Der Alltag ist stressig: Um 9:30 der erste Termin, davor noch mit dem Hund rausgehen, ein paar Mails abarbeiten, den Beitrag online stellen und vielleicht etwas auf Instagram posten. Dann nach dem Termin gleich weiter, zwei oder drei Shootings müssen noch erledigt werden, eine Deadline zur Abgabe beim Kunden steht im Kalender. Im Alltag geht eines oft verloren: Der Genuss. Der Genuss des Alltäglichen.

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Dass es eigentlich ganz einfach sein kann zu genießen fällt mir immer dann auf, wenn ich mir ein wenig Zeit nehme und einfach mal innehalte.
Morgens wachwerden und sich eine Minute Zeit nehmen: Dann überlege ich mir, worauf ich mich an diesem Tag freue. Welche schönen Momente ich vor mir habe, auf welche Termine ich mich freue und wo ich mir vielleicht eine kleine Pause einbauen kann. Wenn ich am Morgen keinen super frühen Termin habe, dann steht direkt nach dem Aufwachen schon der nächste Punkt zum Genießen an: Ich nehme mir gerne 17 Minuten Zeit, genauso lange dauert mein liebstes Youtube-Morning Yoga-Tutorial. 17 Minuten in denen ich gemütlich und mit fließenden Bewegungen in den Tag starten kann.

Immer mal wieder macht mein Hund mit beim Yoga: Während ich im herabschauenden Hund bin, legt er sich unter meinen Bauch oder leckt mir die Ohren…er freut sich so sehr, dass ich endlich wieder wach bin und wir den Tag gemeinsam starten – wie könnte ich mich da nicht freuen? Nach dem Yoga mache ich – noch im Yoga-Outfit – meine erste Runde mit Nathan. Wir sprinten ein Stück, spielen mit Stöckchen und Bällen, üben ein paar Kommandos. Bei unserem ersten Spaziergang ist es oft noch vor Sieben oder gerade erst kurz nach Sieben: München und der Olympiapark liegen noch in einem Dämmerschlaf und wir genießen die Minuten zu Zweit.

So sehr ich meine täglichen Rituale – wie das Yoga am Morgen und unsere Spaziergänge – genieße, so sehr schätze ich es auch, dass ich meinen Start in den Tag ganz flexibel gestalten kann:
Mit einem Cappuccino auf dem Balkon. Die ersten Sonnenstrahlen des Tages haben eine besondere Wirkung auf mich: Ich wertschätze diese fünf Minuten und träume einfach nochmal vor mich hin, während ich mich im nussigen Aroma des Kaffees verliere und den festen Milchschaum an meiner Lippe spüre.

An anderen Tagen ist es meine Morning-Playlist für einen guten Start in den Tag unverzichtbar. Während die Songs im Hintergrund laufen, kommen mein Körper und mein Geist ganz langsam auf Touren. Am Morgen brauche ich ein paar Minuten bis ich ganz da und voll leistungsfähig bin – ich nehme mir die Zeit – so lange wie ich an jenem speziellen Tag eben brauche. Das ist eine Freiheit, die meine Selbstständigkeit mit sich bringt und die ich wirklich sehr schätze und genieße.

Und jetzt in der wärmeren Jahreszeit kommt noch ein neuer Aspekt für meinen Start in den Tag hinzu: Von meiner Mama habe ich eine große Leidenschaft für Pflanzen übernommen und mein ganzer Balkon steht voll mit unterschiedlichen Bäumchen, Palmen, Kräutern, Blumen…ich bekomme einfach nicht genug. Immer wieder ertappe ich mich am Morgen dabei, wie ich „nur fünf Minuten“ verwelkte Blättchen abzupfe, hier und da ein bisschen gieße und die Pflanzen umstelle. Aus fünf Minuten lasse ich auch gerne zwanzig Minuten werden, wenn mir danach ist. Ich versinke in der Arbeit und werde von meinem Gefühl geleitet. Genuss pur – besonders am Morgen.

Vielleicht ist es Dir schon aufgefallen, als du diese Zeilen gelesen hast: Genuss ist überall – wenn wir uns die Zeit nehmen. Als der „Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e. V. (BDSI)“ mich gefragt hat, ob ich Lust hätte einen Text über Genuss zu schreiben, habe ich es erst selbst wiedererkannt: Genuss verbinde ich natürlich mit Essen, mit Schokolade und Lakritz. Aber sicher doch. Aber Genuss sind für mich auch die kleinen Momente im Alltag: Die Yogaeinheit, mein Hundekind, dass sich freut. Der Spaziergang, der Kaffee in der Sonne und ein bisschen Gartenarbeit am Morgen. Manche Tage bringen schon fünf kleine Genussmomente vor dem Frühstück. Und manchmal ist weniger mehr: Ich versuche inzwischen meine Tage nicht mehr ganz so voll zu packen, nicht mehr ganz so viele Termine in eine Woche zu pressen und mir mehr Raum zu lassen. Raum dafür die kleinen Dinge des Alltags zu genießen und zu wertschätzen. Genuss ist ein sehr individuelles Thema: Vielleicht ist es für Dich eine Horrorvorstellung am Morgen schon mit dem Hund raus zu müssen – ich genieße es auch mehr, wenn die Sonne scheint als bei strömendem Regen. Vielleicht trinkst du morgens keinen Kaffee oder findest Pflanzen doof. Vielleicht läufst du gerne vor dem Frühstück 10 km oder genießt es in der S-Bahn die Zeitung zu lesen. Vielleicht ist es Dein genussvoller Start in den Tag, wenn du zehn Minuten länger liegen bleibst oder wenn du lange und heiß duschst. Es ist gar nicht entscheidend was du genießt – es ist entscheidend, dass du genießt. Und zwar all die Kleinigkeiten an jedem einzelnen Tag.

Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) gibt mir, Dir und allen Menschen eine kleine Hilfestellung zum Genuss an die Hand. Auf der Website www.genuss-tut-gut.de findest Du viele Videos, Inspirationen und Anleitungen zum Thema Genuss. Besonders spannend finde ich zum Beispiel das Video und die Erklärungen zum Thema „Duftmomente“: Düfte erinnern uns ganz besonders schnell an Momente und Erlebnisse der Vergangenheit. Frischer Kuchenduft aus dem Ofen erinnert vielleicht an Wochenenden in der Kindheit, Tannenzweige an Weihnachten und dieses eine bestimmte Waschmittel gibt mir ein Gefühl von Heimat und Geborgenheit. Im Video bekomme ich eine Anleitung dazu, wie ich den Duft noch stärker genießen kann. Worauf ich achten kann, wenn ich einen bestimmten Duft wahrnehme und wie ich meine eigene Wahrnehmung eventuell noch intensivieren kann – für einen noch stärkeren Genussmoment. Denn Genuss tut gut.

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. entstanden.