Sonntag blieb ich liegen. Zuerst im Bett, dann auf dem Sofa. 
Schaute der Sonner hinter geschlossenen Fenstern beim Scheinen zu, konnte entfernt das vergnügte Lachen der Kinder auf dem Spielplatz im Innenhof hören. Wunderschönes Wetter, ein perfekter Sommersonntag – und ich blieb einfach drinnen. 

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Lederjacke – Freaky Nation
Pullover – more&more
Jeans – Hilfiger
Schuhe – alt von Zara, ähnliche hier

Mit gebrochenem Fuß liege ich auf dem Sofa in meinem Wohnzimmer in Amman, erschöpft von meinem Weg zur Schule. 150 Meter am Morgen, 150 Meter am Nachmittag wieder zurück. Mit Krücken, die mich an die Requisite eines Kriegsfilms erinnern. Eines Kriegsfilms über den ersten Weltkrieg. Ich kann – abgesehen von exzessivem Nutzen meines Netflix-Accounts und dem Lernen von Karteikarten – wenig tun, bin auf die Hilfe meines Mitbewohners angewiesen. Mein Kopf sagt „Bleib liegen und warte, bis er zurück kommt, sicherlich bringt er Dir einen Saft aus dem kleinen Shop Downtown mit, wenn du ihn bittest.“. Mein Herz sagt: „Ich will jetzt einen Saft und ich will ihn mir selbst kaufen.“ Ich schleppe mich auf die Straße, steige in ein Taxi und erkläre dem Taxifahrer meine Situation. Wir verhandeln kurz über den Preis, fahren gemeinsam nach Downtown, ich besorge meinen Saft und er bringt mich nach Hause. 
Stolz und erschöpft sinke ich zurück auf´s Sofa. Zahlen musste ich am Ende übrigens weder den Saft, noch das Taxi. Weil alle sich so sehr mit mir gefreut haben, dass ich es geschafft habe, trotz Krücken meinen frisch gepressten Saft zu organisieren. 

Ich habe ein gut laufenden kleines Unternehmen, einen wunderbaren Freund, eine zauberhafte Wohnung in Innenstadt-Lage in München – und trotzdem habe ich eine Traum. Arabisch lernen, in Jordanien. Ich lasse einfach alles zurück und begebe mich in eines der größten Abenteuer meines Lebens. Ein bisschen was habe ich verloren, aber viel gewonnen. Vor allem das gute Gefühl etwas gewagt zu haben. 

Sei mal lieber unvernünftig. Macht Spaß.