Eine Woche in der Heimat, in Saarbrücken, im Saarland. Und mir wird wieder bewusst, wie unfassbar schön manche Ecken sind.
Vor fast elf Jahren habe ich der Stadt den Rücken gekehrt und war seitdem immer nur sporadisch für einige Tage oder lange Wochenenden hier, habe mich nicht mehr richtig darauf eingelassen. Aber ganz im Ernst? Ist schon schön, könnte ich mir schon auch nochmal vorstellen. Langfristig gesehen.

Vorbei ist es mit den #thejordandays-Wochenrückblicken am Montag, es ist Zeit und Raum für ein neues Fornat.
Oder vielmehr: Für einen neuen Namen. Der Wochenrückblick bleibt – tatsächlich ist er bei EUCH, meinen Leserinnen und Lesern, eines der beliebtesten Formate. Warum also etwas verändern, was gut funktioniert?

#montagmorgen – muss ich das jetzt doof finden?

Eigentlich habe ich gar nichts mehr gegen Montage. Es ist nur noch ein Klischee, das in meinem Kopf verhaftet ist. “Montage muss man doof finden.”
Vielleicht liegt es daran, dass im letzten Jahr der Sonntag mein Montag war – und der Montag dann als zweiter Tag der Woche gar nicht so tragisch ist. Vielleicht ist meine geschwundene Abneigung aber auch der Tatsache geschuldet, dass ich mich auf den Montag eingelassen habe. Schon seit längerem versuche ich unangenehme Dinge nicht auf einen Montag zu legen: Kein Zahnarzttermin, kein Anruf beim Finanzamt, kein großer Wohnungsputz. Stattdessen lieber Dinge, die mir Spaß machen: Eine frühe Yogastunde, eine besonders große Runde mit dem Hund, Brainstorming für neue Artikel.

Und in der letzten Woche so?

In der letzten Woche war ich zu Hause. So richtig zu Hause, in Saarbrücken, Ich hatte mich schon lange darauf gefreut ein bisschen Zeit hier zu verbringen, zur Ruhe zu kommen und mich neu zu ordnen. Zu Hause. Der Begriff hat sich für mich geändert, eine neue Bedeutung gewonnen.
Zu Hause – das muss nicht mehr unbedingt ein fester Ort sein, keine Stadt oder eine Wohnung. Zu Hause – das ist ein Gefühl, das ich gelernt habe aufzubauen. Mit einfachen Kleiningkeiten: Einer gewissen Routine, einem Duft, Musik, im besten Fall mit einigen persönlichen Stücken. Zu Hause, das kann mir auch ein geliebter Mensch für einen Moment geben, der am anderen Ende der Welt in einen Telefonhörer spricht. Seine Stimme, die mich in einem traurigen Moment umhüllt und mich wieder zum Lächeln bringt – das ist zu Hause.
Und trotzdem ist es in gewisser Weise auch mein Kinderzimmer. Ein Raum in dem sich nahezu nichts verändert hat, seitdem ich vor inzwischen fast elf Jahren ausgezogen bin. Ich tippe diese Zeilen an meinem Schreibtisch, der auch mal mein Wickeltisch war. Mein Hundekind hat es sich auf meinen Füßen gemütlich gemacht, es brennt eine Duftkerze und genau in diesem Moment, um 2:31 wenn alle anderen schon schlafen – in diesem Moment fühle ich mich gerade sehr zu Hause.

Die Lust am Schreiben, am Arbeiten, am kreativ sein – die ist zurück gekommen. Ganz unerwartet war sie wieder da. Die Motivation ein paar Sätze zu schreiben, Emotionen in Worte zu fassen, Bilder entstehen zu lassen. Die hatte ich ein wenig verloren in den letzten Wochen. Vielleicht, weil mir in Amman an vielen Stellen die Möglichkeit gefehlt hat Dinge so umzusetzen, wie ich Lust gehabt hätte. Aber sicherlich auch, weil so viele Eindrücke und Gefühle auf mich eingeprasselt sind, das mir die Zeit und Muße gefehlt hat, alles in Worte zu fassen, Weil ich es lieber live und in dem Moment erleben und verarbeiten wollte.
Nach einem langen Wochenende in den Bergen von Tirol geht es mir wieder besser. Bin ich wieder motiviert. Fühle ich mich inspiriert und belebt von viel Natur und spannenden Gesprächen mit Kolleginnen aus dem Print-Bereich. Ganz ohne sie bewusst zu suchen, kamen die Ideen. Back in the game – in allen Bereichen.

Was gab es Neues bei Nummer Fünfzehn?

Ok – noch nicht ganz so viel. Und das ist auch ok: Ich möchte mich gerne von dem Druck befreien an jedem Tag einen Beitrag online stellen zu müssen. Oder anders: Ich habe mich von dem Druck befreit. Schritt für Schritt habe ich im letzten Jahr davon Abstand genommen. Weil es mir zu viel wurde, weil – gefühlt – die Qualität darunter gelitten hat, weil mir die Inspiration gefehlt hat. Und es ging mir gut damit – deswegen bleibt es auch einfach.
Ein bisschen was Neues gab es aber in der letzten Woche doch 😉

Rezept für einen Erdbeerkuchen mit Limettencreme

Ein langes Wochenende in Madrid. 

Mach doch einfach mal. 

Work it Baby.