Irgendwann zu Beginn des Jahres hatte ich eine Gemüsesuppe gekocht. Mein Standard-Rezept, wenn einer von uns ein bisschen am kränkeln ist. Oder wenn das Wetter draußen nach einem warmen Essen im Magen verlangt. Meist koche ich einen großen Topf, wir essen zwei Mal davon, ein Teil wird eingefroren…die Bilder sind eher spontan entstanden, als mir aufgefallen ist, dass eines meiner absoluten Standart-Rezepte es noch nicht auf den Blog geschafft hat. Eigentlich habe ich gezweifelt, ob ich es noch schaffen würde das Rezept in diesem Jahr zu veröffentlichen, bevor der Frühling kommt – aber der scheint sich noch etwas Zeit zu lassen und eine heiße Gemüsesuppe ist offenbar mehr als passend in diesen Tagen.

Wir haben zu Hause einen heftigen Suppenstreit: Mein Freund würde am liebsten jede unserer Suppen pürieren. Jede. Ich sehe das anders. Pürierte Tomatensuppe – na klar. Kürbissuppe – auf jeden Fall. Bohnensuppe – no way. Gemüsesuppe – unter keinen Umständen. Ich liebe es die einzelnen Gemüsesorten zu schmecken, die unterschiedlichen Konsistenzen wahrzunehmen und mich über die kleinen Kartoffelstückchen zu freuen, wenn ich sie auf dem Löffel habe. Alles zu pürieren verdirbt mir den Spaß und ganz abgesehen davon, ist es auch keine optische Freude. Die einzelnen Gemüsesorten werden zu einer braun-grünen Pampe…nicht besonders ansehnlich.

In die Gemüsesuppe mache ich übrigens alles rein, was die Bio-Kiste hergibt: Karotten, Pastinaken, Lauch, Sellerie, Topinambur, Schwarzwurzel…dazu eine oder zwei Kartoffeln, frische Petersilie, etwas Gemüsebrühe und am Ende beim Servieren noch ein Klecks Crème Fraiche.
So schnell und unproblematisch ist kaum ein Rezept und nach einem langen Spaziergang oder einem harten Arbeitstag mit schnee-erschwertem Heimweg gibt es nichts besseres. Nichts.

Rezept für eine großartige Gemüsesuppe

Zutaten:
2 mittelgroße Kartoffeln
4 Karotten
¼ Stange Lauch
½ Sellerie
1 Schwarzwurzel
1 Zwiebel
frische Petersilie
Gemüsebrühe
Crème Fraiche

Zubereitung:
1. Schäl das komplette Gemüse bis auf die Zwiebel und schneid alles in Würfel.
2. Schäl die Zwiebel, hack sie fein und brate sie mit etwas Butter in einem großen Topf leicht an. Wenn die Zwiebel nach einigen Minuten angebräunt ist, kommt das restliche Gemüse dazu.
3. Warte ein paar Minuten, dann gießt du das Gemüse mit etwa 1,5 Wasser zu einer Suppe auf. Hier ist es ein bisschen abhängig davon, wie du es gerne magst: Willst du eher einen Eintopf (dann reduzier die Wassermenge etwas) oder eine Suppe mit hohem Flüssigkeitsanteil und im Verhältnis etwas weniger „Einlage“ (dann gib noch etwas Wasser hinzu).
4. Etwa zwei bis drei EL Gemüsebrühe sorgen für einen guten Geschmack, ich ergänze die Mischung aus dem Bioladen immer um frisch gemahlenen Pfeffer und manchmal auch um einige Chilli-Flocken.
5. Lass die Gemüsesuppe mit geschlossenem Topfdeckel für etwa 15-20 Minuten kochen.
6. Ganz zum Schluss kannst du noch eine Hand voll gehackter Petersilie in den Topf geben und wenn du magst beim Servieren auf jede Portion einen Klecks Crème Fraiche geben. Fertig ist das Soulfood für den späten Winter.