Manchmal hat man kein verlängertes Wochenende, keinen ganzen Tag und viel Zeit – manchmal bleiben einem nur wenige Stunden um eine Stadt zu entdecken, in das Flair einzutauchen und einen kleinen Eindruck davon zu bekommen, was eine Stadt wirklich ausmacht. So ging es mir mit Verona – schon zwei Mal. Beim ersten Mal war ich auf einen kurzen Abstecher mit meiner Mama dort – als wir auf der Autobahn die Abfahrt nach Verona gesehen habe, war die Entscheidung sehr spontan gefallen: Abfahren, ein bisschen was sehen, weiterfahren. Diesmal hatte ich etwas mehr Zeit – ziemlich genau 12 Stunden. Ob das für Verona reicht? Irgendwie schon, auch wenn ich mir vorstellen könnte einmal ein paar Wochen in der hübschen italienischen Stadt zu verbringen. 
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Sehenswert in Verona – meine Top 5

Casa die Giulietta
Verona ist die Stadt von Romeo und Julia und natürlich gibt es das berühmte Haus von Julia mit dem noch viel berühmteren Balkon. Kein besonders romantischer Ort: Es ist unfassbar überfüllt und im Eingangsbereich zum Innenhof haben 100 000 Menschen ihre Namen mit Edding an die Wand geschrieben. Weil das Haus von Julia aber nun mal DIE Sehenswürdigkeit von Verona ist und direkt in der Innenstadt liegt, kann man schon mal kurz vorbei schauen und sich vom Liebeszauber mitziehen lassen.

Arena di Verona
Als wir vor ein paar Wochen in Verona waren, hatten wir Pech – oder Glück: Die berühmten Opernfestspiele haben erst am folgenden Tag begonnen. Einerseits steht ein Besuch der Opernfestspiele in Verona definitiv auf der Liste der Dinge, die ich einmal erlebt haben möchte – andererseits wäre die Stadt am darauffolgenden Tag wahrscheinlich noch voller gewesen. Wegen der Aufbauarbeiten konnten wir uns die Arena leider nur von außen anschauen – bei meinem nächsten Besucht steht definitiv eine Oper auf dem Plan.

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Duomo di Verona 
Große Kirchen haben für mich etwas unglaublich beeindruckendes. Auch wenn ich mich kunsthistorisch nicht besonders gut auskenne ist mir aufgefallen, dass die Kirche romantische und gothische Elemente enthält. Das liegt daran, dass sie im 8. Jahrhundert durch ein Erdbeben zerstört wurde und dann im 12. Jahrhundert mit romantischen Elementen wieder aufgebaut worden ist.

Piazza delle Erbe
Den wunderschönen Platz haben wir leider erst ganz am Ende unseres Tages in Verona entdeckt – weil er voll mit Touristen war, haben wir uns davor entschieden in die andere Richtung abzubiegen. Schade eigentlich. Tagsüber findet ein bunter Markt mit Gemüse, Gewürzen und Touristen-Souvenirs statt – am Abend stellen alle Cafés und Bars die Stühle vor die Tür für einen kleinen Apperitivo.
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Und wo gib es in Verona etwas zu Essen?

Überall.
Das typischste Essen für Verona und die Region rund herum – das Veneto – ist Risotto. Man findet es auf jeder Speisekarte und in allen nur erdenklichen Varianten. Allerdings muss ich fairer Weise zugeben, dass ich auf das Risotto verzichtet habe: Bei weit über 35 Grad war mir einfach nicht nach einem warmen Lunch. Stattdessen haben wir uns einen wunderschönen Innenhof gesucht.

Im Ristorante Maria Callas saßen wir verträumt im Garten, haben fast zwei Stunden Mittagspause mit kalten Antipasti, einem Glas Weißwein und ein paar Keksen gemacht. Der Service war unglaublich freundlich, herzlich und zuvorkommend. Obwohl wir kleine Kommunikationsprobleme hatten – mein Italienisch ist seit meinem Abi vor 9 Jahren doch ein kleines bisschen eingerostet – hat alles ganz wunderbar geklappt und wir waren begeistert. Wenn man sich nur ein paar Querstraßen vom Touristenstrom entfernt, entdeckt man ein ganz anderes Verona. Ein Verona, dass an eine kleine Stadt in Italien erinnert, in der die Gastfreundlichkeit groß geschrieben wird. Wir haben wirklich gut gegessen, waren beide angenehm satt und hatten trotzdem eine Rechnung, die sich in Grenzen hielt.

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Und natürlich Eis – man kann keinen Tag in Italien verbringen ohne Eis zu essen. Wir haben uns eine kleine Eisdiele gesucht, die fast direkt am Fluss lag. Dort kam es uns etwas weniger touristisch vor und wir hatten die leise Vermutung, dass das Eis besser sein würde als gegenüber von Julias Haus. Wir waren bei L´Arte del Gelato und es war fantastisch. Ich hatte ein Bällchen Lakritz (meine Lieblingssorte) und ein Bällchen Vanille (nehme ich immer, weil ich finde dass es eine gute Basic-Sorte ist, die man schön vergleichen kann) – beide Sorten waren absolut fantastisch.

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Und shoppen in Verona?

Kann man auch – habe ich auch gemacht.
In der Via Mazzini findest du tatsächlich alles, was das Herz begeht. Neben Zara und COS gibt es Gucci, Prada und Furla. Vor allem Furla hatte es mir angetan. Schon auf der Autofahrt nach Verona habe ich davon erzählt, dass ich mir gerne eine kleine Handtasche kaufen möchte – so für jeden Tag und auch mal für einen Städtetrip. Damit ich nicht immer meine riesigen Handtaschen mit mit rumschleppe und viel zu schwer trage. So richtig ernst gemeint hatte ich es eigentlich gar nicht. Zumindest hatte ich keine Tasche in diesem Preissegment im Kopf. Als wir bei Furla rein sind, habe ich sie dann gesehen. Meine Traumtasche, die ich unbedingt haben wollte. Unbedingt. Noch schnell beim Lunch drüber nachgedacht und dann zurück zur Via Mazzini und gekauft.

Rund um die Via Mazzini und die Piazza delle Erbe gibt es übrigens nicht nur Ableger der großen Ketten, sondern auch viele kleine unabhängige Läden: Feinkost, Schuhe, Taschen, Kleidung, Bäckereien…wir haben wirklich alles gesehen, gefunden und vieles war so schön, dass wir nicht widerstehen konnten.

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Und beim nächsten Mal? Möchte ich gerne ein bisschen länger bleiben. Zwei oder drei Tage vielleicht. Um die Stadt ein bisschen mehr zu genießen. Und um schöne Fotos ohne Touristen zu machen. Dazu muss man dann allerdings morgens um sechs aufstehen – aber das ist im Sommer in Italien ja eh eine schöne Tageszeit.

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