3 Monate, 33 Teile – das ist die Challenge.
Kann ich mit nur 33 Teilen tatsächlich drei Monate lang auskommen? Drei Monate lang immer etwas frisches und sauberes im Schrank haben und Outfits zusammenstellen, die mir nicht zum Hals raus hängen und mir das Gefühl geben immer nur das Gleiche zu tragen?

Obwohl ich in den letzten Monaten oder sogar im letzten Jahr wenig gekauft (SEHR (!!!) viel weniger als in den vergangenen Jahren) und gleichzeitig wirklich rigoros ausgemistet habe, ist mein Kleiderschrank aus allen Nähten geplatzt. 3,50 m Kleiderschrank, dazu nochmal drei Meter Schuhschrank, Wintermäntel im Keller…ich hatte komplett den Überblick verloren.

Eines ist mir an dieser Stelle ganz wichtig zu betonen:
Als ich Freunden und Familie von meiner Challenge an mich selbst erzählt habe, wurde vielfach angenommen, ich würde all die Kleidungsstücke, die es nicht in die „Top 33“ geschafft haben, entsorgen. Dem ist nicht so. Ich habe alles andere in Kisten gepackt und für´s erste im Keller verstaut.
Erstens sind die Stücke ja jetzt da – mich von allem zu trennen fände ich irgendwie albern, unwirtschaftlich und auch kontraproduktiv. Ich möchte rausfinden, ob ich mit 33 Stücken auskomme – und ob ich die richtigen 33 gewählt habe. Wenn nicht, dann möchte ich die Chance haben sie nach 3 Monaten austauschen zu können.
Zweitens geht es erstmal für mich nur darum 3 Monate mit diesen 33 Stücken auszukommen. Eine Jahreszeit sozusagen. Es gibt natürlich Gegenden und Klimazonen, in denen man das ganze Jahr über die gleichen Stücke tragen kann, weil sich die Temperatur wenig verändert. In Deutschland ist dem aber nicht so. Entsprechend werde ich mich Ende Mai nochmal mit meinem Kleiderschrank auseinandersetzen und für den Sommer sicherlich zwei Wollpullover durch etwas dünnere Kleidungsstücke ersetzen.

Meine Regeln:
33 Teile, 3 Monate.
Ich habe einige Dinge nicht in diese 33 Teile integriert: Unterwäsche, Socken, Sportsachen inkl. Skiausrüstung und Schmuck. Ich trage jeden Tag die gleichen drei Ketten und fünf Ringe, dazu eine Uhr oder einen Schrittzähler – dafür 9 Stücke (oder wohlmöglich sogar 12 mit den Ohrringen) abzuziehen, fände ich kontraproduktiv. Vermutlich würde ich nicht durchhalten.
Aktuell habe ich mich noch nicht final bzgl. Schuhen und Taschen entschieden. Bei meinen Taschen könnte ich mich sicherlich auf zwei oder drei Modelle beschränken…bei Schuhen wäre es schon ein bisschen schwieriger. Das muss ich mir noch ein bisschen überlegen. Ich habe in meinen 33 Teilen noch ein paar Spots frei – ich könnte also Taschen und Schuhe integrieren.

Ich möchte für mich testen, wie es läuft.
Im – für mich – optimalen Fall ziehe ich das Projekt ein Jahr durch und stelle in diesem Zeitraum fest, welches der eingelagerten Stücke ich vermisst habe, welche Stücke es in einen der vier Capsule Collections geschafft haben.
Und alles, was ich dann nicht in der Hand hatte, schaue ich nochmal durch. Überlege, warum ich es nicht ausgewählt und nicht getragen habe. Überlege, ob und inwieweit es einen nachvollziehbaren Grund gibt (alle Kleider, die passend für Hochzeiten und Taufen sind zu entsorgen, nur weil ich auf keiner Hochzeit oder Taufe war, finde ich zB albern)…und ob ich mich eventuell davon trenne. Ich möchte so wenig wie möglich wegwerfen und lieber spenden oder vielleicht auch ein bisschen was beim Flohmarkt verkaufen.

Mein Ziel?
Einfach wieder einen Überblick zu bekommen. Ein Gefühl dafür, was ich wirklich mag und was einfach nur noch aus Gewohnheit da ist. Mich am Morgen schneller anziehen zu können (die Auswahl ist geringer, ich sehe alles auf einen Blick…).
Ein wunderbarer Aspekt in meinen Augen: Das Kofferpacken geht so viel schneller. Ich werde in einem anderen Beitrag nochmal genauer auf die 33 Teile und das System dahinter eingehen – nur so viel: Ich habe sowas wie „Module“ erstellt und kann in meinen Koffer ganz einfach ein oder zwei Module packen. Ohne viel Überlegung, ohne viel Auswahl und Aufwand.