Die Sonne geht langsam über dem Feld auf, noch ist es unangenehm frisch ganz im Süd-Westen von Frankreich an der spanischen Grenze. Ich steige in den Schutzanzug, biege um eine Ecke und kann sie im Wald schon hören – die Hühner. Die laufen und scharren und picken. Kein Zaun, der sie aufhält, noch freier können Hühner kaum sein.

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Manche Pressreisen sind anders, bieten einen echten Blick hinter die Kulissen und versorgen mich mit so viel neuen Eindrücken und Wissen, dass sich alles erst einmal setzen muss. Vor einigen Wochen war ich in Frankreich, habe eine kleine „Tour de France“ unternommen, um mir gemeinsam mit Label Rouge die Betriebe verschiedene Geflügelzüchter anzusehen, die unter dem Label arbeiten.

Geflügel ist so eine Sache. Viel zu oft hört und liest man von den furchtbaren Bedingungen, unter denen Hühner in riesigen und nicht artgerechten Aufzuchten gemästet werden, bis sie bereit sind für die Schlachtung. Viel zu häufig stand ich schon an der Fleischtheke und habe mich gefragt, wer genau allen Ernstes ein ganzes Huhn für drei oder vier Euro kauft. Und was genau die Menschen glauben, wie dieses Tier aufgewachsen und gestorben ist?!

Label Rouge ist eine Innitiative des französischen Landwirtschaftsministeriums, die ursprünglich für Geflügel ins Leben gerufen wurde. Heute werden unter dem Qualitätssiegel ganz unterschiedliche landwirtschaftliche Produkte vertrieben – die Palette reicht von verschiedenen Fleisch-Sorten bis hin zu Blumen.
Für das Geflügel der Label Rouge-Bauern herrschen wesentlich strengere Auflagen, als es bei konventionellem Geflügel der Fall ist: Die Mindest-Auslauffläche pro Tier ist doppelt so groß (acht im Vergleich zu vier Quadratmetern), die Tiere werden wesentlich länger und langsamer aufgezogen, leben an der frischen Luft (zum Schutz vor Raubtieren und als Rückzugsort in der Nacht steht Ihnen allerdings ein Haus zur Verfügung) unddie Transportwege vom Bauerhof zur Schlachtung werden so kurz wie irgendwie möglich gehalten. 

Ja, die Tiere werden geschlachtet. Natürlich – das ist das Ziel der Aufzucht. Aber sie haben vor ihrer Schlachtung ein gutes und angenehmes Leben. Davon konnte ich mich mit eigenen Augen überzeugen. 
Und wo bekommt man sie jetzt, die Hühner von Label Rouge? Zum Beispiel in einigen Märkten von Rewe, im Frischeparadies, den Lebensmittelabteilungen von Galeria Kaufhof. Der Preis für ein ganzes Huhn ist ganz ohne Frage etwas höher, als die Kosten eines konventionellen Huhns. Aber es lohnt sich. Nicht nur, weil das Tier ein besseres Leben hatte, auch geschmacklich liegen Welten dazwischen.

In Frankreich hatten wir die Chance in einer Gastronomieküche zwei identisch zubereitete Hühner gegeneinander zu verkosten: Ein konventionelles Huhn und ein Label Rouge-Tier. Der Unterschied hat mich selbst überrascht: Das Label Rouge-Huhn ist so viel saftiger und gleichzeitig feiner im Geschmack. Für mich ein klares Kaufargument. 

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Label Rouge entstanden.