In der Aufregung und dem ganzen Programm im “Lösch für Freunde”  habe ich es gar nicht richtig gemerkt – ich hab das erste Quartal meiner Selbstständigkeit geschafft. Ich habe jede Menge gelernt: Über mich. Darüber wer meine Freunde sind. Darüber, welche Folgen das Konkurrenzdenken mancher Blogger haben kann. Über das, was alles schiefgehen kann. Und vor allem habe ich viel darüber gelernt, wer ich bin – wer ich sein will – und was ich leisten kann. Ja – am meisten habe ich in den letzten drei Monaten über mich selbst gelernt. Die letzte Woche war da keine Ausnahme. 

In dieser Woche:

Eine normale Woche? Hatte ich schon länger nicht mehr. Aber was ist eigentlich normal? Was ich sagen wollte: Ich war schon länger nicht mehr eine ganze Woche in München in unserer Wohnung – ich habe in den letzten Wochen sehr viel von “unterwegs” gearbeitet und das wird sich auch erstmal nicht ändern. Ich hatte im Februar schon mal eine kleine Kolumne dazu geschrieben – das viele Reisen und das ständige Unterwegs sein ist genau das, was ich mir gewünscht hatte. Die räumliche Unabhängigkeit bei meiner Arbeit ist der Punkt, auf den ich mich bei meiner Selbstständigkeit am ehesten gefreut habe.
In der letzten Woche war ich zuerst in Hornbach im Hotel Lösch für Freunde – ein ausführlicher Bericht dazu kommt noch, aber ich verrate Dir schon mal, dass ich in der Suite “Kunstsinn” geschlafen habe – und habe dann noch zwei Tage in Saarbrücken bei meiner Familie verbracht. Ich habe zwar von Saarbrücken aus gearbeitet aber meine Pausen ganz bewusst so gelegt, dass ich Zeit mit meiner Mama und meinen Großeltern verbringen konnte.
Ab Mittwoch war ich wieder in München und bin von Termin zu Termin gelaufen. Zwischendurch habe ich die Kolumne von Lina gelesen und mich gefragt, ob ich eventuell selbst ein Opfer der “Glorification of busy” bin. Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich schon lieber viel zu tun habe, als gelangweilt zu Hause zu sitzen – ich schaffe mir aber keinen künstlichen zusätzlichen Stress. Im Moment sind einfach viele Termine im Kalender, wenn ich in München bin – gerade weil ich nicht so viel Zeit hier verbringe.

In der nächsten Woche:

Es wird sich aber auch bis Mitte Juli wenig an dieser Situation ändern. Und das finde ich ganz wunderbar. Zum ersten April ist die aktualisierte Homepage der Foodblogdays online gegangen und ich bin auch in diesem Jahr wieder als Referentin in allen fünf Städten. In diesem Jahr erkläre ich den Teilnehmern zusammen mit meinen Partnern von Victorinox nicht nur, welches Messer das Richtige ist, sondern ich spreche auch über das Thema Social Media Strategie. Welches Bild ist für welches soziale Netzwerk geeignet? Wie kann ich auch schwierige Produkte wie zB Messer auf Bildern so platzieren und einsetzen, dass meine Leser das Bild lieben und teilen?
In der kommenden Woche werde ich aber nicht nur an meiner Präsentation arbeiten. Ich werde zwischendurch auch immer wieder raus gehen und die Sonne genießen – ich verbringe die nächste Woche nämlich nicht am heimischen Schreibtisch in München. Ich arbeite einfach mal von Lissabon aus. Nachdem ich eine Zeit lang in der portugiesischen Hauptstadt gelebt habe, konnte ich der Versuchung nicht widerstehen und wollte unbedingt nochmal ein paar Tage dort verbringen. Und eins weiß ich schon jetzt: Es wird sicherlich nicht der letzte Trip nach Portugal für dieses Jahr. Genau das wollte ich: Selbstständig und vom Ort unabhängig arbeiten. Ich freue mich so sehr!

Was gibt´s Neues:

Ich bin immer noch völlig süchtig nach Snapchat. Ihr findet mich dort unter meinem Benutzernamen “nummerfuenfzehn”. Oder ihr scannt einfach den Code in der Sidebar mit der Snapchat-App – dann findet ihr meinen Account auch.
Und ein kleines bisschen Shopping musste leider auch in dieser Woche sein: Nachdem mir meine Sonnenbrille an unserem letzten Tag in Mexiko am Strand geklaut wurde – hier seht ihr das schöne Stück nochmal – musste für Lissabon dringend ein Ersatz her. Fündig geworden bin ich innerhalb weniger Minuten im neuen TK Maxx in der Münchner Innenstadt. Und weil es so schön ist, kam auch gleich noch ein Sofakissen mit. Ups. Auch wenn ich natürlich wieder fündig geworden bin, habe ich das Gefühl, dass ich in der Filiale in München sehr viel weniger Schönes gesehen habe als zum Beispiel in Saarbrücken. Vielleicht weil die Filiale in der Kaufingerstraße liegt und doch sehr viel frequentiert ist? Dann sind die guten Sachen wahrscheinlich einfach schnell weg.

Was ich gelernt habe:

Das vergangene Wochenende im Lösch für Freunde war einfach unheimlich inspirierend. Vanessa und Markus von PureGLAM haben eine wunderbare Mischung aus den unterschiedlichsten Bloggern zusammengestellt. Wenn man sich mit Bloggern unterhält, die ganz andere Bereiche abdecken als man selbst, dann kommt man auf neue Ideen und sieht den eigenen Blog plötzlich aus ganz anderen Blickwinkeln. Ich habe es ja schon in der letzten Woche angekündigt: Auf Nummer Fünfzehn wird sich ein bisschen was ändern und es kommen neue Kategorien dazu. Ich freu mich sehr.