Ich kann mich nicht mehr erinnern, wann und wo ich angefangen habe Yoga zu machen. Vielleicht war es um eine ruhigen Ausgleich zum Krafttraining zu finden. Vielleicht weil ich gelesen habe, wie gut die Praxis anderen Menschen getan hat. Vielleicht um zu mir zu finden, vielleicht um zur Ruhe zu kommen. Eigentlich spielt es auch keine Rolle mehr – Yoga tut mir gut. Yoga hilft mir dabei abzuschalten und Gedanken loszulassen.

Sobald ich auf der Matte stehe, legt sich in meinem Kopf ein Schalter um: Ich bin im Flow. Ich konzentriere mich auf meine Atmung, konzentriere mich auf die korrekte Ausübung der einzelnen Bewegungen. Ich spüre die Dehnung, die Anspannung. Ich lasse los – mal mehr, mal weniger.
Nicht immer kann ich gleich beim ersten Sonnengruß die Gedanken komplett abschalten, aus dem Karussell aussteigen, manchmal brauche ich ein paar Durchläufe. Letting go is the hardest asana.

Über die Jahre hat sich für mich herausgestellt, dass ich gerne alleine praktiziere.
Wahrscheinlich auch, weil feste wöchentliche Termine für mich schwer einzuhalten sind: Ich bin viel unterwegs, habe immer wieder unter Tags oder am Abend Veranstaltungen…die Erfahrung zeigt, dass feste Termine für Yoga-Stunden dazu führen, dass ich nicht ins Studio gehe, ständig etwas verpasse und mich dann ärgere. Das ist nicht zielführend und anstrengend.
Meine Yoga-Session ganz alleine schiebe ich immer dann ein, wenn ich mir die Zeit nehme. Gerne direkt am Morgen, gerne aber auch am Abend oder in der Mittagspause – ich bin einfach super flexibel. Vor vielleicht einem Jahr habe ich mit den Videos von Mady einen für mich perfekten Channel gefunden und seitdem kein einziges Mal überlegt in ein Studio zu gehen.

Bis zum letzten Wochenende. Ich war in München beim Wanderlust-Festival. Ein „mindful triathlon“: 5 km Laufen, 75 Minuten Yoga, 30 Minuten Meditation.

Stell Dir einmal tausend Menschen vor. Tausend Menschen die gemeinsam Laufen, Yoga machen und meditieren. Tausend Menschen die ein Energiefeld erzeugen, das ich so nicht für möglich gehalten habe.   Tausend Menschen die mich dazu inspiriert haben mal wieder ins Studio zu gehen und mit anderen Menschen gemeinsam zu praktizieren – nicht jeden Tag, aber immer mal wieder.

Das Wanderlust Festival macht in den kommenden Wochen noch in einigen Städten im deutschsprachigen Raum statt: Neben Köln, Wien und Zürich stehen auch noch Frankfurt und Berlin auf dem Plan. Und ganz ehrlich: Ich hatte so viel Spaß, dass ich überlege ob ich mir eine Karte für Zürich kaufe…

*Vielen Dank an das Team vom Wanderlust-Festival für die Karte zur Teilnahme am Event in München.