…not too little, not too much. Just right.

Manchmal ist es die Balance, die gefehlt hat. Die Balance zwischen gemütlichen Abenden auf dem Balkon – und durchtanzten Nächten. Zwischen Burgern und grünen Smoothies. Zwischen Officetagen und spontanen Ausflügen zum See. Zwischen Work und Life. Mir hat die Balance gefehlt.
Und genau in dem Moment, in dem ich für mich selbst einen neuen Weg gefunden habe, mich anderen Projekten zugewandt und weniger verbissen geworden bin…genau in dem Moment war plötzlich alles  wieder in Balance. Lagom: Not too little, not too much. Just right.

Rock – more&more
Pullover – h&m
Schuhe – Esprit
Tasche – Louis Vuitton

Selbstständig sein hatte ich mir vor drei Jahren einfacher vorgestellt. Jetzt sind es fast zwei Jahre, dass ich komplett und konsequent mein eigener Chef bin. Zwei Jahre die sich manchmal wie eine Ewigkeit anfühlen. Natürlich sind es in vielen Aspekten zwei ganz wunderbare Jahre gewesen, die ich nicht eintauschen will.
Aber eben auch zwei anstrengende Jahre. Die eigenen Arbeitsabläufe finden, die Buchhaltung in den Griff bekommen, Steuern, Finanzamt, lange Abende, kurze Wochenenden. Sich selbstständig machen ist wahrscheinlich nie ein problemfreier und vollkommen smoother Prozess, den ein oder anderen Stolperstein gibt es immer. Wenn ich auf die Zeit zurückblicke, bin ich zufrieden. Not too little, not too much. Just right.

Trotzdem war ich an einem Punkt, an dem ich etwas ändern wollte. Ändern musste. Ich war an einem Punkt, an dem ich nicht mehr glücklich war. An dem sich eine Unzufriedenheit eingeschlichen hat, die ich nicht beim Namen nennen konnte. Eine Unzufriedenheit, die mich langsam aufgefressen und fast handlungsunfähig gemacht hat. Eine Unzufriedenheit, die ich langsam überwinde.
Ich habe mir neben dem Blog weitere Projekte gesucht, an denen ich arbeite. Sprachen, die ich lerne. Ein Studium, vielleicht eine Promotion. Neue Herausforderungen die gleichzeitig eine Rückbesinnung sind. It´s all about the balance.

Wenn dieser Beitrag online geht, bin ich wahrscheinlich auf dem Weg ins Stadtzentrum von Jerusalem. Ein lang gehegter Traum, den ich endlich wahr werden lasse. Ich fliege ins „Heilige Land“ – die Wiege dreier großer Weltreligionen, ich werde einen der umstrittensten Orte der Welt sehen. Ich bin voller Vorfreude, Respekt, Nervosität – und es mischt sich auch ein wenig Angst unter. Vor dem was mich erwartet. Vor all dem, was ich in den letzten Wochen und Monaten hinter mir gelassen hab. Angst vor meinem eigenen Mut. Lagom. Not too little, not too much. Just right.