Ich sitze in einem meiner liebsten Cafés, auf der Terrasse in der Sonne. Ein Tee steht neben mir und ich höre die vertrauten Geräusche: Der Muezzin, der Gastruck, jordanische Musik im Hintergrund. Ich bin zurück.

Schon am Flughafen von Amman hatte ich ein dickes Grinsen im Gesicht, ein bisschen fühlt es sich an, als würde ich nach Hause kommen. Nach acht Wochen in Deutschland bin ich zurück in der Sonne, zurück in Amman. Ein gutes Gefühl.
Auf meinem Weg zurück nach Jordanien habe ich einen kleinen Zwischenstop eingelegt: Eine Woche habe ich gemeinsam mit meinem Freund Urlaub in Ägypten gemacht. Kairo und Luxor.

Vielleicht wiederhole ich mich und wer meine Insta-Stories gesehen hat, dem ist es sicherlich schon aufgefallen: Bis auf einige kleine Zwischenfälle hatten wir eine großartige Zeit. Ägypten hat uns richtig gut gefallen, die Kulturschätze sind der Wahnsinn und allein der Gedanke an die ingenieurwissenschaftlichen Leistungen lässt mich staunend zurück.
Gleichzeitig sehe ich auch die Schwierigkeiten, in denen das Land steht: Seit der Revolution und der Berichterstattung in den westlichen Medien bleiben die Touristen an den meisten Orten aus. Das rote Meer mit den Angeboten für den Pauschaltourismus ist davon nicht so sehr betroffen wir Kairo und Luxor, Aswan, Alexandria und der Tourismus rund um den Nil. Die Menschen leiden, kämpfen ums Überleben. Die Verkäufer auf den Märkten, die Guides an den Gräbern und Pyramiden, die Kamel-Besitzer – alle struggeln. Mir ist es ein Bedürfnis zu zeigen, wie schön Ägypten ist. Zu erzählen, dass eine Reise nach Ägypten nicht mehr Gefahren mit sich bringt, als eine Reise nach Paris oder London.
In den nächsten Tagen und Wochen werde ich einige ausführliche Beiträge zu Ägypten (Kairo und Luxor), den Sehenswürdigkeiten, Cafés und Restaurants – zu allem, was man eben wissen muss – veröffentlichen. Stay tuned.

Und jetzt: Amman. Jordanien. 

  • Wie schon bei meinem letzten Aufenthalt hier, werde ich wieder in die Schule gehen. An meinen Arabisch-Kenntnissen arbeiten. Ich habe im letzten Jahr viele Fragen zu meinem Kurs bekommen, deswegen hier ein paar Key-Facts:Ich habe mich für die Ahlan Jordan Schule in Weibde entschieden.
    Neben Amman hat die Schule auch Niederlassungen in Ägypten, Marokko und Italien – vielleicht probiere ich die anderen Standorte auch einmal aus. Für´s erste bleibe ich aber in Jordanien.
  • Weibde ist ein sehr westlicher Stadtteil. Hier leben viele Expats, Botschaftsmitarbeiter, NGO-Beauftragte. Im Supermarkt findet man Brot von der Deutschen Bäckerei, es gibt fantastischen Cappucchino und wenn man möchte, kann man so tun, als wäre man nicht im Nahen Osten. Als ich im letzten Jahr in Jordanien war, habe ich in Weibde gelebt – noch habe ich keine Wohnung für diesen Aufenthalt, wahrscheinlich werde ich wieder in Weibde oder Jabal Amman wohnen. Die Stadt ist tatsächlich RIESIG und ich möchte in der Nähe der Schule bleiben um nicht mehrere Stunden täglich mit dem Taxi zu pendeln.
  • Ich werde meinen Fokus auf das Erlernen des Jordanischen Dialekts legen.
    Im Arabischen gibt es einerseits das „Modern Standard Arabic“ Fusha das zum Beispiel in den Schulen, Universitäten und Nachrichten verwendet wird. Die Bücher und Zeitungen sind in dieser Sprache verfasst. Die Menschen untereinander und auf der Straße sprechen allerdings in landestypischen Dialekten miteinander. Die Dialekte ähneln sich, ich verstehe auch die Menschen aus Palästina und Syrien, auch Ägypten ist machbar.
    Ein bisschen Fusha spreche ich schon auch, viele Wörter sind dem Dialekt ähnlich.

Meine Pläne für die nächsten Wochen? Lernen, arbeiten und reisen. Die Sonne und den Frühling in vollen Zügen genießen. Klingt nicht so schlecht, oder?