Ich sitze auf meinem Hostelbett, im Schneidersitz und bin glücklich. Seit mehr als 38 Stunden bin ich wach, erschöpft aber glücklich.
Das Fenster zum Zimmer steht weit offen, auch am Abend und in der Nacht fallen die Temperaturen nicht unter 25 Grad. Vor dem Fenster spielgt eine Liveband orientalisch klingende Musik, ich fühle mich angekommen. 

Jerusalem hat mich heute mit offenen Armen und so viel Herzlichkeit empfangen. Der Busfahrer am Flughafen, der mir behilflich war. Der Israeli, der mir in der Grabeskirche ein Geschenk des bayerischen Königs an die christiliche Gemeinde in Jerusalem gezeigt hat. Das Sicherheitspersonal am Tempelberg, das mit mir gelacht und gescherzt hat. Die Verkäufer auf den Märkten – ich bin heute (bis auf den grimmigen Beamten bei der Einreise) nur freundlichen Menschen begegnet.
Und dann die Stadt. Oh Jerusalem – you had me at hello. Kleine, verwinkelte Gassen in der Altstadt. Blumenmeere in den kleinsten Blumentöpfen. Ich biege um zwei Ecken und stehe plötzlich an der Klagemauer, überwältigt. Mein Reiseführer sagt, Jerusalem sei der Nabel der Welt. In jeden Fall ist Jerusalem spannend und die Stadt steht unter Spannung. Ich bleibe bis Samstag und kann es kaum erwarten mehr zu entdecken, tiefer einzutauchen.

Nach Israel fliegen, in Jerusalem starten – eine großartige Idee, der Beginn einer großen Liebe.