Canún war unsere erste Station im Urlaub. Wir hatten einen Weiterflug von Cancún nach Havanna gebucht und wollten uns die Stadt und die Strände für zwei Tage anschauen. Und das war die perfekte Entscheidung – zwei Tage waren für Cancún genau die richtige Zeit.

Das Beste? Wir sind am frühen Mittag in Cancún gelandet, bis wir am Hotel waren, war es Nachmittag. Wir haben geduscht und sind wieder los einen Teil der Stadt zu entdecken, sind zum Dinner und ins Bett – von Jetlag war in Cancún keine Spur.

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Unser erstes Dinner in Mexiko war gleich das Aufregendste. Im Hotel haben wir eine Empfehlung für ein Lokal mit dem besten Cevice der Stadt bekommen: Das I love Cevice ist eigentlich eine peruanische Spezialität: roher Fisch, eingelegt in einer Marinade mit viel Limettensaft. Wir haben uns beide schon auf dem Flug nach Cancún auf den frischen Snack gefreut und wollten unbedingt Cevice essen. Auf der Speisekarte stand, dass das Cevice noch mit etwas anderem serviert wird, leider haben wir nicht verstanden, worum es sich bei unserer Beilage handelt. Der Kellner hat erklärt, dass das „diese kleinen Tiere“ wären – nachdem Cevice roher Fisch ist, dachten wir, dass Chapulines wohl kleine Krabben sein würden. Weit gefehlt: Chapulines sind kleine Heuschrecken. Wir haben das allerdings erst gemerkt, nachdem wir den halben Teller leergefuttert haben – im Lokal war es so dunkel, dass wir nicht wirklich sehen konnten, was wir auf dem Teller hatten. Mein Fazit nach meinen ersten Heuschrecken: So wirklich schlecht schmecken sie nicht, hauptsächlich nach Gewürzen. Nochmal bestellen, würde ich mir Chapulines aber nicht, die Hürde in meinem Kopf ist einfach zu groß.

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Am nächsten Morgen waren wir zu einem schnellen Frühstück im Café Nader.
Wer bestellt ohne zu wissen, was er bestellt erlebt Überraschungen. Keine verrückten Überraschungen wie Heuschrecken im Fisch. Zum Frühstück gab es Frischkäse mit Schinken, eingebacken im Brot – eine super leckere Idee. Dazu einen großen Kaffee.
Die Innenstadt von Cancún ist schnell erlaufen und entdeckt – und an vielen Stellen nicht wirklich touristisch. Wir sind den ganzen Vormittag rumgelaufen, haben uns treiben lassen und über frische geschnittene Mangos von Händlern am Straßenrand gefreut. Zum Lunch haben wir uns zusammen mit vielen Mexikanern ein paar Tacos auf einem Wochenmarkt gekauft, um dann satt und zufrieden zur „Zona Hotellaria“ zu fahren – ein bisschen karibischen Strand schauen.

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Ich hab noch selten etwas so Furchtbares gesehen. Der Strand war wunderschön: Weißer Sand, türkisblaues Meer und immer mal wieder ein Pelikan. So stellt man sich die Karibik vor. Wenn man sich mit dem Rücken zum Meer stellt und sich die Bebauung der Halbinsel anschaut, ist es leider nicht mehr ganz so schön. Riesige Hotelblöcke reihen sich kilometerlang aneinander. Ein Block eine größere Architektursünde als der andere. Ich kann mich kaum entscheiden, welches Hotel ich am wenigsten mag und ich bin so froh, dass wir uns ganz spontan in der Nacht vor dem Abflug entschieden hatten in ein kleines Hotel in der Stadt zu gehen. Wir haben im Boutique Hotel Marazul geschlafen und waren wirklich zufrieden mit den zwei Nächten.

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Ob ich wieder nach Cancún fliegen würde. Ja sicher – weil es der einfachste und schnellste Weg nach Tulum ist. Ich würde auch nochmal durch die Innenstadt schlendern, nur auf die Halbinsel mit den Hotels würde ich verzichten: Die Strände sind an anderen Stellen noch sehr viel schöner, über die Hotels brauchen wir gar nicht zu sprechen. Ansonsten ist auf der Halbinsel wenig zu holen und die coolen Bars sind eh in der Innenstadt von Cancún.