Pastinaken. Ein schwieriges Gemüse. Ich kann mich an einen Mittag erinnern, an dem meine Oma Pastinaken gekocht hatte und mein Opa sich geweigert hat auch nur ein Stück davon zu essen. Er sagt der Geschmack erinnert ihn an den Krieg. Als es keine Kartoffeln mehr gab und er in Gefangenschaft wochenlang nur Pastinaken gegessen hat. Nach diesem Tag habe ich nie wieder Pastinaken gegessen und mich bei jeder Pastinakensuppe auf einer Speisekarte in einem Restaurant an die Geschichte von meinem Opa erinnert.

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Pastinaken statt Schwarzwurzeln.

Dann habe ich ein Bild gesehen irgendwo: Schwarzwurzeln mit Petersilienmayo. Wollte ich nachmachen. Habe ich mir notiert und für April zum Shooten eingeplant. Was man an dieser Planung ganz klar erkennt? Ich habe keine Garten, ich hatte letztes Jahr nur mal ein paar Tomaten auf dem Balkon. Hätte ich einen Garten (oder würde ich auf dem Markt etwas aufmerksamer einkaufen) hätte ich gewusst, dass Schwarzwurzeln ein Wintergemüse sind und ich Ende April keine Chance habe irgendwo noch Schwarzwurzeln zu bekommen. Im Gegensatz zu Erdbeeren, die man das ganze Jahr über aus Chile importieren kann, scheinen Schwarzwurzeln keinen internationalen Fanclub zu haben, der sie um jeden Preis immer kaufen will.

Nicht mal mein Notfall-Plan hat funktioniert: Wenn ich um jeden Preis ein bestimmtes Obst oder Gemüse haben will, dass ich im Supermarkt nicht bekomme, dann fahre ich zum Viktualienmarkt. Es gibt dort einen Stand nur für exotische Früchte, viele Bio-Stände und auch eine Bäuerin meines Vertrauens, die mir eigentlich immer weiter helfen kann. Diesmal nicht. Keine Schwarzwurzeln. Nicht mal eine klitzekleine. Geholfen hat sie mir trotzdem: Ich habe ihr erklärt, was ich vorhabe und sie hat mir empfohlen auf Pastinaken auszuweichen. Ich hab an meinen Opa gedacht, gezögert und dann doch welche gekauft. Hilft ja nix.

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Pastinaken-Pommes mit Petersilienmayo.

Und ich sage Dir eins: Mein Opa mag keine Pastinaken, weil er noch nie Pastinaken-Pommes mit Petersilienmayo probiert hat. Klare Sache. Sie sind wirklich richtig gut geworden: Knusprig wie echte Pommes, ganz ohne frittieren. Nur ein bisschen Olivenöl, Pfeffer, Salz und ab in den Backofen. Super schnell, super einfach und sicherlich eins der Gerichte, die ich nicht das letzte Mal zubereitet habe.

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Rezept für Pastinaken-Pommes

Zutaten:
1 kg Pastinaken
3 Eier
300 ml Pflanzen-Öl
1 Bund Petersilie,
etwas Olivenöl
Pfeffer, Salz

Zubereitung:
1. Schäl die Pastinaken und schneide sie in fingerdicke längliche Streifen. So wie Pommes eben aussehen.
2. Gib die Pastinaken-Pommes in eine große Schüssel und misch sie mit 2 EL Olivenöl, Pfeffer und Salz gut durch. Dann kommen sie auf ein Backblech und werden bei 180 Grad für etwa 30 Minuten gebacken.
3. Während die Pastinaken-Pommes im Backofen sind, bereitest du die Mayonnaise aus Eiern und Öl zu. Ich nehme meistens Sonnenblumenöl, es funktioniert aber genauso gut mit Rapsöl. Probier einfach, welchen Geschmack  du am Liebsten magst.
4. Hack die Petersilie ganz fein und misch sie unter die Mayonnaise. Dann schmeckst du alles noch mit ein bisschen Pfeffer und Salz ab.

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