Noch so ein Rezept, dass mir den Start in den Herbst versüßt. Jetzt kann man sich wieder ein bisschen mehr Zeit lassen in der Küche, man hat nicht mehr ununterbrochen den Drang und den Wunsch jede wache und freie Minute an der frischen Luft und in der Sonne zu verbringen. Oder vielleicht doch – weil jeder Tag der letzte schöne Sonnentag sein könnte? Ich war die letzte Woche ganz oben im Norden von Norwegen, in Tromsö. Ich bin vollkommen ohne Erwartungen an das Wetter hier hoch gekommen und wurde mehr als belohnt: Sieben Tage Sonne, ein goldener Herbst, wie er im Buche steht. Da passen die frischen Ravioli mit Parmesan und Rosmarin perfekt dazu.

Nudeln selber machen wird vollkommen falsch eingeschätzt: Viel zu viel Arbeit, gekauft ist genauso gut. Vollkommener Quatsch.
Ja natürlich dauert es etwas länger die Ravioli frisch zu machen, als nur die Tüte zu öffnen und sie ins Wasser zu werfen. Aber es rentiert sich, die Qualität ist eine ganz andere.
Schon alleine, weil man die Füllung selbst wählen kann. Jetzt im Herbst mag ich die Ravioli gerne mit einer Füllung aus Maronen. Oder Kürbis – unglaublich lecker werden sie übrigens auch mit einem Wildbrät. So gut. Und das Rezept lässt sich eh ganz einfach anpassen, die Füllung kannst du also ganz nach Deinem Geschmack variieren.

Rezept für Ravioli mit Parmesanfüllung

Zutaten:
200 g
 Mehl
60 g Weizengrieß
Eier
Eigelb
TL Salz

Scheiben Weißbrot
TL Olivenöl
40 g Pinienkerne
2 Knoblauchzehen
100 g Parmesan
300 g Ziegenfrischkäse
Ei (Eiweiß und Eigelb trennen)
Zweige Rosmarin
100 g Butter

Zubereitung: 
1. Zuerst Mehl, Gries, Eier und Salz mit einer Küchenmaschine zu einem glatten Teig verarbeiten. Für ein noch geschmeidigeres Ergebnis kannst du den Teig noch einige Minuten von Hand kneten, bevor du ihn in Frischhaltefolie einwickelst und für etwa eine halbe Stunde kühl stellst.
2. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder du rollst den Teig ganz klassisch mit einem Nudelholz aus – oder du nimmst eine Nudelmaschine. Ich habe beide Varianten schon unzählige Male getestet – beides funktioniert. Mit mehr oder weniger Muskelkraft. Aus dem dünn ausgerollten Teig stichst du Kreise mit einem Durchmesser von etwa zehn Zentimetern aus. Leg die Teigkreise zur Seite.
3. Schneid das Brot in feine Würfel, erhitzt etwas Olivenöl in einer Pfanne und röste das Brot zusammen mit den Pinienkernen an. Hack den Knoblauch und rühr ihn unter die Brot-Mischung. Der (geriebene) Parmesan wird zusammen mit dem Ziegenfrischkäse verrührt und kommt – zusammen mit den Eiern – zum Brot. Noch mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken, dann ist die Füllung fertig.
4. Auf jeden Teigkreis kommt etwa ein Esslöffel der Füllung, dann bestreichst du die Ränder der Kreise mit Eigelb und klappst sie in der Mitte zusammen. Entscheidend ist, dass du die Ränder gut festdrückst – sonst öffnen sie sich wieder und die ganze Füllung fällt heraus.
5. Ich lasse die Nudeln gerne in Salzwasser mit etwas Olivenöl für einige Minuten gar ziehen und brate sie dann mit Rosmarin und Butter in einer Pfanne knusprig braun an – noch etwas frischen Parmesan drüber, fertig.