Wenn mich mein Freund in Deutschland fragt, was ich gerne essen möchte – dann stehen indisch und die arabische Küche (ganz allgemein) recht hoch im Kurs. Ich liebe Hummus, Baba Ganoush und Pfefferminztee. Ich bin bereit einen langen Weg für wirklich gute Falafel auf mich zu nehmen und habe eine Schwäche für Knafah.
Zuerst habe ich mich im Himmel gewähnt als ich erfahren habe, dass es in der Schule jeden Tag Falafel zum Lunch gibt. Falafel mit Hummus. In freudiger Erwartung habe ich noch in München ein Rezept für eine Falafelbowl geshooted – und auch wenn ich der Falafel inzwischen ein bisschen überdrüssig geworden bin: Das Rezept ist grundsätzlich großartig. Wenn man nicht gerade jeden Tag Falafel isst 😉

Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich die fritierten Bällchen aus Kichererbsen das erste Mal probiert habe. Plötzlich waren sie in meinem Leben und auf meiner Speisekarte und haben sich langsam zu einem meiner liebsten Snacks entwickelt.
Hier in Amman hat jeder eine Meinung zu Falafel. Vor allem hat jeder eine Meinung dazu, wo es wohl die besten gibt. Ich habe inzwischen (vor allem in den ersten Wochen) viele verschiedene Plätze ausprobiert und mich quer durch Amman gefuttert. Eine erste Empfehlung – basierend auf einem Zwischenergebnis, meine Recherchearbeiten sind noch lange nicht abgeschlossen – kann ich schon mal geben: Bei Hasheem Downtown gibt es wirklich großartige Falafel zu einem unschlagbaren Preis (zu dritt essen wir dort meist für ingesamt weniger als fünf Dinar, das sind vielleicht etwas mehr als 6 € und sind mehr als satt).

Was mir aber bei den Falafel in Amman – und im Nahen Osten im Allgemeinen – am meisten fehlt sind frische Zutaten, die zu den Falafel serviert werden. Einen Salat, eine Bowl, wenigstens ein paar Tomaten und ein Blatt Salat. Aber Fehlanzeige. Wenn es “Gemüse” gibt, dann in Essig eingelegtes und konserviertes. Und eine halbe Zwiebel – manchmal frage ich mich, ob die Jordanier wohl die Zwiebel wie einen Apfel essen? Einfach reinbeißen? 😉

Viel lieber als die Zwiebel und die Falafel wäre mir da eine Falafelbowl. Mit frischem knackigem Gemüse,  “Blumenkohl-Couscous” mit roter Beete und dazu eine Soße aus Tahini und Zitrone. Ja, so könnte ich mir Falafel gerade gut vorstellen.

Rezept für eine Falafelbowl

Zutaten:
1 Blumenkohl
1 Knolle rote Beete (gekocht)
Bambus Sprossen
Rotkohl
Feldsalat
Knoblauch
Tahini
Olivenöl
Zitronensaft

Für die Falafel:
1 Dose Kichererbsen (200g)
1 rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Bund Koriander
1/2 Bund Petersilie
Zitronensaft
1 TL Kreuzkümmel
100 g Kichererbsenmehl

Zubereitung: 
1. Zuerst bereitest du die Falafel zu: Lass die Kichererbsen abtropfen und wasch sie mit frischem Wasser gut ab. Gib dann alle Zutaten in einen Mixer und lass ihn laufen, bis sich eine geschmeidige Masse gebildet hat. Wenn notwendig kannst du ein bisschen Wasser hinzugeben.
2. Form aus der Masse kleine Bällchen und fritier sie nach und nach in heißem Öl. Eigentlich eignet sich jedes Pflanzenöl, ich nehme meist Sonnenblumenöl oder Rapsöl. Wenn die Falafel golden sind, sind sie fertig.
3. Wasch den Blumenkohl und schneid ihn in mundgerechte Stücke. Zusammen mit der Roten Beete kommt er in den Mixer. Lass die Maschine laifen, bis eine Art “Couscous” entstanden ist.
4. Schneid den Rotkohl in schmale Streifen, misch die Zutaten in einer Bowl und bereite aus Zitronensaft und Tahini eine leichte Soße dazu. Wenn du magst, kannst du sie noch mit etwas Pfeffer, Salz und etwas Kreuzkümmel abschmecken.