Frühstücken gehen am Samstag, den Tag ein bisschen entspannter und langsamer starten bevor all die Erledigungen getätigt werden, die der Tag mit sich bringt. Ein bisschen haben wir es in den letzten Wochen und Monaten zur Tradition werden lassen. Eine wunderbare Tradition – eine, die uns am vergangenen Samstag zu „Ask for Anna“ verschlagen hat.

Das Quinoa kommt von einem Bauern bei Freising, das Gemüse ist regional und den Hof, von dem das Hühnerfleisch stammt, hat Anna sich selbst angeschaut. Regionalität und Saisonalität sind ihr wichtig – und irgendwie glaubt man ihr das einfach.
Das Café bietet Plätze für vielleicht zehn bis fünfzehn Personen, klein ist es. Gemütlich. Anna steht hinter der Theke und bereitet die Rühreier zu, die später auf unserem Teller landen. Keine fancy Küche, kein Koch. Eine Kochplatte und Anna eben.

Ich habe eine Schwäche für übersichtliche Karten. Wann immer ich in einem Café oder Restaurant bin, dessen Karte sich über fünfzehn Seiten erstreckt, bin ich verwundert. Sind die Gerichte wirklich alle frisch zubereitet? Sind sie alle gleich gut oder hat der Koch nicht vielleicht doch ein paar Spezialitäten, die er besonders gut macht?
Bei „Ask for Anna“ ist die Karte übersichtlich: Ein paar Gerichte stehen auf der Frühstückskarte (Rührein, Overnightoats, Bananenbrot, Avocado Brot, Pancakes…) und jeden Mittag gibt es zwei Bowls zur Auswahl. In der Theke habe ich noch ein paar Kuchen gespotted – fertig. Das reicht und ist verdammt lecker.

Ask for Anna – Augustenstraße 5, 80333 München