Die Norweger sind echte Outdoor-Menschen: Bei jedem Wetter, unter allen Bedingungen sind die Menschen in der Natur, genießen die Freizeit und die Freiheit. Natürlich habe ich mich mitreißen und überzeugen lassen. Selten war ich so viel an der frischen Luft wie in den letzten Tagen.
Meine anfänglichen Bedenken, dass es vielleicht zu kalt sein könnte, dass das Wetter vielleicht nicht ganz optimal ist – alles unbegründet. Nicht nur, weil die Sonne fast ununterbrochen geschienen hat. Auch weil ich festgestellt habe, dass es wunderschön sein kann im dichten Nebel mit dem Schiff auf´s Meer zu fahren. Ganz nach dem Motto: Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung. 

Nach langem Überlegen und Abwägen ist ein neues Objektiv für meine Nikon eingezogen – ein 24-70mm von Tamron. Ich habe lange gezögert – und könnte jetzt nicht zufriedener sein Eine sehr gute Investition.

Eine Kunstlederhose ist wahrscheinlich nicht unbedingt das Kleidungsstück, was den meisten Menschen einfällt, wenn sie an Outdoorkleidung denken. Aber – ein ganz entscheidendes Aber – die Hose ist nahezu luftundurchlässig und hat mir auch im stärksten Wind die Beine warmgehalten. Also irgendwie doch outdoortauglich?

Eigentlich brauche ich keine Winterschuhe – die meiste Zeit in diesem Winter werde ich nicht in einer Region verbringen, in der man gefütterte Schuhe braucht. Trotzdem finde ich die Boots mit integriertem Keilabsatz hübsch. Sehr hübsch.

Zum ersten Mal seit meiner Schulzeit habe ich mich wieder für einen Rucksack entschieden. So praktisch.
Ich hatte den hellgrauen Rucksack von Northface hier in Norwegen tatsächlich jeden Tag und immer dabei. Meine Kamera inklusive aller Wechselobjektive findet Platz, dazu Wasser, ein paar Snacks und ein warmer Schal. Perfekt für einen langen Tag in der Natur.

Ja es ist kalt. Nicht unglaublich kalt, aber eben im einstelligen Bereich. So, dass man gerne einen warmen kuscheligen Pullover unter der Jacke trägt.

Lasst uns kurz über Handschuhe sprechen. Zum Fotografieren der Nordlichter hier oben geht es ganz eindeutig nicht ohne. Handschuhe sind alles, ich hatte vor ein paar Tagen sogar zwei Paar übernander, als wir mitten im Nirgendwo gestanden und das Naturspektakel für ein paar Stunden beobachtet haben.

Über ein Jahr hatte ich meine Nikon nicht mehr auf Reisen dabei. Zu schwer, zu groß, zu unhandlich – dachte ich. Weil ich unbedingt Nordlichter einfangen wollte und kein Risiko eingehen wollte, ist die Nikon diesmal wieder mit an Board…und ich bin ganz verzückt. Ich nehm sie in Zukunft auf jeden Fall wieder öfter mit – Next Stop: Jordan.

Ich habe einen Tick, einen Lippenpflege-Tick. In jeder Tasche, in jeder Jacke – überall habe ich Pflegestifte. Die kalte Brise auf dem Meer hat meine Lippen (und Hände) aufspringen lassen. und ich war so happy, dass ich gleich mehrere Pflegen zur Auswahl hatte…eine hätte gereicht, aber manchmal ist mehr als man braucht auch ganz nett.