Ich bin gelaufen. Drei Mal pro Woche. Ich habe mich an einen Trainingsplan gehalten und habe mehr als ein Mal meine Schuhe angezogen, obwohl ich keine Lust hatte. Ich habe harte trainiert. Und trotzdem bin ich am letzten Sonntag beim Halbmarathon zum Wings for Life-Run gescheitert.

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Es war ein unglaubliches Gefühl: Am vergangenen Sonntag um 13:00 Münchner Zeit sind weltweit mehr als 131.000 Menschen für den Wings for Life-Run gestartet. Es ist ein Benefiz-Lauf und alle Startgelder fließen zu 100 % in die Rückenmark-Forschung – Laufen für die, die nicht laufen können. In dem Moment, in dem der Startschuss gefallen ist, hatte ich fast Tränen in den Augen. Mein erster Halbmarathon.

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Laufen für die, die es nicht können.

Für mich hat es nie in Frage gestanden zu starten – ich tue gerne etwas Gutes mit meinem Startgeld und habe außerdem für mich eine ganz besondere Herausforderung in dem Konzept für meinen ersten Halbmarathon gesehen: Es gibt keine statische Ziellinie, das Ziel holt Dich ein.
30 Minuten nachdem die Läufer gestartet sind, fährt in den einzelnen Städten das Carchercar los. Anfangs fährt es 15 km/h und beschleunigt dann mit fortschreitender Zeit auf bis zu 35 km/h. Wenn Dich das Auto einholt bzw. überholt, hörst du auf zu laufen. Das Ziel hat Dich überholt.

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Aufgeben. Eine Niederlage.

Die erfolgreichste deutsche Frau – die übrigens auch weltweit den zweiten Platz belegt hat – ist fast 60 km gelaufen. Ich war nicht ganz so erfolgreich – ich habe nach nur 6 km aufgeben müssen. Vielleicht war es das Wetter, das mich fertig gemacht hat. Vielleicht hat mir irgendwas Anderes zu schaffen gemacht. Ich kann es im Nachhinein nicht mehr wirklich erklären. Mir wurde schwindelig, ich habe nicht mehr wirklich Luft bekommen. Ich musste mich übergeben und hatte einfach keine Kraft mehr weiter zu laufen.

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Hinfallen. Aufstehen. Weitermachen.

Am Sonntag war ich unfassbar enttäuscht von mir selbst. Ich habe mich angestrengt, ich habe trainiert und in der Vorbereitung alles gegeben. Trotzdem hatte ich am Ende keinen Erfolg – nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich musste aufgeben und hatte das schreckliche Gefühl zu scheitern. Meinen ersten Halbmarathon habe ich nicht beendet.
Ein paar Tage später habe ich mich wieder ein bisschen aufgerappelt und neuen Mut gefasst. Ich habe am Sonntag etwas dazu gelernt: Manchmal kann man nicht gewinnen, manchmal fällt man hin und verliert. Das entscheidende ist dann aber: Ich bleibe nicht liegen. Ich stehe wieder auf. Ich werde weiter trainieren und dann wieder bei einem Halbmarathon starten. So schnell gebe ich nicht auf.

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