Ich nehme mir zu wenig Zeit für gute Drinks.
Ich nehme mir auch zu wenig Zeit für schlechte Drinks. Ich denke, dass ich mir im Allgemeinen zu wenig Zeit für Drinks nehme. Einfach mal früher Feierabend machen, die letzten Sonnenstrahlen auf dem Königsplatz einfangen – mit einem Drink in der Hand. Oder die Stufen zur Bavaria hochsteigen und oben sitzen, bis die Sonne untergeht. Oder vielleicht auch mit einem Aperol Spritz in der Hand im Hofgarten darauf warten, dass die Sonne untergeht.
Ich möchte mir mehr Zeit nehmen die kleinen Freuden des Lebens und des Alltags zu genießen – mit und ohne Drink in der Hand.

Oberteil – more&more
Hose – Zara, ähnliche hier
Schuhe – Pura Lopez, ähnliche hier

Einfach mal die Zeit anhalten, das eiskalte Glas in der Hand und die Menschen vorbeiziehen lassen.
Für eine halbe Stunde nicht an die unbeantworteten Mails, die nächste Deadline oder den Termin am Ende der Woche denken. Abschalten. Einatmen. Ausatmen.
In unserem Kurzurlaub in Südtirol haben wir genau das gemacht: Die letzten Sonnenstrahlen vor dem Abendessen einfangen mit einem Aperitif in der Sonne. Den Tag Revue passieren lassen und darüber reden, was man schönes erlebt hat. Nochmal gemeinsam lachen über ein kleines Missgeschick beim Frühstück oder sich darüber austauschen wie anstrengend der letzte Aufstieg bei der Wanderung war. Der Aperitiv als Einstieg in ein gemeinsames Abendessen – aber auch als Abschluss eines gemeinsamen Tages.

Und gerade jetzt im Sommer: Die Tage werden länger, man fängt eher ein bisschen früher an zu arbeiten – wenn die Sonne so früh aufgeht, ist man auch früher wach. Entsprechend früher möchte ich einfach auch den Tag beenden und mich für die letzten Sonnenstrahlen nochmal raussetzen. Die warme Sommerluft einatmen, die wärmende Energie genießen und den Tag für mich abschließen. In der Stadt, auf unserem Balkon, am See.
Für mich ist es zu einem kleinen Ritual geworden, dass ich mir am Abend fünf Dinge überlege. Fünf Dinge, die gut gelaufen sind, die mich glücklich gemacht haben. Kleine Momente, die mich zum Lachen oder Lächeln gebracht haben. Fünf Ereignisse, die meinen Tag ein bisschen besser gemacht haben. In den ersten Tagen und Wochen musste ich überlegen und nachdenken, “fünf Dinge die mich glücklich machen” – das erschient mir wahnsinnig viel. Inzwischen erkenne ich die kleinen Freuden des Alltags immer besser und mir fallen viel schneller fünf kleine Dinge ein.
Kurz abschalten. Einatmen. Ausatmen.