Das Ziel von Meditation ist es nicht, Deine Gedanken zu kontrollieren. Das Ziel ist es, dass Deine Gedanken Dich nicht kontrollieren.

Was eigentlich einfach klingt, ist eine unglaubliche Herausforderung. An NICHTS zu denken erfordert jahrelange Übung, Hingabe, innere Ruhe. Soweit bin ich nicht, noch lange nicht. Deswegen praktiziere ich am Liebsten mit angeleiteten Meditationen im weitesten Sinne: Manchmal höre ich tatsächlich einem anderen Menschen zu, der mich durch eine Meditation leitet, manchmal setze ich eine Anleitung ganz alleine um. Besonders gerne mag ich die Duschmeditation – die lässt sich schnell und einfach im Alltag umsetzen und integrieren.

Also: Nimm Dir am Morgen fünf Minuten unter der Dusche. Fünf Minuten – diese Zeit hast du, diese Zeit nimmst du Dir.
Ein kleiner Trick den ich gerne anwende, wenn ich mir selbst sage, dass ich keine Zeit habe: Änder das Wording. Sag ich “Dafür habe ich keine Zeit!” – sondern sag “Das ist nicht meine Priorität!” Wie fühlt es sich für Dich an, wenn du sagst, dass Deine Gesundheit und Dein Wohlbefinden keine Priorität für Dich sind?
Sicherlich fühlt sich das nicht gut an. Kann es sich nicht.

Duschmeditation klingt für Dich vielleicht erstmal albern. Ich war mir auch nicht sicher, was ich zu erwarten hätte. Ich habe die Erfahrung einfach zugelassen und mich auf das Erlebnis eingelassen – was hast du schon zu verlieren? Unter der Dusche stehst du ja eh.

Stell Dir beim Duschen vor: Das Wasser, was an Deinem Körper herunterfließt, spült Stress und Angst von Deinem Körper. Konzentriere Dich darauf, wie sich das Wasser auf Deinem Körper anfühlt. Konzentriere Dich darauf, wie das Wasser fließt. Wie fühlt es sich an, wenn du den Wasserdruck erhöhst, wenn du die Temperatur veränderst. Stell Dir vor, wie die Macht des Wassers all die sorgenvollen Gedanken und Ängste von Dir abspült und mit sich nimmt. r abspült und mit sich nimmt. Stress, Wut, Frustration und Sorgen verschwinden im saugenden Strudelwirbel des Abflusses.