Heute ist Muttertag. Der „Feiertag“, der für uns in den letzten 30 Jahren nur ein einziges Mal ausgefallen ist: Als ich mit 15 am Muttertag meine Konfirmation hatte. Ganz abgesehen davon habe ich jeden Muttertag zusammen mit meiner Mama verbracht und gemeinsam mit ihr gefeiert. Als Kind wurde ich von meiner Oma bei den „Vorbereitungen“ unterstützt und wir haben gemeinsam gebastelt. Inzwischen bastele ich weniger – wahrscheinlich zur großen Freunde meiner Mama – sondern lege vor allem Wert darauf, dass wir den Tag gemeinsam verbringen und uns etwas gönnen. Mal sind wir nur zu Zweit, mal verbringen wir den Tag zusammen mit meiner Oma – schließlich ist sie auch Mutter und darf gefeiert werden.

Heute sind wir nur zu Zweit. Wir beide – und der kleine Hund.
Meine Mama ist schon seit Donnerstag in München und hat mich die letzten beiden Tage bei einem großen Projekt unterstützt, vielleicht bei einem der größten, die ich je umgesetzt habe. Und heute feiern wir gemeinsam: Die Liebe, die uns verbindet. Die unendliche Unterstützung, die sie mir jederzeit und immer gibt – ungefragt, ohne Gegenleistung und ohne etwas dafür zu fordern. Heute bedanke ich mich für all das, was meine Mama mir gibt. Immer.

Mütter und Töchter haben nicht immer eine einfache Beziehung – auch ich nicht. Als Teenager wusste ich natürlich alles besser und habe mir bei vielen Kleinigkeiten geschworen mich niemals so zu benehmen, wenn ich erwachsen werde. Auch am Wochenende früh aufzustehen, damit man etwas vom Tag hat – das fand ich albern und unglaublich spießig. Ich wollte mein Leben genießen, feiern und ausschlafen.
Und natürlich habe ich es genossen zum Studium auszuziehen, in einer WG zu wohnen und mich meinem Studentenleben in vollen Zügen auszuleben. Ich bin nach Lissabon gezogen, dann nach München, habe mein Studium erfolgreich abgeschlossen, angefangen zu arbeiten – und auch wieder aufgehört und mich selbstständig gemacht.

Und ich bin immer wieder gerne nach Hause gekommen. Nach Hause zu meiner Mama. Es gab Jahre in denen ich mehr Zeit in Saarbrücken verbracht habe und solche, in denen ich es kaum alle drei Monate geschafft habe. Zwischen meinen Stationen in Lissabon und München bin ich sogar für zwei Monate wieder zu Hause eingezogen. Ich habe all meine Entscheidungen selbst getroffen – aber nie ohne den Rat und die Meinung meiner Mutter einzuholen. Mehr als ein Mal habe ich ihren Rat nicht befolgt und mich in eine andere Richtung gewandt. Trotzdem hat meine Mama mich immer und unter allen Umständen unterstützt. Dafür empfinde ich eine unendliche Dankbarkeit.

Es ist nicht immer einfach mit mir. Es läuft nicht immer alles glatt und problemlos – aber ich habe eine Mama die bedingungslos hinter mir steht und mich nicht nur unterstützt, sondern auch auffängt, wenn es nicht ganz rund läuft.
Danke Mama, ich liebe Dich.