Als Kind habe ich Auberginen und Zucchini gehasst: Mein Opa hatte in seinem Garten unzählige Auberginen- und Zucchinipflanzen und gefühlt haben wir den ganzen Sommer nichts anderes gegessen. Das ist natürlich vollkommener Blödsinn, als Kind hat es sich aber so angefühlt und ich mochte einfach die Konsistenz überhaupt nicht. Egal wie viel Mühe sich meine Oma mit den Gewürzen gegeben hat – ich habe das Gemüse immer stehen gelassen. Zu Auberginen habe ich erst Jahre später gefunden – über eingelegte Auberginen auf dem Teller mit den gemischten Antipasti beim Italiener. Und heute? Heute gehören Auberginen und Zucchini zu meinen liebsten Gemüsesorten. Zusammen mit der leicht scharfen Soße, die ich heute mitgebracht habe schmeckt die Aubergine übrigens kein bisschen langweilig, sondern wirklich fantastisch.

Die letzten Tage haben mich überrascht: Der Sommer kam ganz plötzlich um die Ecke und war von jetzt auf gleich bei uns. Temperaturen an der dreißig Grad-Marke, warme Abende auf dem Balkon und ein Schluck Rosé mit Eiswürfeln. Und das Bedürfnis nach einem schnelle Abendessen, das nicht zu schwer ist und nicht im Magen liegt.
Als ich die Auberginen in unserer Bio-Kiste gesehen haben, ist mir ein Rezept in den Sinn gekommen, das ich schon sehr lange ausprobieren wollte. Seit etwa einem Jahr habe ich das Buch “Gemüse kann auch anders” aus dem GU Verlag: Drin sind über 200 vegetarische und vegane Rezepte, die überraschen. Ich habe schon wirklich viele Rezepte ausprobiert und wurde bis jetzt noch nicht enttäuscht. Zu unterschiedlichen Gemüsesorten gibt es jeweils etwa sechs Rezepte, die sich in ihrer Zubereitungsart und den Geschmäckern so stark unterscheiden, das ich manchmal ganz überrascht bin, dass es sich tatsächlich um das gleiche Gemüse handelt.

Den Auberginen-Salat hatte ich schon lange im Auge – ein schnell zubereitetes Gericht, das durch hochwertige und frische Zutaten überzeugt. Genau mein Geschmack.

Rezept für einen Auberginensalat mit Kichererbsen

Zutaten:
600 g Auberginen
1 Dose Kichererbsen
1 kleine Bio-Orange
100 g getrocknete und eingelegte Tomaten
60 g getrocknete Datteln
4 EL Olivenöl
schwarzer Pfeffer
2 EL Granatapfelmelasse
2 EL Tomatenmark
1/2 TL Ceylonzimt
1/2 TL Cayenne Pfeffer
1/2 Bund glatte Petersilie
150 g griechischer Joghurt
1 TL Baharat
1 TL Kreuzkümmelsamen
1 TL Schwarzkümmelsamen

Zubereitung:
1. Wasch die Auberginen und schneid sie in 1 cm dicke Scheiben. Salz sie von beiden Seiten und lass die Auberginen für 10 Minuten ruhen.
Gies die Kichererbsen ab und wasch sie gut.
Wasch die Orange und reib ca. 2 cm Schale ab. Dann presst du die Orange aus.
Entkern die Datteln und schneid sie in schmale Scheiben.

2. Wasch das Salz von den Auberginenscheiben ab und trockne sie mit einem Küchentuch.
Gib ein bisschen Olivenöl in eine heiße Pfanne und grill die Auberginen darin von jeder Seite etwa 1 Minute, bis sie eine schöne Farbe haben.
Lass sie Aubergine abkühlen und würz sie mit Pfeffer und Salz.

3. Vermisch für die Soße 2 EL Olivenöl mit Granatapfelmelasse, Tomatenmark und Orangenschale. Rühr etwa 4 EL Orangensaft unter, dann würzt du das Dressing mit Salz, Pfeffer, Zimt und Cayenne.

4. Richte die Auberginen auf einer Platte an, streu die Kichererbsen, die Datteln und die getrockneten Tomaten dazwischen. Beträufel alles mit dem Dressing und bestreu die Platte mit gehackter Petersilie.

5. Verrühr den Joghurt mit etwas Bahrat und löffel ihn auf den Salat.
Röste den Kreuzkümmel und den Schwarzkümmel mit etwas Öl kurz an und streu ihn auf das fertige Gericht.