Ein Montag wie er im Buche steht:
Wir haben den Sonntag Nachmittag ausmistend im Keller verbracht, der Keller ist jetzt leer – dafür steht das komplette Wohnzimmer voll. Die Tasche vom letzten Wochenende ist noch immer nicht ausgepackt, daneben türmen sich zwei Berge Wäsche: Sauber und noch zu waschen. Eine ganze Armee von Päckchen wartet darauf ausgepackt zu werden und in der letzten Nacht wurde mein Server gehackt und ich komme nicht in den Admin-Bereich meines Blogs. Es ist Montag.

Montage. Der zweite im neuen Jahr, nein sogar schon der dritte. Die dritte Woche bricht an und ich nehme mir einen Moment um durchzuatmen. Ganz langsam, ganz tief. Ich habe mir für 2018 fest vorgenommen mich weniger zu ärgern. Über mich, über die Umstände, über andere. Es wird ja nichts besser, nur weil man sich ärgert.
Stattdessen atme ich tief ein und mache das beste aus der Situation. Der Beitrag kann nicht wie geplant um halb sieben am Morgen von mir direkt online getippt werden. Das macht nichts, dann tippe ich ihn eben im Textverarbeitungsprogramm. Dann lade ich ihn eben später hoch, die letzten Wochen waren eh unregelmäßig; auf einen Tag kommt es nicht an. Ich ärgere mich nicht, nur weil ich es mir anders vorgenommen habe.

Montagmorgen und ich wäre gerne im Fitnessstudio gewesen. Hatte ich mir fest vorgenommen, heute morgen um sieben wollte ich auf dem Radl sitzen, endlich wieder. Habe ich nicht gemacht. Weil ich Ausreden gefunden habe. Ich könnte mich ärgern, oder eben einfach ein bisschen später gehen – der Blog ist ja eh nicht zu erreichen für mich und ich kann den Beitrag nicht online stellen, wir erinnern uns.

Ich halte für einen Moment inne und tapse dann in die Küche. Barfuß, ohne den Gips.
So ein gutes Gefühl, ich fange an zu lächeln. Den Gips bin ich los, noch ein bisschen wacklig auf den Beinen, ich kann noch nicht voll belasten, noch nicht über lange Strecken laufen. Aber es wird und ich freue mich in diesem Moment ganz einfach darüber, welche Fortschritte ich mache.
Der dritte Montag im neuen Jahr und ich freue mich darüber, dass ich mich spontan für einen frischen Smoothie entscheide: Viel Grün, wenig Obst. Der erste Schluck macht mir klar: Easy like Monday morning.
Ich nehme dann jetzt mal die Arbeit für den heutigen Tag in Angriff, den Rest mache ich später. Easy like Monday morning.