Fotografieren hat für mich schon immer untrennbar zum Reisen dazu gehört – so lange ich mich erinnern kann. Vielleicht habe ich meine Liebe zur Reise-Fotografie von meiner Mutter, die früher nach jedem Urlaub ganz zauberhafte Fotoalben gebastelt hat. Heute gehört die Fotografie nicht nur zu meinem Leben, sondern auch zu meinem Job.
Das entsprechende Equipment, das ich zu Hause aber auch unterwegs verwende, habe ich Dir in einem ausführlichen Beitrag zusammengestellt. 

Nikon 5300

Etwa ein dreiviertel Jahr, nachdem ich mit dem Bloggen begonnen habe, ist die Nikon 5300 bei mir eingezogen, Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich mit der Nikon von meinem Freund fotografiert. Ich wollte damals eine Kamera mit Wifi und drehbarem Bildschirm. Beides ist drei Jahre nach meinem Kauf eh bei allen Modellen Standard. Ich habe schon mehrmals mit dem Gedanken gespielt mir eine „größere“ Kamera zu kaufen und mich letztlich dagegen entschieden. Wichtig ist am Ende nicht nur der Body, sondern vor allem auch die verwendeten Objektive.
Ich arbeite mit vier verschiedenen Objektven:

55mm, Nikon
Über lange Zeit waren die 55mm mein absolutes Lieblingsobjektiv, das ich immer verwendet habe um Portraits oder Fashion-Beiträge zu shooten. Durch die hohe Lichtstärke ist es auch bei schlechten Lichtverhältnissen noch einsetzbar und macht großartige Bilder.

24-70mm, Tamron
Seitdem ich mir im letzten Herbst vor meiner Reise nach Norwegen das Zoom-Objektiv von Tamron gekauft habe, nehme ich es nur noch selten ab. Ich bin verliebt 😉 Es ist nicht ganz so lichtstark wie die Festbrennweite von Nikon, dieses kleine Manko gleicht das Tamron aber durch die unglaubliche Vielfältigkeit aus.

10-20mm, Sigma
Meinen Weitwinkel nutze ich hauptsächlich für Interior-Shoots, Hotelreportagen und weitläufige Landschaftsaufnahmen.

18-105 mm, Nikon
Ein Standard-Objektiv, das im Kit mit dem Body verkauft wird. Es ist vollkommen ok und für Einsteiger ein guter Allroundert – deswegen wird es ja schließlich auch im Kit verkauft. Ich habe es seit einer ganzen Weile nicht mehr verwendet, für Reisen ist es aber wegen der relativen Vielseitigkeit nicht schlecht.

Olympus Pen Light

Ich hab lange gezweifelt, ob mir eine Kamera „so ganz ohne Spiegel“ wirklich die Ergebnisse bringen wird, die ich möchte. Die ich von meinen Bildern erwarte und die ich mir wünsche. Die Olympus macht aber tatsächlich einen richtig guten Job. Die Systemkamera ermöglicht es dem Nutzer in RAW oder JPEG zu fotografieren, die Objektive lassen sich wechseln, Blichtungszeit und Blende lassen sich mannuell einstellen, der ausklappnbare Bildschirm ist ein echtes Plus und die Videofunktion ist wirklich nett.
Der ausklappbare Bildschirm ist gleichzeitig auch ein negativer Punkt: Ich musste mich erst daran gewöhnen, dass die Kamera keinen Sucher hat: Man sieht das Bild ausschließlich auf dem Bildschirm, die Fokussierung funktioniert über die Touch-Funktion und sogar das Auslösen ist über Toch möglich.
Ich habe zu der Kamera vier Objektive:

45mm
Ich fotografiere unheimlich gerne mit Festbrennweiten. Man muss zwar ein bisschen härter arbeiten („Der Zoom liegt in den Füßen.“) aber die Bilder werden einfach großartig.
Mit 45mm fotografiere ich am Liebsten Portraits und Outfits, aber auch Foodfotos werden richtig schön.

14-42 mm Pancake
Das kleine Zoom-Objektiv 14-42mm ist im Standard-Paket mit der Kamera erhältlich. Ich nutze es – wegen seiner Vielfältigkeit – immer wieder auf Reisen oder hin und wieder auch für kurze Videosequenzen. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist die Größe: Im eingefahrenen Zustand ist es nur wenige Zentimeter hoch und steht kaum von der (auch recht kompakten) Kamera ab. So passt die Kombi in jede Handtasche und zieht nicht so viel Aufmerksamkeit auf sich, wie eine große dicke Spiegelreflex mit dickem Objektiv.

40-150 mm Tele
Urprünglich zum Reisen gekauft, habe ich das Tele-Objektiv bis jetzt kaum verwendet – dabei hat es eigentlich zum Reisen in Kombi mit dem Pancake-Objektiv wirklich alle normal gängigen und benötigten Reichweiten abgedeckt. Viel günstiger kommt man an ein Tele-Objektiv nicht ran und auch das Gewicht ist unschlagbar. Über das Preis-Leistungsverhältnis kann man sich auch wirklich nicht beschweren…eigentlich gibt es keinen Grund das Objektiv nicht öfter zu verwenden. Vielleicht wandert es kommende Woche in Deutschland wieder in meine Tasche.

17 mm Reportage
17mm ist eine klassische Reportage-Brennweite. Das war meine erste Brennweite zur Olympus – eine Festbrennweite, so wie ich es gerne mag.
17 mm eignen sich für Urlaubsfotografie nicht schlecht: Man bekommt recht viel auf´s Bild, die Lichtempfindlichkeit ist gut, dh auch bei nicht ganz optimalen Lichtbedingungen ist noch viel auf dem Bild zu erkennen. Der einzige Nachteil: Eine Festbrennweite ist nicht variabel.

iPhone 7 Plus

Ich fotografiere viel mit meinem iPhone, ich drehe immer wieder kleine Video-Sequenzen damit. Die Qualität ist wirklich gut und ich brauche wohl nicht zu erklären, dass es manchmal einfach praktischer und unproblematischer ist ein schnelles Bild mit dem iPhone zu machen, bevor man die Spiegelreflex auspackt. In den kommenden Monaten werde ich irgendwann auf ein neueres Model umsteigen – allerdings hauptsächlich, weil mein Akku dank intensiven Gebrauchs langsam schlapp macht. In der Zwischenzeit überbrücke ich diese kleine Schwäche mit einer leistungsstarken Powerbank.

Seit letztem Jahr habe ich zu meinem iPhone noch eine kleine Ergänzung, die es fast zu einer Art Polaroid macht: Wir haben einen kleinen portablen Fotodrucker von hp, der sich über Bluetooth mit dem iPhone verbindet und uns die Möglichkeit gibt Momente direkt festzuhalten und auszudrucken. Wir nutzen ihn nicht ununterbrochen – aber immer mal wieder. Man nimmt die Fotos ganz normal mit dem Smartphone auf, kann sie in den üblichen Apps oder der HP-App bearbeiten und dann drucken. Super witzig bei Parties oder auch mal ganz spontan im Urlaub um einen besonderen Moment festzuhalten und auszudrucken.

Stative

Ich nutze Stative in unterschiedlichen Situationen: Bei schlechten Lichtverhältnissen, bei Overheadshoots, zur Vorbereitung eines Shootings (um immer wieder das Set verändern zu können und das Ergebnis durch den Sucher aus der immer gleichen Perspektive sehen zu können), für „Selfies“ wenn ich niemanden habe, der mich fotografiert, für Videos…
Ich nutze dabei unterschiedliche Modelle.

Manfrotto
Ich habe ein bisschen geschluckt, als ich den Preis dieses Statives von Manfrotto gesehen habe. Aber (natürlich gibt es ein „aber“) die Qualität ist wirklich großartig. Das Stativ ist schwer und hat einen sicheren Stand, der Kopf lässt sich schwenken und die Beine sind stufenlos verstellbar. Eingebaut sind – natürlich – mehrere Wasserwaagen zur perfekten Ausrichtung

NoName-Stativ
Wenn ich mit dem Rucksack unterwegs bin (wie jetzt gerade) und ein halbwegs gutes und sicheres Stativ haben will, dass nicht so wahnsinnig schwer ist, dann nehme ich mein großes NoName-Stativ mit. Es ist super leicht, lässt sich an den Beinen stufenlos verstellen und hat mehrere Wasserwaagen. Ich habe in der Wüste mit diesem Stativ und einem Fernauslöser fantastische Bilder des Nachthimmels gemacht – die Qualität ist wirklich gut für den Preis.

Guerilla-Stativ
Die Nikon ist zu schwer für dieses Stativ (vor allem mit den größeren Objektiven), die Olympus wird aber problemlos gehalten. Mit einem speziellen Aufsatz lässt sich auch mein iPhone daran befestigen und ich habe dann ein kleines (und sehr flexibles) Stativ für Videos oder Selfies. Perfekt für unterwegs.

Selfie-Stick mit eingebautem Tripod
Ich bin viel alleine unterwegs – trotzdem möchte ich auch Bilder auf dem mein Gesicht, der Rest von mir und noch ein bisschen Landschaft, Stadt, Architektur…zu sehen ist. Ja, ich habe tatsächlich einen Selfiestick. In dieser Funktion nutze ich ihn aber nicht; meist nutze ich das eingebaute Mini-Stativ und den Bluetooth-Fernauslöser. Perfekte Kombi.

Speichermedien

SD-Karten
Wenn ich reise habe ich immer mehrere SD-Karten dabei. Eigentlich versuche ich die Karten jeden Abend zu leeren und die Bilder auf einer externen Festplatte und in einer Cloud zu sichern – auch wenn mir die Kamera gestolen wird oder ich sie verliere, habe ich trozdem immer die Bilder der vergangenen Tage. Weil ich es aber nicht jeden Abend schaffe, wechsele ich am Morgen zumindest immer die SD-Karte.
Ich fotografiere meist mit je einer 64 GB-Karte in der Nikon und einer in der Olympus. Ingesamt ist – fotografiert im RAW-Format – auf jeder Karte Platz für etwa 1200 Bilder, das reicht pro Tag in einem normalen Urlaub. Für eine Foto-Reise sind natürlich mehrere Karten pro Tag notwendig.

Externe Festplatte
Ich habe mehrere externe Festplatten dabei; ich sichere meine Daten doppelt auf Festplatten und dann nochmal in der Cloud. Jede meiner Festplatten hat eine Speicherkapazität von 3 TB – darauf passen die Bilder, die ich für den Blog in einem Jahr mache und das ist eine ganze Menge an Datenvolumen.

HP Spectre – mein Laptop

Ich organisiere meine Fotos mit Adobe Bridge. Die Bearbeitung erfolgt über Adobe Lightroom und Photoshop.
Auf meinem iPhone verwende ich die entsprechenden Apps mit (selbsterstellten) Presets und Filtern für eine spontane Bearbeitung der Bilder. Ich übertrage die Bilder mit einem speziellen Adapter von der SD-Karte auf das iPhone. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit die Bilder über mein iPad zu übertragen und dort mit den entsprechenden Porgammen zu bearbeiten. Ich habe ein (kostenpflichtiges) Abo der Creative Suite und kann alle enthaltenen Programme auf all meinen Geräten verwenden. Tatsächlich nutze ich nur einen Bruchteil der Programme.
Den Großteil der Bilder bearbeite ich tatsächlich mit den genannten Programmen auf dem Laptop – deswegen ist er auch irgendwie Teil meines Fotoequipments auf Reisen. Nach 10 Jahren Apple habe ich mich Anfang des letzten Jahres für ein HP Spectre entschieden und bin bis jetzt (die Testphase scheint mir doch mehr als abgeschlossen zu sein) sehr zufrieden.

zusätzliches Fotoequiment

Fernauslöser
Ich nutze sowohl einen Auslöser, der per Kabel mit der Kamera verbunden wird, als auch einen der über Bluetooth funktioniert. Alternativ habe ich für beide Kameras auch jeweils eine App auf dem iPhone, über die ich den Bildausschnitt sehen, per Touch fokussieren und auslösen kann.
Ich nutze die Auslöser für Bilder, auf denen ich zu sehen bin – und zum Beispiel auch für Nachtaufnahmen mit langer Belichtungszeit, bei denen die Betätigung des Auslösers schon eine Erschütterung auslösen kann, die das Bild versaut.

Filter
Ich nutze auf all meinen Objektiven einen UV-Filter – schon alleine um das Objektiv zu schützen.
Hin und wieder experimentiere ich mit einem Grau-Filter oder einem Pol-Filter. Beide nutze ich bei Landschafts- und Naturfotografie.

Externer Blitz
Nobrainer – wenn es dunkel ist, kann man einen Blitz nutzen. Das Fotografieren mit Blitz ist eine Geschichte für sich und ich bin noch in der Findungsphase. Es klingt einfacher, als es ist und noch kann ich keine wirkliche Empfehlung ausprechen.

zusätzliche (geladene) Akkus
Ich habe immer mindestens einen zusätzlichen geladenen Akku (NIKON, OLYMPUS) dabei, wenn ich mit der Kamera unterwegs bin – man weiß nie, was passiert, wie lange man unterwegs ist…und nichts ist ärgerlicher als ein gutes Bild zu verpassen, weil der Akku leer ist. Am Abend bzw. über Nacht versuche ich wenn möglich immer beide Akkus wieder voll aufzuladen. Achtung: Je kälter die Außentemperatur ist, desto schneller entlädt sich der Akku.