Vor ein paar Wochen habe ich – das erste Mal seit längerer Zeit – wieder ein Wochenende in Saarbrücken mit meiner Familie verbracht. Zu den schönsten Traditionen gehört es für mich, dass ich am Samstag Morgen mit meiner Mama frühstücken gehe. Nur wir zwei, ganz entspannt. Wir haben dann ein bisschen Zeit für uns, können in Ruhe erzählen und dabei lecker frühstücken. Inzwischen habe ich auch in meiner alten Heimatstadt wieder ein paar Lieblingscafés zwischen denen wir abwechseln. Diesmal waren wir bei Thonet mitten in der Stadt – direkt an der Basilika. 

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Ich habe lange überlegt, aber mir will einfach nicht einfallen, was eigentlich in den Räumlichkeiten von Thonet war, als ich noch in Saarbrücken gewohnt habe. Ich kann mich wirklich kein bisschen erinnern. Es ist aber auch eigentlich egal – seit ein paar Jahren gibt es jetzt nun jedenfalls Thonet. Ein kleines Bistro mit einer winzigen Küche, einem klitzekleinen Gastraum und einigen – immer gut besetzten Tischen. Wenn man morgens reinkommt, riecht es nach aufgebrühtem Kaffee, Buttercroissants und es kommt einem eine angenehme Wärme entgegen.

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Meiner Meinung nach ist es eine große Kunst in einem Raum die Wände nicht vernünftig zu verputzen (geschweige denn zu streichen), ihn mit Möbel vollzustellen, die nicht zusammenpassen, Geschirr auf den Tisch zu stellen, dass man sich auf irgendwelchen Flohmärkten zusammengesucht hat….ohne dass das ganze irgendwie schäbig wirkt. Die Besitzer von Thonet haben es irgendwie geschafft. Es ist kein bisschen schäbig, sondern einfach ziemlich gemütlich. Und ziemlich wuselig.

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Am liebsten esse ich eigentlich das Birchermüsli. Und jedes Mal falle ich wieder rein: Selbst mit dem größten Hunger habe ich es noch kein einziges Mal aufessen können. Das Birchermüsli bei Thonet ist einfach riesig (und ich war diesmal so hungrig, dass ich völlig vergessen habe ein Foto davon zu machen) – trotzdem will ich unbedingt jedes Mal wieder mein eigenes haben. Auf keinen Fall teilen – zum Teilen ist es einfach viel zu gut. Und während ich jetzt hier in München an meinem Schreibtisch sitze, denke ich mir, dass es eigentlich ganz wunderbar wäre ein solches Birchermüsli zu haben. Sofort. Dazu einen Milchcafé, der nicht in Tassen serviert wird, sondern in riesigen Bols – typisch eigentlich eher für Frankreich, aber nachdem Saarbrücken ja nahezu direkt an der französischen Grenze ist, gibt´s bei Thonet eben auch in Deutschland den Milchcafé aus Bols.

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Ein Frühstück im Thonet ist einfach der perfekte Start in ein gemütliches Wochenende zu Hause für mich. Und schon wieder versuche ich mich zu erinnern, diesmal aber eher, ob ich eigentlich schon mal zu einer anderen Zeit als zum Frühstück im Thonet war. Ich glaube nicht – allerdings glaube ich auf der Speisekarte auch schon mal irgendwas von belegten Baguettes gelesen zu haben. Und wenn ich mich nicht völlig täusche, habe ich auch schon mal etwas von einem guten Glas französischem Rotwein und einer Käseplatte gehört. Das Thonet ist also eine Location für jede Uhrzeit – unter einer Voraussetzung: Man darf nicht in Eile sein. Die Küche ist wirklich Mini-Mini-Winzig und irgendwie ist das Personal konstant unterbesetzt – dabei aber trotzdem unheimlich freundlich und liebenswürdig. Und am Wochenende hat man eh keinen Stress, oder?