Das Kap der Guten Hoffnung, die Pinguine in Simons Town und der wunderschöne Cheapman Peak-Drive. Drei Bilder, die ich in meinem Kopf hatte, bevor ich überhaupt angefangen habe mich über Kapstadt und Südafrika zu informieren. Drei Punkte, die ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann. 

Am Ende der Reise, nachdem wir in Stellenbosch und Hermanus übernachtet hatten, standen noch vier Übernachtungen in Kapstadt an. Von dort aus lassen sich mit einem Mietwagen (oder auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln) verschiedene Ausflüge unternehmen und natürlich die Stadt erkunden.

Muizenberg,die Strandhäuschen und fantastischer Kaffee.

Ich gebe es ehrlich zu – ich bin wegen Instagram gekommen. Ich hatte die niedlichen bunten Häuschen auf dem Profil von Kiki gesehen und wollte unbedingt einen Stop dort einlegen. Muizenberg stellte sich (trotz regelmäßiger Hai-Sichtungen) als Surfer-Hotspot heraus und war super windig. Bei wärmender Sonne habe ich für einen Moment vergessen, wie kalt der Atlantik im Winter ist, wurde promt von einer Welle erwischt und konnte mich schlagartig erinnern 😉 Kalt ist es, aber sehr nett. 
Direkt um´s Eck haben wir in einer etwas versteckten französischen Bäckerei nicht nur ein fantastisches Croissant und Sandwiches zur Stärkung verspeist, sondern auch einen göttlichen Café au Lait getrunken, der mich meine nassen Füße und Beine wieder vergessen lies. 

C´est la Vie – 4 Recreation Rd, Fish Hoek, Cape Town, 7974, Südafrika

Das Kap der Guten Hoffnung. 

Dass der südlichste Punkt Afrikas nicht am Kap der guten Hoffnung liegt, habe ich ja schon erwähnt – ein Ausflug lohnt sich aber trotzdem. Die Strecke von Kapstadt aus ist immer wieder landschaftlich reizvoll, die Straßen sind bis auf die letzten Meter wirklich gut ausgebaut.
Das Kap liegt innerhalb eines Nationalparks, für den man gesondert Eintritt zahlen muss (Achtung – es war keine Kartenzahlung möglich, als wir dort waren). An dieser Zahlstelle hatten wir einen der schönsten „Zwischenfälle“ überhaupt: Wir hatten am Vortag Biltong (getrocknetes Fleisch, eine Spezialität in Südafrika) gekauft und immer mal wieder zwischendurch davon gegessen, sodass die geöffnete Tüte zwischen Fahrer- und Beifahrersitz stand. Die Mädels an der Kasse haben unser Biltong gesehen, erzählt, dass sie Biltong lieben und gefragt, ob sie ein Stück haben können. Als wir ihnen die halbvolle Tüte geschenkt haben, haben sie sich so unglaublich gefreut, dass ich gar nicht anders konnte als mich mit zu freuen.

Am Kap der Guten Hoffnung gibt es zwei Spaziergänge: Einmal hoch zum Leuchturm (Dauer ca. 35 Minuten) und zum Kap (Dauer ca. 45 Minuten pro Weg). Beide Spaziergänge sind super schön und ganz wunderbar dafür geeignet sich den Wind um die Nase pusten zu lassen, wenn man ein paar Tage in Kapstadt verbracht hat. Plane nur unbedingt genug Zeit ein, der Park schließt relativ früh (gegen 18:00) und du willst sicherlich nicht hetzen. 

Simonstown und die Pinguine am Boulder Beach.

Pinguine, frei lebend. Finde ich super. Ein bisschen sehen die kleinen Vögel immer aus wie ein wackeliger Clown, wenn sie laufen. Ein bisschen bringen sie mich zum Lachen und gleichzeitig sind Pinguine auch ein bisschen romantisch: Wenn sie sich für einen Partner entschieden haben, bleiben sie ein Leben lang treu und schenken sich gegenseitig besonder schöne Steine. 

Beobachten kann man sie in freier Wildbahn unter anderem am Boulder Beach in Simonstown. Der kleine Geheimtip ist hier nicht zum dem ausgeschilderten „Pinguin-Park“ zu gehen, sondern zum Strandbad direkt nebenan. Der Pinguin-Park ist häufig mit Reisegruppen komplett überlaufen und im Strandbad sind die Pinguine auch, der Eintritt ist sehr viel niedriger (es kostet etwa die Hälfte) und in der Regel sind fast keine Menschen dort. Aber psst!

Simonstown selbst ist ein niedlicher kleiner Ort, der ein bisschen zu touristisch ist um noch vollkommen entspannt zu sein. Obwohl ich in der absoluten Nebensaison dort war, war es für mein Empfinden schon ein bisschen zu voll. Ein wenig erinnert mich Simonstown von der Atmosphäre und Architektur übrigens an ein altes Seebad in Südengland – inklusive der Möglichkeit Fish&Chips zu snacken. 

Cheapmans Peak Drive. 

Funfact: Zahlreiche Automarken haben schon Werbevideos auf dieser wunderschönen Küstenstraße gedreht – wir haben den Abschnitt also alle schon mal im Fernsehen oder im Kino gesehen. Und dass nicht ohne Grund – ich bin selten eine Strecke mit so vielen wunderschönen Ausblicken gefahren. Wir haben unseren Tag so geplant, dass wir am späten Nachmittag zum Sonnenuntergang dort waren und das war die beste Entscheidung überhaupt. Die roten Felsen leuchten in der Golden Hour, um jede Kurve gibt es so wunderbare Ausblicke, dass man gar nicht weiß, wohin man zuerst schauen soll. So macht Autofahren richtig Spaß – als Fahrer und als Beifahrer.