So oder so ähnlich.
Meine drei Lieblingsfestivals haben in diesem Sommer wieder ohne mich stattgefunden. Warum? Eine Mischung aus vielen Terminen, verpasstem Vorverkauf und einer gewissen Trägheit, die sich breitgemacht hat.
Wie gerne hätte ich mit alten Chucks und zerissener Jeans in der Menge getanzt, Dosenbier getrunken und mich von einer Mischung aus Bananen und Dosenravioli ernährt. Stattdessen Livestreams und Erinnerungen an die besten Wochenenden meines Lebens.
Der einzige Trost ist ein Mischung aus Sommerfest und Festival, das wir im Sommer hier in München haben. Im Olympiapark werden für ein paar Wochen im Sommer alle Münchner zu Hippies und gönnen sich eine Mischung aus Radler, Bio-Essen und guter Musik.

Wenn Tollwood ist, dann ist der Sommer ganz nah.
Auf unserem Balkon hört man je nach Windrichtung die Konzerte, es ist endlich wieder die Zeit des Jahres in der du noch spät in der Nacht ohne Jacke nach Hause laufen kannst. Die Zeit in der ich mich an jedem Abend wieder über die glühenden Sonnenuntergänge freue. Die Zeit von gegrilltem Fleisch, Radler am Flaucher und Sonntagen am Flaucher.

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Im Sommer fühlt es sich fast so an, als würde München Luftholen. Durchatmen. Die meisten Münchner verlassen die Stadt für die Sommerferien und die Biergärten haben Hochsaison. Nach dem Arbeitstag noch schnell an den See, ein Hendl auf der Picknickdecke essen, sich in die Schlange vor dem Eisladen stellen. Im Sommer sammelt München nochmal Kraft vor der Wiesn.

Das Tollwood ist kein Ersatz für ein “echtes” Festival. Es ist auch keine wirkliche Love-and-Peace-Veranstaltung. Aber es lässt für einen kleinen Moment vergessen, dass wir in München sind. Es lässt für einen Moment durchatmen.

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