Eins vorweg: Ich bin schlecht im Training. Zuerst eine Verletzung, dann Terminstress. In der letzten Woche war ich nicht ein einziges Mal auf dem Laufband oder in der freien Natur – das nervt mich fürchterlich. Ich bilde mir ein, dass es tatsächlich einfach nicht zu schaffen war. Gleichzeitig weiß ich, dass es möglich gewesen wäre. Ich habe eben nur die Prioritäten anders gesetzt.

Mein Trainingsplan sieht vor, dass ich drei bis vier Mal pro Woche laufe: Eine ausgewogene Mischung zwischen langen Ausdauerläufen, Intervalltrainings und Sprints. Ein guter Plan. Beim Training geht es nicht darum ständig die 21 km zu laufen – das Ziel ist es den Körper an die Langzeitbelastung zu gewöhnen und ihn so auf den Wettkampf vorzubereiten. Soweit der Plan.

Im Moment hinke ich hinterher. Sicherlich: Ich hätte um 4:30 aufstehen können oder nach 23:00 noch ins Studio fahren um die Kilometer auf dem Laufband runter zu rocken. Hätte, wäre, könnte. Habe ich aber nicht. Die letzten zwei Wochen waren wahnsinnig anstrengend: Ich war in Frankfurt auf der Messe (laut meinem Schrittzähler bin ich dort übrigens innerhalb von drei Tagen einen Marathon gelaufen), habe endlos viel gearbeitet um meinen Urlaub vorzubereiten und hatte das FoodbloggerCamp zu organisieren, das dieses Wochenende stattfindet.

Nach einer Woche Pause bin ich seit Montag aber wieder voll dabei: Jeden Tag bin ich gelaufen, ich habe meine Schuhe mit nach Reutlingen genommen und will auch hier laufen – vor dem FoodbloggerCamp. Ob ich Lust habe? Geht so. Mal mehr mal weniger – wie das eben mit den meisten Dingen im Leben ist. Diese Woche hatte ich nicht so viel Lust, ich wollte aber unbedingt – das sind zwei unterschiedliche Dinge.

Meinen Trainingsplan habe ich mir übrigens nicht wirklich selbst erstellt. Ich habe ihn mir runtergeladen aus dem Internet, von einer Running-Website – dann hab ich ihn in meinen Kalender eingetragen, als feste Termine. Das hat mir – bis auf die letzte Woche – immer sehr geholfen meine Trainingseinheiten als „richtige“ Termine zu sehen und das Training nicht schleifen zu lassen. In den Urlaub nehme ich meine Schuhe allerdings nicht mit: Bei einem normalen Cluburlaub am Strand hätte ich das in jedem Fall gemacht. Den machen wir aber nicht – wir backpacken. Und wir werden unheimlich viel unterwegs sein. Am Ende hätte ich vielleicht drei Lauf-Sessions in die drei Wochen gepackt, dafür permanent die Schuhe mit mir rumzutragen ist mir zu viel und vor allem zu schwer.

Wenn ich wieder in Deutschland bin, will ich weiter trainieren. Dann sind es noch sechs Wochen bis zum Lauf. Allerdings laufe ich dann nur noch in kurzen Hosen, völlig egal wie das Wetter ist – soll ja schließlich jeder meine karibische Bräune sehen 😉