Neues Jahr, neues Glück – neues ich?
Eigentlich nicht. Ich mag das alte ich, das vom letzten Jahr. Das, das so viel mitgemacht und sich so oft wieder aufgerappelt hat. Dieses Jahr ist eher eine geupdatete Version, als eine vollkommen neue Version. Oder muss man sich wirklich jedes Jahr neu erfinden?

Neues Jahr – neuer Blog?

Ich habe zum Ende des letzten Jahres hin viel über diesen Blog, diese Seite nachgedacht. Mich gefragt, welche Beiträge mir am meisten Freude bringen. Meine Tools ausgewertet und mir angeschaut, welche Beiträge am liebsten gelesen werden. Mir überlegt, wie es weiter gehen soll, was ich mit dem neuen Jahr beibehalten will, was ich ändern möchte.
2019 ist nun schon das fünfte Jahr in dem ich blogge. Das dritte Jahr, in dem Nummer Fünfzehn mein Beruf ist und ich meine komplette Arbeitszeit in diese Seite investiere. Zeit nachzudenken, Konzepte zu überarbeiten und mich neu auszurichten.
Vieles wird bleiben, manches wird sich ändern, einiges wird neu kommen, weniges wird verschwinden. Ich freue mich – wie immer und in jedem Jahr – auf das, was kommt.

Warum dieser Beitrag keine Bilder hat? Weil ich vor lauter Marie Kondo meine externe Festplatte verlegt habe. Sie ist in dieser Wohnung, da bin ich mir ganz sicher. Ich bin mir sogar sicher, dass sie im Flur ist. Nur wo…das kann ich aktuell nicht wirklich sagen. Gar nicht. Deswegen: Keine Bilder. Aber eine Erklärung aus dem echten Leben.
Eine meiner Ideen für 2019: Mehr Ehrlichkeit, mehr Wahrhaftigkeit. Niemand ist perfekt, ich am wenigsten. Ich hätte den Beitrag weiter und weiter nach hinten schieben können, das Chaos im Flur in Angriff nehmen und dann auch die geplanten Bilder veröffentlichen können. Ich habe mich dagegen entschieden. Für mehr Ehrlichkeit und Gelassenheit.

Neues Jahr – alte Hüte?

Eine Woche ist das Neue Jahr schon alt.
Eine Woche, die wunderbar langsam und gleichzeitig viel zu schnell vergangen ist. Eine Woche, in der wir Cocooning vom Feinsten betrieben haben. In der wir Projekte angegangen sind, die viel zu lange aufgeschoben wurden (hallo Smarthome). Eine Woche, in der die Neujahrsvorsätze noch eingehalten wurde.

Sie sind aber auch eher überschaubar, meine Vorsätze. Hier hatte ich Euch schon davon erzählt. Vielleicht sind sie überschaubarer, realistischer geworden mit den Jahren. Weil ich gemerkt habe, dass kein Mensch sich von Heute auf Morgen komplett ändern kann, 180 Grad Wendungen sind eher unwahrscheinlich und nur schwer durchzuhalten.
Ich bin ein Freund der kleinen Veränderungen. Ich möchte mir nur noch Dinge vornehmen, die ich tatsächlich schaffen kann.

Statt: Ich kaufe nie wieder bei Fast Fashion Labels.
Lieber: Ich möchte insgesamt weniger und überlegter einkaufen, weiter in Qualität und hochwertige Produkte investieren.

Statt: Ich nehme 35 kg ab.
Lieber: Ich möchte meinem Körper durch gesunde Ernährung und Bewegung etwas Gutes tun.

Statt: Ich gehe jeden Tag drei Stunden zum Sport:
Lieber: Ich möchte Sport und Bewegung jeder Art drei Mal pro Woche fest in meinen Tagesablauf und meine Routine integieren.

Das neue Jahr, dieses leere Blatt im Kalender, der Zauber und die Magie des Neuen – das ist eine Motivation etwas zu ändern. Es ist einfacher etwas neues zu starten, wenn viele andere Menschen das auch tun. Endlich ins Gym gehen. Den Zigaretten abschwören – was auch immer man sich vornimmt. Aber pssst: Eigentlich funktioniert es an jedem anderen Tag im Jahr genauso gut.

Neues Jahr – neue Wohnung.

Naja, nicht ganz. Vielmehr: Neue Projekte und Ideen für die alte Wohnung.
Auch wenn ich gar nicht der technikbegeisterte Part in dieser Wohnung und dieser Beziehnung bin, habe ich mich (mit viel Behaarlichkeit) doch durchgesetzt: Das Thema „Smarthome“ wird endlich in Angriff genommen.
Licht, Wärme, Vernetzung, Sicherheit. Ich freue mich ehrlich gesagt wahnsinnig und kann es kaum erwarten das Thema endlich anzupacken. Habt ihr Interesse an einem bestimmten Aspekt oder Punkt?

Und Farbe. An den Wänden. Neue Farbe.
Nun ja, keine richtige Farbe. Nichts schrill buntes, eher gedeckte Töne und wenig harte Kontraste. Aber ich habe Lust auf Veränderung – nach über fünf Jahren mit weißen Wänden kann ich mir langsam auch nochmal etwas anderes vorstellen.

Das wichtigste Wohnungsprojekt in 2019 bleibt aber eines, das ich aus dem letzten Jahr mitbringe: Reduzieren. Nachdem ich mir in den letzten Monaten eine kleine Pause vom Ausräumen, Aussortieren, Verschenken, Spenden und Verkaufen genommen habe, hat es mich jetzt wieder gepackt. Inspiriert von Marie Kondo und ihrer Serie auf Netflix haben wir in der letzten Woche ganz spontan nochmal einiges in Angriff genommen.
Wohnzimmer und Schlafzimmer, den Flur, einige Küchenschränke. Zu viel auf ein Mal. Wohnzimmer und Schlafzimmer sehen inzwischen wieder sehr ansehnlich aus, ein Gang durch den Flur gleicht einem Hindernisslauf höchster Schwierigkeitsstufe. Vorsichtig gesagt: Wir arbeiten daran. Und sind in Zukunft wieder etwas vernünftigter: One cupboard at a time, nicht alle gleichzeitig. Also irgendwie dann doch nicht Marie Kondo, aber im Alltag besser zu bewältigen.

Neues Jahr – neue Reisen.

Nächste Woche um diese Zeit sitze ich im Flieger nach Jordanien und ich bin ganz ehrlich: Ich kann es kaum erwarten und mein Glück nicht in Worte fassen. Ende Juni des vergangenen Jahres habe ich meine Koffer in Amman gepackt und bin – mit einem lachenden und einem weindenden Auge – nach Deutschland zurück gekommen. Auch wenn ich nur für einige Tage zurück in der jordanischen Hauptstadt bin, macht es mich schon jetzt unglaublich glücklich.