Es gibt Menschen, die erstellen Listen: Pro und Contra. Die wägen ab, vergleichen, denken über ihre Entscheidungen tage- und wochenlang nach. Hin und her. Und es gibt mich: Ich bin am glücklichsten und zufriedensten, wenn ich meinem ersten Impuls folge. Meinem Bauchgefühl vertraue. Im Kleinen und im Großen. Ich mache einfach mal.

*Enthält PR-Sample und Affiliate-LInks

Kaum etwas nervt mich mehr, als zurück zu blicken und zu denken „Ach hätte ich doch mal…“.
Hätte ich diesen Menschen angesprochen. Wäre ich dem Gefühl gefolgt. Hätte ich den Flug gebucht, wäre ich in die Stadt gezogen. Ich bin kein hätte-wäre-sollte-Mensch. Lieber nehme ich einen Rückschlag in Kauf, lieber gestehe ich mir ein, dass ich versagt habe – als es gar nicht erst zu versuchen.
Meist stelle ich mir nicht einmal die Frage, was im Schlimmsten Fall passieren könnte. Ich gehe innerlich irgendwie davon aus, dass es gut gehen wird.

Ist das eine Art Urvertrauen? Der feste Gedanke, dass sich alles zum Guten wenden wird – auch wenn es in einem Moment alles düster wirkt? Das Wissen, dass jeder kleine Rückschlag auf dem Weg zum Ziel wichtig und entscheidend ist.
Daraus ziehe ich Kraft. An Tagen, an denen es nicht ganz so rund läuft. An Tagen, an denen ich mir wünsche, ich hätte eine Liste gemacht. Denn ich entscheide aus dem Bauch heraus und ich weiß, dass es mir damit am Besten geht – das bedeutet aber nicht, dass ich immer und zu jedem Zeitpunkt frei bin von Zweifeln. Frei bin von der Angst, zu scheitern. Nicht an jedem Tag ist mein Glas halb voll.

Nach München zu ziehen, das war eine Bauchentscheidung im Frühjahr 2011. Eine Entscheidung, die ich nicht komplett durchdacht hatte, aber die sich so gut und aufregend angefühlt hat. Alles hat sich gefügt: Eine Wohnung, ein Job – und dann kam ein großes Loch. Eine gescheiterte Beziehung, die mich fast hätte meine Kartons wieder packen lassen. Durchweinte Nächte und das Gefühl unendlich allein zu sein in der großen Stadt. Verzweiflung, Wut und der feste Glaube nie wieder eine Entscheidung so frei aus dem Bauch zu treffen.
Bis sich alles wieder eingerenkt hat. Ich mir mein Leben in München ganz alleine aufgebaut habe, unabhängig von einem Mann. Mit Freunden an meiner Seite, einen Sommer voller Lachen, Tagen am See. Und als ich dann wieder lachen konnte und glücklich war – hat sich der Rest von ganz alleine ergeben. Stärker als zuvor bin ich aus dieser Situation heraus gegangen; viel stärker. Zwischendurch sah es düster aus, aber es hat sich alles zum Guten gewendet, zum Besten.

Kleid – more&more*
Jeansjacke – mango
Schuhe – hm

Natürlich habe ich wieder Entscheidungen aus dem Bauch heraus getroffen. Manche haben es mir leichter gemacht als andere. Immer wieder bin ich fast verzweifelt, bis ich das Gute erkennen konnte. Bis ich sehen konnte, was ich aus der missglückten Situation lernen kann. Wie ich wachsen kann.
Nach Amman zu gehen, das war ein Gefühl, dem ich vor fast genau einem Jahr gefolgt bin. Ich wusste, dass es das Richtige sein würde. Mein Bauchgefühl hat mir gesagt: „Mach doch einfach mal.“.