Da ist was zwischen uns. Keine richtige Hass-Liebe; das wäre zu viel. Aber zwiespältig ist es, under Verhältnis. So, dass ich manchmal gehen muss. Etwas Anderes sehen, Neues erleben, Eindrücke zu sammeln – damit ich wieder zu Dir zurück kommen kann und damit ich Dich doch wieder ein bisschen mag. 

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Blazer – more&more
Hose – Hilfiger
Schuhe – alt, ähnlich hier
Tasche – Mango

München – das ist all das, was man so an Klischees im Kopf hat. Ein bisschen abgehoben und versnobbt. Voller reicher Kinder, die den Hals nicht voll bekommen und sich noch nie im Leben wirklich anstrengen mussten. München, das sind Segelschuhe, Handtaschen von Louis Vuitton und Gucci und mehr iPhones der neusten Generation, als ich jemals für möglich gehalten hätte.

Aber München ist auch den Sonnneaufgang vom Friedensengel aus sehen. In Giesing ein Bier trinken und auf dem Elisabethmarkt zwei Mal nachfragen müssen, weil man das Bayerisch der Marktfrau nicht richtig versteht. München ist mehr als Wiesn, Glamour und die selbsternannte „nördliche Stadt Italiens“.

Manchmal fällt mir die Decke auf den Kopf, wird es mir zu eng. Zu sauber, zu wenig aufregend. Dann wünsche ich mir einen Döner für einen Euro in Kreuzberg, bei dem man nicht so wirklich weiß, was da drin ist. Dann will ich Altona und St. Pauli und ein bisschen mehr Protestkultur. Manchmal fehlt mir der Ruf des Muezzin in Amman und die flirrende Hitze, die sich in den engen Gassen der jordanischen Haupstadt staut. 
Ich will raus. Habe das Gefühl in München und der politischne Gleichgültigkeit der Menschen hier zu ersticken. Will dabei sein, statt nur darüber zu lesen. MIttendrin statt nur dabei. 

Dann steige ich in den Zug oder den Flieger. Nach Hamburg und Berlin. Amman und Tel Aviv. Kapstadt und Dabei. Und wenn ich dann ein bisschen weg war, dann freue mich wieder. Auf München – vielleicht manchmal ein bisschen zu viel wahre Stereotypen, aber eben auch zu Hause.