Ich atme tief ein. Spüre die Wärme an meiner linken Seite.
Der kleine Hund hat irgendwann im Laufe der Nacht seinen Weg ins Bett gefunden und kuschelt jetzt zwischen uns. Für einen so kleinen Hund braucht er erstaunlich viel Platz. Ich atme nochmal tief ein und genieße diese Situation. Genau diesen Moment. Ich möchte ihn abspeichern und jederzeit wieder abrufen können. Wenn ich allein bin, wenn ich die Zwei im Bett neben mir vermisse. Wenn ich mein Zuhause und mein eigenes Bett vermisse. Nights in White Cotton.

Vor ein paar Tagen hab ich es schon mal gesagt: Mein Kopf braucht die weißen Flächen zum Entspannen, zum Runterkommen, um Abzuschalten. Deswegen ist auch unser Schlafzimmer hell und luftig gehalten. Soweit es geht und umsetzbar ist. Sehr viel luftiger wäre es, wenn nicht vier Meter Kleiderschrank eine komplette Wand einnehmen würden – aber das ist eine andere Baustelle, an der ich gerade bin.

Weiße Bettwäsche. Zusammen mit weißen Handtüchern ist die Bettwäsche für mich ein kleiner Luxus, den ich mir gönne. Ein bisschen Hotelfeeling für den Alltag.
Wir verbringen extrem viel Zeit im Bett. Und mir “wir” meine ich in diesem Fall nicht meinen Freund und mich im Speziellen und Besonderen, sondern eher die Allgemeinheit. Deswegen setze ich (zumindest zu Hause, wo ich es beeinflussen kann) auf eine hochwertige Matratze, auf wärmende Daunendecken im Winter (die wir sehr regelmäßig lüften und am Ende der Saison reinigen lassen) und natürlich auf schöne und schlicht weiße Bettwäsche.

Weiße Bettwäsche hat einen großen Vorteil – oder einen großen Nachteil. Man sieht alles. Jedes bisschen nicht ganz perfekt abgeschminkte Mascara. Jedes Hundehaar. Jeden Tropfen Kaffee, der beim Trinken im Bett daneben ging (ups – guilty as charged). Ganz abgesehen von den Verschmutzungen, die man sieht, erinnere ich mich dunkel an einen Artikel, den ich vor einigen Jahren gelesen habe. Thema war die Menge an Schweiß, die innerhalb einer Woche in unserer Bettwäsche landet. Die genauen Zahlen habe ich – wahrscheinlich vor lauter Schreck über die doch recht beachtliche Menge – wieder vergessen. Die Bettwäsche wechseln wir seitdem mindestens ein Mal pro Woche. Einerseits aus hygienischen Gründen – aber ich bin ganz ehrlich: Auch, weil es einfach kein besseres Gefühl gibt, als am Abend frisch geduscht in frischer sauberer Bettwäsche zu liegen. Nights in White Cotton.