erscheint das Knirschen und Knacken. Neben mir springt der kleine Hund durch den Schnee, seine Freude ist ansteckend und ich muss grinsen. Ja, so darf ein Montagmorgen sein.

Gedacht:

Neben drei Serien bei Netflix (was genau, siehst du weiter unten) hat mich auch in dieser Woche wieder eine Doku zum Nachdenken angeregt. Nachdem es am letzten Wochenende das Fyre Festival war, habe ich an diesem Wochenende „The True Cost“ gesehen. Eine Doku, die über die Produktion von Fast Fashion in Billiglohnländern erzählt.

Und auch, wenn nichts für mich grundsätzlich Neues erzählt wurde, hat mich die Doku berührt, betroffen gemacht und zum Nachdenken angeregt. Gezeigt und angesprochen werden nicht nur die desaströsen und teilweise menschenunwürdigen Bedigungen, unter denen die Arbeiter in den Bekleidungsindustrie leben und arbeiten. Es werden auch immer wieder die Auswirkungen gezeigt, die diese Form der Produktion auf die Umwelt und unseren Planeten hat.

Nachhaltigkeit ist ein kompliziertes Thema. Eines, bei dem man gerade als Blogger sehr genau unter die Lupe genommen wird und bei dem jeder Schritt überwacht und bewertet wird, den man macht?
Sie sagt, sie lebt nachhaltig aber FLIEGT in den Urlaub? Sie sagt, sie lebt nachhaltig, aber dann trägt sie nicht ausschließlich und immer nur Fair Fashion? Sie lebt nachhaltig, aber sie kauft nicht immer und ausschließlich in einem verpackungsfreien Supermarkt und beim Bio-Bauern?
Ich habe nicht den Anspruch von jetzt auf gleich komplett nachhaltig zu leben. Ich möchte nicht „auf einen Zug aufspringen“ weil Nachhaltigkeit gerade im Trend liegt. Ich möchte nicht jeden Aspekt in meinem Leben ändern. Vielmehr bin ich der Meinung, dass es auch kleine Schritte gibt, die man gehen kann. Kleine Veränderungen und Anpassungen, die viel bewegen.

Gemacht:

Im Rathaus für die Artenvielfalt unterschrieben. Sollte jeder Münchner machen. Die Schlange sieht lang aus, tatsächlich geht es unheimlich fix, ich war selbst überrascht. Ausweis nicht vergessen!

An meinen Neujahrsvorsätzen festgehalten und trotz immer mal wieder fehlender Motivation in den verganenen Wochen schön brav das Lauftraining durchgezogen. In der letzten Woche nur drei statt wie geplant vier Einheiten – die entzündeten Mandeln haben mir einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Einen Spaziergang am Sonntag durch den Park von Schloss Nymphenburg. Ich bin gestern Morgen – für mich vollkommen überraschend – in einem verschneiten München aufgewacht. Powder vom Feinsten hat mich am frühen Nachmittag aus dem Haus und eine große Runde durch den Park getrieben. Wieder ein Mal festgestellt, wie gerne ich in München wohne und mich gleichzeitig wieder neu in die Stadt verliebt.

Gekauft:

Nichts. Nichts von Belang.
Lebensmittel und ein Verlängerungskabel, Weichspüler und Druckerpapier. In den letzten Wochen bin ich einfach nicht in Einkaufslaune. Vielleicht, weil ich so viel habe und es versuche zu reduzieren. Vielleicht, weil ich – in diesem Jahr gefühlt noch mehr – davon genervt bin, dass jetzt schon wieder alles voller Frühlingssachen und Sandalen ist in den Geschäften. Ich weiß, dass ich die niedlichen Mules, die ich jetzt kaufe, schon wieder vollkommen vergessen haben werde, bis ich sie tatsächlich tragen kann. Die logische Konsequenz für mich ist, sie entweder in einem Zug mit einem Ticket nach Afrika (Namibia, Kenia und Uganda wären definitiv auf meiner Liste) oder in den Iran zu kaufen…oder sie eben stehen zu lassen. Aus Zeitgründen kaufe ich gerade kein Ticket und daher auch keine Mules.

Gesehen:

Viel…sehr viel. Dank einer Mandelentzündung habe ich drei komplette Tage im Bett verbracht. Teil schlafend, großteils mit Netflix.

You.
Ein bisschen creepy, ein bisschen verwirrend (Dan aus Gossip Girl und Emily aus Pretty Little Liars in der gleichen Serie, das war zu viel für mein Fieber-Hirn) und irgendwie doch mit großem Suchtpotenzial.
Kurz: Er verliebt sich in sie…und bringt sie durch verschiedene Stalking-Methoden und den ein oder anderen Mord dazu ihn auch zu lieben.

Sex Education.
Ein Tag, alle Folgen. Man sieht erstaunlich wenig Sex (der Titel hatte mich in jedem Fall irgendwie mehr vermuten lassen), dafür Teenager mit Teenager-Sex-und -Liebes-Problemen. Es ist nett, man kann mitlachen und ein bisschen mitfühlen – unglücklich verliebt waren wir als Teenager wohl alle oder?

Designated Surviver.
Auch wenn ich für Serien mit permanenten Cliff Hangern eigentlich nur wenig übrig habe, hat es mich hier doch für eine Staffel gepackt. Ich wollte wissen, wer der Böse ist und wollte den neuen Präsidenten auch irgendwie erfolgreich werden sehen.
Die zweite Staffel hat mich dann leider ein bisschen enttäuscht, die Geschichte hat an Spannung verloren und ich habe nach zwei oder drei Folgen abgeschaltet. Aber die erste Staffel war richtig gut.