Eines vorweg: Es war schon wieder zu viel in meinem Rucksack. Ein Teil von dem, was ich eingepackt hatte ist schon in Deutschland wieder zurück in den Schrank gewandert, ein anderer Teil ist von Ägypten aus mit meinem Freund zurück nach München und nicht mit mir nach Amman. Mein „Travel Light“ hat also auch noch jede Menge Potenzial auf „Erleichterung“ aber mit jeder Backpacking-Reise werde ich ein kleines bisschen besser. Schritt für Schritt.

Pack für eine Woche.
Wer länger unterwegs ist der weiß, dass es eigentlich reicht frische Kleidung für eine Woche dabei zu haben. Vielleicht für zehn Tage, wenn man etwas entspannter sein will. Das reicht. Wirklich.
Alle zehn Tage mal fix in einen Waschsalon zu gehen, alles einmal in die Maschine und danach in den Trockner oder im Hostel aufhängen. Fertig.

Pack ein, was zusammen passt.
Wenn ich verreise, versuche ich möglichst sparsam zu packen. Kein Outfit, dass nur mit einem Paar Schuhe funktioniert, das ich ansonsten nicht tragen würde. Ich achte darauf, dass alle Oberteile mit allen Unterteilen funktionieren, sodass ich mit möglichst wenigen Stücken eine große Varität habe. Im Winter setze ich eher auf grau und schwarz – aktuell sind viele Stücke in hellem Beige und Weiß in meinem Rucksack. Je neutraler, desto besser und desto einfacher wird es auch mit dem Waschen. Das ist eh klar.

Schau Dir das Wetter an. Und die Reiseländer.
Ich habe keine Regenjacke in meinem Rucksack und auch keine Schuhe, die mich bei einem langen Regenguss trockenen Fußes nach Hause bringen. Dafür ein Paar Birkenstocks, Ballerinas und Turnschuhe, keine Highheels. Ich kenne Ägypten, Jordanien, Israel und Palästina – ich weiß, was ich brauche und was nicht. Regen ist in dieser Region sehr selten und unwahrscheinlich, damit rechne ich nicht und spare mir den Platz für etwas anderes.
Was ich sagen will: Überleg Dir genau, was du wohl wirklich brauchen wirst. Und ganz ehrlich: Wie wahrscheinlich ist es, dass du einen längeren Spaziergang machst, wenn es wirklich regnet? Eben.

Komprimieren ist der Schlüssel.
Ich nutze nicht nur Packingcubes, sondern vor allem spezielle Vakuum-Beutel. Einerseits schützen die meine Kleidung auch mal vor Nässe (die wird wohl nicht kommen in diesem Teil der Welt, aber sonst wo mag das auch noch praktisch sein) und ziehen vor allem die Luft aus der Kleidung. So passt sehr viel mehr auf kleinen Raum und man kann vielleicht noch das ein oder andere Extra-Stück in den Rucksack schmuggeln. Der Nachteil: Die Kleidung knittert extrem. Ich packe deswegen immer alles direkt aus, wenn es möglich ist.

Was ist denn jetzt wirklich in meinem Rucksack?
Zur Erinnerung: Ich habe für sechs Wochen im Nahen Osten gepackt, nicht nur zum Reisen. Ich habe eventuell ein paar Vorstellungsgespräche und lebe ganz normal in Amman.

3 (sehr leichte) Culottes (schwarz, beige, mit Muster)
1 weite Stoffhose (beige)
1 schmale Stoffhose (rosé)
1 Jeans
1 langes Kleid

1 Longsleeve
4 Tshirts
3 Trägertops (als Unterhemden)
1 lange Bluse

3 Pullover
1 Strickjacke

1 Jeansjacke
1 wärmere Bikerjacke

1 Paar Birkenstock
1 Paar Flipflops
1 Paar Ballerinas
1 Paar Converse
1 Paar Sportschuhe

1 Sporthose
3 Oberteile zum Sport

1 Bikini
1 Sonnenbrille
1 Handtasche

Das hätte man natürlich noch reduzieren können. Auf die Ballerinas und entweder die Converse oder die Sportschuhe kann man locker verzichten. Ganz locker. Auch bei den Culottes hätte ich mich auf eine beschränken können. Musste ich aber nicht: Alles hat locker in einen 55 l Rucksack gepasst und liegt mit 17 kg Gewicht noch komplett in meiner Comfortzone.
Als Handgepäck habe ich einen zweiten Rucksack dabei. Ich reise mit meiner Spiegelreflex inklusive Wechselobjektiven, dem Laptop, Ladegeräten usw. – das alles habe ich lieber im Handgepäck. Better safe than sorry.