Am letzten Wochenende habe ich im Wald Erdbeeren gefunden. Und gegessen. Minuten lang bin ich von einem kleinen Strauch am Boden zum nächsten und habe die reifen Früchte abgezupft. Ich hatte fast vergessen wie aromatisch die kleinen Walderdbeeren schmecken können. Mit den etwas größeren Verwandten habe ich einen Erdbeerkuchen gezaubert – mit Limettencreme und Kekskrümel-Boden.

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Während ich im Erdbeerglück gewesen bin, habe ich übrigens nicht nachgedacht. Eine Strauch nach dem anderen mit einer Kollegin leer gefuttert und dann weiter zu den Blaubeeren. Weil wir uns der journalistischen Verantwortung bewusst sind, die wir mit dem Erzählen solcher Geschichten tragen, ein Hinweis: Liebe Kinder – bitte so nicht nachmachen. Natürlich ist es ein bisschen bescheuert die Erdbeeren direkt und ungewaschen zu essen. Die Erinnerung an die Gefahr von Fuchsbandwurm und Co. kam uns dann später auch. Da war es aber schon zu spät – Fingers crossed, dass wir uns nichts eingefangen haben.

Wie viel besser hat man es da mit den Erdbeeren die man am Erdbeerstand, auf dem Markt oder im Supermarkt in kleinen Körbchen erstehen kann. Die nimmt man mit nach Hause, putzt und schält sie (bringt sie vor Lebenspartnern, Eltern, Kindern, Freunden und vor allem sich selbst in Sicherheit) und verarbeitet sie dann zu einem Kuchen.
Das habe ich jedenfalls so gemacht.

Der aufmerksame Leser (oder vielmehr Zuschauer) erinner sich vielleicht, dass ich vor einigen Monaten bei Instagram in den Stories mein Regal voller Bücher und vor allem den Abschnitt mit den Kochbüchern gezeigt hatte. Im Zuge dessen hatte ich auch gefragt, ob ihr Interesse daran habt, dass ich mal ein paar Bücher vorstelle. Hattet ihr – und heute gibt es wieder ein Rezept und den Einblick in ein weiteres Buch. Linda Lomelinos „Backen“.
Auch wenn ich schon mehr als ein Rezept ganz privat nacchgebacken, verschenkt und getestet habe, wollte ich für den Beitrag nochmal etwas Neues ausprobieren. Und was ist im Sommer schöner als ein frischer leichter Obstkuchen mit Erdbeern? Nix, eben.

Rezept für einen Erdbeerkuchen mit Limettencreme

Zutaten:

Keksboden:
125 g Butter
250 g Vollkornkekse
35 g Kokosraspeln

Crème Füllung:
400 g (eine Dose) gesüßte Kondensmilch
4 Eigelb
1 EL abgeriebene Limettenschale
100 ml (frisch gepresster) Limettensaft
4 Eiweiß

marinierte Erdbeeren:
Saft und Schale von einer Limette
100 ml Wasser
140 g Zucker
100 g frische Erdbeeren

Zubereitung:
1. Schmilz die Butter für den Keksboden und misch sie mit den zu feinen Bröseln zerbrochenen Keksen und den Koksraspeln zu einer gleichmäßigen Masse.
2. Fülll mit der Bröselmasse eine Quicheform und stell sie für mindestens 20 Minuuten in den Kühlschrank.

3. Verquril Kondensmilch, Eigelb, LImettenschale und -Saft in einer Schüssel.
4. Schlag das Eiweiß in einer zweiten Schüssel zu festem Schnee. Zieh die Hälfte des Eiweiß mit einem Teigschaber vorsichtig unter die Limettencrème, dann hebst du die zweite Hälfte unter. Du musst hier ein bisschen aufpassen und darfst nicht zu viel rühren – sonst fällt der Schnee komplett in sich selbst zusammen.
5. Gib die Füllung in die vorbereitete Form mit Keksboden und lass sie im Ofen bei 170 Grad 20 MInuten backen.
Lass den fertigen Kuchen bei Zimmertemperatur auskühlen und stell ihn dann für mindestens drei Stunden im Kühlschrank.

6. Lass für die Marinade der Erdbeeren LImettenschale, Saft, Wasser und Zucker zusammen aufkochen bis die Mischung ein bisschen eindickt.
Lass den Sirup kurz auskühlen.
7. Putz die Erbeeren und schneid sie in der Mitte durch. Leg die Hälften im Limettensirup ein und lass alles 30 Minuten ziehen.
8. Nimm den Kuchen vorsichtig aus der Form und dekoriert die marinierten Erdbeeren darauf. Wenn du magst kannst du auch noch ein bisschen Limettensirup auf die Erdbeeren geben.