Seitdem ich meine ersten polnischen Piroggen im September in Warschau gegessen habe, bin ich verliebt. In die vielseitigen kleinen Teigtaschen, die man mit allem Erdenklichen füllen kann. Es gibt vegetarsiche Piroggen, welche mit Fleisch, Piroggen mit Quark und Sauerkraut, Piroggen mit Spinat und Ziegenkäse. Piroggen können gebacken, gekocht oder gebraten werden. Die Möglichkeiten sind bei Piroggen nahezu unbegrenzt. Und ich? Ich mag die kleinen Teigtaschen gerne, wenn sie mit Hackfleisch gefüllt sind – dazu angeschmolzene Zwiebeln.

Nummer Fünfzehn_Lifestyleblog aus München_Piroggen-0531

Nummer Fünfzehn_Lifestyleblog aus München_Piroggen-0516

Ich habe schon lange überlegt mal selber Maultaschen zu machen, die vom Metzger schmecken mir häufig nicht so wirklich. Vor dem Aufwand bin ich dann aber irgendwie doch immer wieder zurück geschreckt und habe lieber gar keine Maultaschen gegessen. Ich hatte schon viele wunderbare Ideen um Ravioli zu füllen – und jeder weiß, dass die frischen Ravioli die allerbesten überhaupt sind. Aber auch da war mir irgendwie der Aufwand am Ende doch oft zu groß. Dann habe ich Piroggen gegessen – und wenn man mal ganz ehrlich ist, dann ist der Unterschied zu Ravioli oder Maultaschen nicht so wahnsinnig groß. Um es auf den Punkt zu bringen: Man hat eben irgendeine Füllung, die man in einen Nudelteig einpackt.

Nummer Fünfzehn_Lifestyleblog aus München_Piroggen-0505

Nummer Fünfzehn_Lifestyleblog aus München_Piroggen-0499

Nummer Fünfzehn_Lifestyleblog aus München_Piroggen-0484

Mit den Pieroggen in Warschau hat mich die Lust am Ausprobieren gepackt. Ich wollte es plötzlich unbedingt probieren und selber Piroggen machen. Was soll ich sagen? Es war super einfach und ging richtig schnell. Der Teig war in fünf Minuten fertig, parallel habe ich schon an der Füllung gearbeitet. Einzig das Ausrollen des Teigs war ein klitzekleines bisschen anstrengend – ich wollte den Teig gerne so dünn wie irgendwie möglich und habe ewig mit meinem Nudelholz rumgerollt. Irgendwann habe ich mir dann überlegt, dass ich das Ausrollen als Workout verbuchen kann und dann ging es schon 😉 Mein Fazit ist in jedem Fall, dass es nicht bei diesem einen Versuch bleiben wird. Ich steige jetzt ganz groß in die Piroggen-Maultaschen-Ravioli-Produktion ein 🙂

Zutaten:
200 g Buchweizenmehl
1 Ei
80 ml lauwarmes Wasser
Salz und weißer Pfeffer

500 g Rinderhack
150 g Champignons
2 Zwiebeln
5 EL Butter

1 Ei
3 EL Sahne/Sojajoghurt

Zubereitung:
1. Aus Mehl, Ei und Wasser knetest du mit den Händen einen Teig – wenn er noch zu klebrig ist, gib noch ein bisschen Mehl dazu. Schmeck den Teig mit etwa 1 TL Salz und einer guten Prise weißem Pfeffer ab. Dann form ihn zu einer Kugel und stell ihn zur Seite.
2. Putz die Champignons und viertel sie. Eine Zwiebel hackst du ganz fein, die andere schneidest du in Ringe.
3. Mit 2 EL Butter brätst du erst die gehackte Zwiebel an, dann kommen Hackfleisch und Pilze hinzu. Achte hier darauf immer zu rühren – das Hackfleisch soll krümelig werden und keine Klumpen bilden.
4. Wenn das Hackfleisch fertig ist, ziehst du es vom Herd und fängst mit der körperlichen Arbeit an: Der Teig muss ausgerollt werden. Ganz dünn. Ich habe dazu den Teig in vier Portionen aufgeteilt, ausgerollt und dann ausgestochen. Ich hatte keinen runden Ausstecher mit etwa 8 cm Durchmesser – und habe einfach ein Glas genommen.
5. In einer kleinen Schüssel mischst du Ei und Sahne oder Sojajoghurt, sodass sich eine glatte Masse bildet.
6. Jetzt geht´s ans Füllen: Auf jeden runden Teigkreis kommt ein Löffel Hackfleisch-Pilz-Mischung. An den Kanten streichst du den Teig mit der Ei-Mischung ein und klappst ihn dann so zusammen, dass ein Halbkreis entsteht. An den Rändern noch schön festdrücken und dann zur Seite legen.
7. Bring einen Topf mit Wasser zum Kochen und gib die Piroggen für 4 Minuten ins heiße Wasser.
8. Während die Piroggen kochen, schmilzt du die restliche Butter in einer Pfanne, gib die Zwiebelringe dazu und schwitz alles schön an. Ich gebe gerne noch ein kleines bisschen Salz auf die Zwiebeln, damit es besser schmeckt.
9. Die gekochten heißen Piroggen kommen jetzt auf einen Teller, Zwiebeln drüber – und servieren!

Nummer Fünfzehn_Lifestyleblog aus München_Piroggen-0463

Nummer Fünfzehn_Lifestyleblog aus München_Piroggen-0545

Für meinen ersten Versuch kam mir die einfache Füllung aus Hackfleisch übrigens gerade recht: Ich wollte es mir nicht zu schwierig machen und hatte die Piroggen mit Hackfleisch neben den mit Spinat und Ziegenkäse auch einfach am Liebsten gegessen. Nachdem ich jetzt weiß wie es geht, wage ich mich beim nächsten Mal an etwas ausgefallenere und kompliziertere Versionen ran – ich freue mich in jedem Fall schon sehr! Für dieses Mal hat mir das Experiment mit dem Buchweizenmehl vollkommen ausgereicht!

Nummer Fünfzehn_Lifestyleblog aus München_Piroggen-0544

Nummer Fünfzehn_Lifestyleblog aus München_Piroggen-0524