Ich sitze auf dem Bett und wünsche mir ein Roastbeef-Sandwich herbei. Knuspriges Brot, saftiges Fleisch, ein bisschen selbstgemachte Remoulade.
Seitdem ich in Amman angekommen bin, habe ich kein Fleisch mehr gegessen und bis heute habe ich es auch nicht vermisst. Aber jetzt gerade? Wäre schon fein so ein Roastbeef-Sandwich. Mit Blick auf die Strapazen. die mich in Petra erwarten in den kommenden Tagen wäre es eine perfekte Weg-Verpflegung. Während ich wohl nur davon träumen werde, habe ich Dir das Rezept oder vielmehr eine Inspiration für das perfekte Roastbeef-Sandwich mitgebracht. 

Weißt du worin für mich das Geheimnis eines guten Sandwiches liegt? In der Soße. Es ist die Soße. Immer die Soße. Zum Roastbeef gehört für mich Remouladensoße, am leibesten selbstgemacht.
Natürlich muss das Roastbeef gut sein, das ist ja eh klar. Ich habe es schon selbst zubereitet, meist nehme ich mir aber ein fertig zubereitetes Stück oder einzelne Scheiben beim Metzger meines Vertrauens mit. Hauptsächlich, weil ein gutes Roastbeef einfach seine Zeit braucht und noch viel hauptsächlicher, weil wir gar nicht so viel essen können 😉

Aber die Remouladensoße, die mache ich gerne selbst.
Während des Studiums hatte ich mal so eine Phase…da habe ich tagelang Remouladensoße aus der Tube auf warmem getoastetem Brot gegessen. Meist einfach so, manchmal mit einer Scheibe Schinken dazu. Köstlich, ich sage es Dir. Oder Remouladensoße mit einem hart gekochten Ei – ebenso köstlich. Aus der Tube finde ich noch immer vollkommen in Ordnung, selber machen ist aber auch nicht schwer. Im Prinzip ist eine Remouladensoße nur eine ganz normale Mayonnaise, die mit klein gehackten Essiggurken, Kapern und Sardellen ein bisschen gepimpt wird.

Rezept für selbstgemachte Remouladensoße

Zutaten:
2 Eidotter
150 ml Speiseöl (ich verwende ganz gerne Sonnenblumenöl)
1 TL Senf
1 EL Zitronensaft
etwas Worcestersoße
Pfeffer und Salz

3 EL sehr fein gehackte Gewürzgurken
1 TL gehackte Kapern
2 gehackte Sardellenfilets
1 EL gehackte Petersilie

Zubereitung: 
1. Verquirl in einer kleinen Schüssel die Eidotter mit Senft, Zitronensaft und Gewürzen.
2. Unter ständigem Rühren gibst du zunächst einige Tropfen ÖL zu der Masse, nach und nach kommt immer mehr Öl hinzu. Entscheidend ist, dass du das Öl immer zuerst komplett einrührst, bevor du neues Öl hinzu gibst. Je mehr Flüssigkeit du zum Ei gibst, desto fester wird es.
3. Wenn das ganze Öl untergerührt ist, kommen Gewürzgurken, Kapern, Sardellen und Petersilie hinzu – fertig.