Cairo – die größte Stadt in der arabischen Welt. Man sagt, Downtown Cairo würde Manhattan wie eine unbewohnte Insel aussehen lassen; nach ein paar Tagen in der Stadt kann ich nur zustimmen. Es ist voll. Sehr voll sogar. Aber erstaunlicher Weise ist das nicht unangenehm. Vielleicht weil es kaum westliche Touristen gibt.
Ein bisschen erinnert uns Cairo auf den ersten Blick an Havanna: Alte Stadtvillen die dringend eine Renovierung und ein bisschen frische Farbe brauchen würden, zeugen vom Glanz des Vergangenen. Charmant ist es, lecker ist es und voller Geschichte ist es.

Auch wenn das Thermometer tagsüber immer wieder auf über 25 Grad klettert – am Abend brauche ich doch eine Jacke. Weil mir nur der (im Verhältnis zu einem großen Koffer doch eher kleine) Rucksack zur Verfügung steht, habe ich lange überlegt, welche Jacke ich mitnehme. Am Ende ist es eine helle Jacke im Bikerstil geworden. Und eine Jeansjacke – because you can never go wrong with a jeanjacket.

Die große Herausforderung in der warmen Jahreszeit in der arabischen Welt ist es, sich luftig anzuziehen, ohne dabei zu “nackt” zu sein. Ich habe leichte (weite) Culottes für mich entdeckt. Die perfekte Mischung aus “angezogen sein” und “luftig genug um nicht zu schmelzen”.

Eines meiner Packing-Geheimnisse ist es in einer Farbfamilie zu bleiben: So lassen sich alle Stücke miteinander kombinieren und ich habe die größtmögliche Outfit-Vielfalt ohne zu viel mit mir rumzutragen. Wenn die Tops so wandelbar sind, wie das weiße Shirt mit dem Binde-Detail – perfekt. Ich trage es mit Turnschuhen und Jeans ganz lässig am Tag oder mit Keilabsätzen und großen Ohrringen am Abend.

Ich achte immer auf Sonnenschutz – nicht nur um mich vor Hautkrebs zu schützen, zu viel Sonne bringt auch Falten ins Gesicht 😉 Ein Sonnenschutz zum Sprühen ist super praktisch und kann auch im Laufe des Tages immer wieder aufgefrischt werden.

Und nochmal Beauty: Ohne Lippenstift oder Lipgloss? Eigentlich fast nie. Ich setze dabei auf natürliche Farben und leichte Texturen – damit ich den Lippenstift auch unterwegs und ohne Spiegel auftragen kann, ohne dass ich danach aussehe wie ein Clown.

Bei langen Ausflügen und ewigen Spaziergängen durch die Stadt kann eine Handtasche schon mal schwer werden. Und obwohl ich immer ein bisschen judgy war und den Touristenlook mit Rucksack vermeiden wollte: Ich hab jetzt doch einen Rucksack. Von Fjällräven. Und was soll ich sagen…ich bin nicht unglücklich damit 😉

Sommer und Espadrilles gehen Hand in Hand. Dass ich diese Schuhe schon im Februar tragen kann, macht mich unverhältnismäßig glücklich.

Dass ich immer Sonnenbrillen trage ist sicherlich kein Geheimnis, dass ich mehr als ein Modell für meine Zeit im Nahen Osten eingepackt habe, überrascht wahrscheinlich auch niemanden.