Ich habe es langsam anlegen lassen. Mir zwischen den Jahren Zeit genommen für meine Familie. Für mich. Habe Energie getankt, meine Prioritäten und Ziele geordnet und mich für das neue Jahr aufgestellt. 2018 war – in allen Bereichen und auf ganzer Linie – nicht mein Jahr. Ich hatte keine Pläne, keine Ziele. 2018 hat mich vieles gelehrt, jetzt bin ich wieder da. Mit einer Bucketlist.

Einen anderen Kontinent besuchen.

2018 hat mich neben Europa nach Asien und Afrika geführt. Seit vielen Jahren habe ich es mir zum Ziel gemacht jedes Jahr mindestens ein neues Land zu besuchen. 2018 war ich zum ersten Mal in Ägypten, Südafrika und Kroatien. Abgesehen davon war ich in Österreich, Jordanien, Israel, Palästina, Frankreich, Spanien, den Vereinigten Arabischen Emiraten.
2019…führt mich meine erste Reise nach Jordanien (ich könnte glücklicher nicht sein), die nächste dann nach Frankreich. Und welches neue Land? Indien vielleicht. Oder der Iran.

Einen Halb-Marathon laufen.

Schon im letzten und vorletzten Jahr wollte ich einen Halbmarathon laufen. Habe mir dann nicht die Zeit für die Vorbereitung genommen und mich letztlich nie angemeldet.
Auch wenn ich es grundsätzlich ok finde, ein Ziel nicht zu erreichen, bin ich enttäuscht. Von mir selbst und meinem mangelnden Durchhaltevermögen. 2019 soll das anders werden…fingers crossed.

Ehrenamtliche Arbeit – meine Zeit geben.

Ich habe mich ehrenamtlich engagiert, seitdem ich ein Teenager bin. In den letzten zwei Jahren habe ich dieses Engagement schleifen lassen. Habe mir weniger Zeit genommen und vor allem weniger Zeit gegeben.
Ich bin in der glücklichen Situation geben zu können, das möchte ich in diesem Jahr wieder mehr tun.

Meine Angst vor Schiffen und Booten in den Griff bekommen.

Schon seit Jahren quäle ich mich mit einer Angst Schiffe und Boote zu betreten. Sie kam ganz plötzlich und ist nie wieder weg gegangen. Jede Überquerung eines Kanals, eines Sees kostet mich unendlich viel Überwindung, mehr als einen Drink und ich muss Sicherheitswesten und Rettungsboote ununterbrochen im Blick haben.
Die Angst hat mich Pressereisen absagen und Urlaubsplanungen umwerfen lassen. Ich möchte mich nicht mehr länger von einer Angst einschränken lassen.

Jeden Monat ein Buch lesen.

Nicht online, nicht auf meinem iPad. Ein richtiges Buch – eines, für das man sich Zeit nehmen will und muss. Jeden Monat ein Buch, das zum Nachdenken anregt.

Ins Autokino fahren.

Eventuell ist das tatsächlich der Punkt, der schon am längsten auf meiner Liste steht. Seit mindestens 15 Jahren. Was genau mich davon abgehalten hat, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht. Es scheint der Punkt der Liste zu sein, der sich am einfachsten und problem-freisten verwirklichen lässt. Hoffentlich 2019, endlich. Set foot on another continent.

Ein Kleid nähen oder einen Pullover stricken.

Als ich ein kleines Mädchen war, hat meine Mama viele Pullover für mich gestrickt. Für sich gestrickt – und ich habe es geliebt. Wahrscheinlich würde ich vernünftiger Weise damit beginnen einen Schal zu stricken…aber hey – vernünftig ist ja auch langweilig oder?

An meinen Arabisch-Fertigkeiten arbeiten.

In den letzten Monaten habe ich es etwas schleifen lassen, meine Karteikarten nicht mehr wiederholt und nur noch wenig gesprochen. Ich war ein bisschen faul.
Meine Reise nach Jordanien in zwei Wochen – auch wenn es leider nur ein sehr kurzer Trip ist – bietet den optimalen Anreiz mich nochmal ein bisschen reinzuknien.

Zeit nehmen, wieder Zeitung zu lesen.

Während des Studiums habe ich täglich zwei deutsche Tageszeitungen, eine amerikanische, eine britische und eine französische gelesen. Dazu einen arabischen Nachrichtensender geschaut. Natürlich, weil ich den Überblick für mein Studium und meine Arbeit gebraucht habe – aber auch, weil ich ganz einfach großes Interesse am Weltgeschehen und den unterschiedlichen Sichtweisen hatte.
Nach dem Studium habe ich meinen Zeitungskonsum reduziert, aus rationalen Gründen. Im letzten Jahr habe ich es dann aber nicht einmal mehr regelmäßig geschafft meine abonnierte Wochenzeitung zu lesen – zumindest das möchte ich in diesem Jahr wieder ändern.