Sit down and listen – vielleicht einer der klügsten Ratschläge, die ich jemals bekommen habe.
Sit down and listen – wenn du in einer Auseinandersetzung bist. DIe andere Seite hat eventuell auch valide Argumente, die es wert sind gehört zu werden. Einfach mal zuhören, eine andere Sichtweise, einen neuen Standpunkt wirken lassen. Ohne zu werten, ohne zu unterbrechen. Einfach nur zuhören. 

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Zuhören, wahrnehmen. Was ist es, das mein Gegenüber bewegt? Wenn ich von meinem Standpunkt zurücktrete und vollkommen neutral auf die Situation blicke – wie ist dann mein Gefühl?

Ich bin wieder in Jerusalem. In Israel. Oder ist es das besetzte Palästina?
Ich fahre an dem Hinweisschild vorbei, das in den letzten Wochen und Monaten für viel Unruhe gesorgt hat. Das stellvetretend für einen Konflikt steht. Für eine Politik. „American Embassy.“ Im Vorbeifahren gesehen, zwei Worte, die Emotionen auslösen. Natürliche habe ich eine Meinung zur Verlegung der amerikanischen Botschaft nach Jerusalem. Natürlich habe ich eine Meinung zum Nahost-Konflikt – wie könnte ich keine Meinung haben, nachdem ich so viel Zeit in der Region verbracht habe.

Jeansjacke – hm
Schuhe – hm
Kleid – more&more

Sit down and listen. Einfach mal das Treiben auf den Straßen beobachten.
Am Freitagnachmittag, kurz bevor der Sabbat startet: Auf dem Markt herrscht gecshäftiges Treiben, schnell werden noch die letzten Lebensmittel besorgt. Kurz bevor der westliche Teil der Stadt in einen Schlaf versinkt, aus dem er erst Sonntagmorgen wieder richtig aufwacht – während im Osten das Leben brummt. Einfach mal beobachten, wie die Menschen in der geteilten und doch nicht geteilten Stadt miteinander interagieren, wie sich das tägliche Leben abspielt.
Beobachten, wie es sich anfühlt den Checkpoint zu passieren, nach Palästina zu fahren. In Bethlehem und Hebron in eine andere Welt einzutauchen. Nur knappe 20 km entfernt und doch ganz anders.