Hotelbars waren lange eine Gruppe für sich: Entweder traurig und unfassbar öde oder irgendwie ein bisschen verrucht. Aber selten wirklich cool. Nicht so, dass ich wirklich hingehen wollte um dort zu Essen oder einen Drink zu nehmen. Gefühlt hat sich das in den letzten Jahren geändert.

Durch einen Zufall (ein Konzert im Gasteig) bin ich auf die Juliet Rose Bar gestoßen – die Hotelbar im Hilton am Gasteig. Es war das Mid Century Interior, das mein Interesse geweckt hat und ich hatte mir schon ewig vorgenommen mal „bei Tageslicht“ vorbei zu gehen und der Bar eine Chance zu geben.
Vielleicht ist Bar auch gar nicht der korrekte Begriff: Es ist ein Café, ein Restaurant, eine Bar. Ein Rund-um-die-Uhr-Erlebnis sozusagen.

Ein kleines Detail, das für mich den großen Unterschied macht:
Der Service. Sehr herzlich, sehr persönlich. Ich wollte eigentlich zum Frühstück kommen (das gibt es von 9:00 – 11:00), war aber ein wenig spät dran. Entsprechend habe ich von der Mittagskarte bestellt. Später stellte sich im Gespräch mit dem Kellner heraus, dass es natürlich möglich gewesen wäre noch von der Frühstückskarte zu bestellen. Der Kommentar war „Wir machen das sehr gerne für Sie möglich.“ Das ist ein Service-Gedanke, den ich sehr schätze.

Trotzdem hatte ich einen Burger. Den Wagyu-Burger mit Wildkräutern in einem frischen Brioche-Bun – wirklich gut. Dazu gab es Fries, die zu den besten gehörten, die ich in der letzten Zeit gegessen habe. Wunderbar knusprig, kein bisschen lasch. Nicht zu viel Salz, aber eine angenehme Würze, irgendwo habe ich ein bisschen Trüffel geschmeckt.

Juliet Rose Bar – Rosenheimer Str. 15, 81667 München